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Von TraderFox
24. November 2021

Die weiterhin steigenden Anleiherenditen drückten am Dienstag an den US-Aktienmärkten abermals auf die Stimmung. Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index zeigte sich in diesem Umfeld aber unverändert bei 27.230 Punkten. Veeva wächst mit seinem wissenschaftsbasiertem Cloud-Geschäft in den ersten 9 Monaten um 33% und bleibt mit einer Marge von 26% renditestark. Getränkeabsatz von Monster Beverage legt trotz Aluminiumproblematik und aufgrund gastronomischer Wiedereröffnungen in Q3 erneut über 30% zu.

Teils deutliche Abgaben musste in den letzten beiden Handelstagen im TraderFox-Index die Aktie von Veeva Systems hinnehmen. Am Dienstag lag das Minus aber nur noch bei 1,2% und die Papiere der Technologiefirma schlossen letztlich bei 288,40 USD. Dabei konnten die bisherigen Wachstumszahlen des Unternehmens, das spezielle Software-und Cloud-Lösungen für Kunden aus der Pharma- und Gesundheitsbranche anbietet, in den letzten Jahren beeindruckende Raten hinlegen. Allein von 2015 bis 2020 wurden dabei Zuwächse von im Schnitt fast 30% erzielt. Derzeit unterhält Veeva über 1.000 Geschäftsbeziehungen zu Pharmariesen wie Merck oder auch GlaxoSmithKline, die mit der lizenzpflichtigen Cloud-Sparte ”Veeva Vault” des Unternehmens, forschungs-und entwicklungsbezogene Inhalte und Analysedaten digital effizienter managen können. Dazu bietet der Software-Dienstleister mit ”Veeva Commercial Cloud” eine Cloud-basierenden Datenplattform, die es wissenschafts- und gesundheitsorientierte Kunden ermöglicht, jeden Aspekt interner Unternehmensabläufe zu kontrollieren. Hierzu gehören beispielweise kommerzielle Verkaufsvorgänge sowie die Überwachung von klinischen Studien und die Kontrolle der bei der Herstellung von Pharmaka so wichtigen Produktsicherheit. Veeva liefert praktisch der gesamten Industrie hierzu die passenden digitalen Instrumente und hat sich in seiner Nische dabei in den letzten Jahren zum Marktführer entwickelt. Auch die Erlöse in 2021 kletterten bislang um 33% auf zuletzt 1,66 Mrd. USD. 

 

Auch die Pandemie hatte keinen wirklich großen Einfluss auf das operative Geschäft, im Gegenteil. Zeigt doch der Cloud-Dienst, wie wichtig die Plattform letztlich bei Forschungsergebnissen von Covid-19-Impfstoffen derzeit ist. Für das Gesamtjahr wird folglich auch mit einem Umsatzplus von gut 25% gerechnet. Bis 2025 will Veeva sogar die Marke von 3 Mrd. USD erreichen. Gegenwärtig kommen aber gut 80% der erzielten Erlöse über die angebotenen Abo-Cloud-Services, und 20% über verschiedene professionelle Dienstleistungen, wie Beratung und Support, herein. Und das Cloud-Plattformgeschäft an sich ist mit einer Gewinnspanne von 26% zudem auch weiterhin sehr renditestark. Nur die Bewertung der Veeva-Aktie ist mit einem KGV von 70 und einem KUV von 27 mehr als sportlich. Auch wenn die Wachstumsaussichten hier extrem aussichtreich sind, so wird von Investorenseite schon viel vorweggenommen.

 

Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird.  Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

 

Leichte Abgaben von 1,6% auf 88,60 USD verzeichnete am Dienstag im TraderFox-Index auch die Monster Beverage-Aktie. Zwar bewegen sich die Papiere des amerikanischen Getränkeherstellers seit einigen Monaten eher seitwärts, die operativen Geschäfte können sich aber ungeachtet aller Rohstoffbeschaffungs-Unsicherheiten dennoch sehen lassen. Dank der starken globalen Marktstellung bei Energydrinks, kennen weltweit viele Konsumenten Monster Beverage, aber das Unternehmen hat inzwischen viel mehr zu bieten, und ist auch in andere globale Absatzmärkte vorgedrungen, wie in den boomenden Markt für Cannabis- und Alkoholdrinks. Das Kerngeschäft rund um die “Monster“-Eigenmarken ist aber weiterhin hochprofitabel, immerhin werden dafür nur Zucker, Wasser und Koffein vermischt, und am Ende kommt eine Gewinnmarge von fast 30% heraus. Gewachsen ist das Unternehmen damit in den zurückliegenden Jahren sehr dynamisch, und hat dabei zeitweise sogar Platzhirsche wie den US-Getränkekonzern Coca-Cola und PepsiCo unter Druck gesetzt. Nach überstandener Pandemie konnte Monster Beverage zuletzt jedenfalls viele internationale gastronomische Wiedereröffnungen von Restaurants und Bars feiern, die neben Supermärkten wichtige Umsatzbringer sind. Allerdings hat das Unternehmen weiterhin mit deutlich gestiegenen Aluminiumpreisen und fehlenden Frachtcontainern zu kämpfen.

 

Das Management rechnet angesichts der weiterhin unterbrochenen Lieferketten folglich für die nächsten 2 bis 3 Quartale mit Auswirkungen auf das operative Geschäft, da gerade Aluminium zur Getränkedosen-Herstellung benötigt wird. Dennoch war der Absatz zuletzt im Quartal um 34% gestiegen, was die weiterhin hohe Nachfrage nach den innovativen Getränken des Unternehmens einmal mehr unterstreicht. Preiserhöhungen sollen derzeit aber nicht in Planung sein. Monster Beverage ist absolut schuldenfrei und könnte in diesem Jahr erneut ein starkes Gewinnwachstum von bis zu 30% hinlegen, damit wäre auch das KGV von 29 nicht zu teuer.

 

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