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Von TraderFox
08. Oktober 2020

An den amerikanischen Aktienmärkten führte die Hoffnung auf zusätzliche Konjunkturhilfen am Mittwoch zur deutlichen Erholung nach dem Abverkauf des Vortages. Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index legte in diesem Umfeld ebenfalls um 1,5% auf 21.093 Punkte zu. Cloud-Spezialist Veeva wächst mit seinen “Software as a Service“-Plattformen derzeit jährlich im Schnitt rund 28%. HR-Dienstleister Automatic Data Processing erzielt trotz derzeit schwierigem US-Jobmarkt anhaltend starke Gewinnspannen (17%) und kauft weiterhin eigene Aktien zurück.

Am Mittwoch lag im TraderFox-Index die Aktie von Veeva Systems mit einem leichten Plus von 0,5% im mittleren Feld der Indexliste und schloss bei 287,40 USD. Das US-Unternehmen wurde 2007 gegründet bietet in erster Linie umfassende Software-Lösungen für die Pharma- und Gesundheitsbranche an. Damit wurde zuletzt ein Umsatz von 1,3 Mrd. USD generiert, der allerdings bis 2025 auf 3 Mrd. wachsen soll. Der Bereich rund um Datenanalyse und effiziente digitalen Plattformen ist aber durchaus umkämpft, und Veeva steht hier Technologieunternehmen und einigen Cloud-Playern gegenüber, die mit ihren Dienstleistungen die gleichen Branchen adressieren. Bislang verfügt das Unternehmen mit seinem technologischen Vorsprung aber über einen beeindruckenden Track-Rekord, der sich in den zurückliegenden 5 Jahren auf ein beachtliches Wachstum von im Schnitt 28% summierte. Mit den von Veeva angebotenen “Software as a Service“-Plattformen, können wissenschafts- und gesundheitsorientierte Kunden jeden Aspekt interner Unternehmensabläufe managen und überwachen. Hierzu gehören beispielweise kommerzielle Verkaufsvorgänge sowie die Überwachung von klinischen Studien und die Kontrolle der bei der Herstellung von Pharmaka so wichtigen Produktsicherheit.

Der Softwareanbieter liefert der gesamten Industrie letztlich hierzu die passenden digitalen Instrumente und hat sich in seiner Nische dabei zum Marktführer entwickelt. Allein in den letzten 12 Monaten war das Cloud-Plattformgeschäft mit einer Gewinnspann von 25% zudem sehr renditestark. Seit dem März-Tief hat sich die Veeva-Aktie mittlerweile auch mehr als verdoppelt, und wird nun aber mit einem Premiumaufschlag gehandelt. Auch wenn die Wachstumsaussichten hier extrem aussichtreich sind, so wird schon einiges von Investorenseite hier vorweggenommen.

Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird. Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

Leichte Zugewinne von 1,0% auf 143,70 USD konnte gestern im TraderFox-Index die Aktie von Automatic Data Processing für sich verbuchen. Das Unternehmen, das weltweit vor allem für seine Lohn- und Gehaltsdienstleistungen bekannt ist, hatte zuletzt unter den wieder deutlich zunehmenden US-Arbeitslosenzahlen gelitten. Im zurückliegenden Quartal waren folglich auch die Erlöse um 3% gesunken. Daher ist auch die schwache Performance des Papiers kaum verwunderlich, immerhin hat es seit Januar gut 15% verloren. Dies ist im Wesentlichen den durch die Pandemie ausgelösten hohen Jobverlusten in Amerika geschuldet, von denen Automatic Data Processing`s Dienstleistungen, zu denen auch umfassende Beratungs- und Finanzservices gehören, abhängig sind. Zuletzt kam das Unternehmen auf eine Umsatzgröße von 2,46 Mrd. USD, der wichtigste Konkurrent Paychex erreicht hier in etwa nur auf die Hälfte. Und trotz des derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds, schüttete das Management im letzten Quartal (bis Ende Juni) sogar rund 1,5 Mrd. USD an seine Aktionäre an Dividende aus und kaufte eigene Aktie im Wert von 1 Mrd. zurück.

Der Vorstand von Automatic Data Processing verwies zudem darauf, dass ungeachtet der temporären coronabedingten Einflüsse auf Umsatz und Profitabilität, dies langfristig kaum einen Einfluss auf die traditionell hohen Kapitalrückflüsse an die Anteilseigner haben dürfte. Die Aktie bietet gegenwärtig zwar nur 2,5% Dividendenrendite, dafür bietet sich aufgrund der anhaltenden soliden Gewinnmarge von 17% und den anstehenden konjunkturellen Erholungstendenzen bei dem Personal- und Outsourcing-Spezialist durchaus der Einstieg an.

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