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Von TraderFox
24. Oktober 2019

In Anbetracht der auf Hochtouren laufenden Berichtssaison gab es am Mittwoch an der Wall Street teils starke Kursausschläge. Während sich die großen Börsenindizes dabei aber kaum von der Stelle bewegten, legte der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index leicht um 0,5% auf 18.756 Punkte zu. Hygienespezialist Rollins erzielt angesichts zahlreicher Zukäufe im 3.Quartal Rekorderlöse von 556 Mio. USD. Lancaster Colony vermeldet weiterhin zweistellige Zuwächse in seiner Foodservice-Sparte und setzt dank neuer Produkteinführungen auf höhere Wachstumsraten.

Starke Kursgewinne von in der Spitze über 8%% konnte am Mittwoch im TraderFox-Index die Aktie von Rollins verbuchen. Am Ende schloss sie bei 38,53 USD. Der US-Dienstleister rund um Schädlingsbekämpfung hat mit seinen Geschäften im zurückliegenden 3.Quartal die Erwartungen bei weitem übertroffen. Gegenüber dem Vorjahr seien die Erlöse um 14,1% auf einen Rekordwert von 556 Mio. USD geklettert, teilte der Vorstand gestern mit. Auch beim organischen Wachstum seien die Unternehmensziele mit 6,4% erfüllt worden. Für die ersten 9 Monate ergibt sich für Rollins als unangefochtener US-Marktführer damit ein Zuwachs von 9,6% auf nunmehr 1,51 Mrd. USD. Und auch der Gewinn lag mit 152,6 Mio. USD deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Der wichtigste Treiber hinter dieser starken Entwicklung waren vor allem strategische Zukäufe, wie die jüngste Akquisition des Konkurrenten Clark Pest Control. Diese haben aber nicht nur zu Umsatzsteigerungen sondern auch zu höheren Cashflows geführt. Wir sind zuversichtlich, was unsere weiteren Strategie- und Aktionspläne betrifft, mit denen wir künftig auch mit Hilfe weiterer Übernahmen beständig wachsen wollen, betonte der Rollins-Chef.

Dabei ist der Hygienedienstleister schon in den vergangenen 5 Jahren im Schnitt um fast 7% gewachsen. Die solide Gewinnmarge des Geschäfts entwickelte sich hierbei mit 12% auch relativ stabil. Als Qualitätswert wird die Aktie derzeit allerdings weiterhin mit einem ordentlichen Aufschlag bewertet. Überschüssige Mittel will das Management aber neben neuen Zukäufen in erster Linie auch zur Schuldenreduzierung verwenden. Bis Anfang 2022 will es Rollins jedenfalls schaffen, schuldenfrei zu sein.

Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird. Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

Ein weiterer Gewinner im TraderFox-Index war am Mittwoch die Aktie von Lancaster Colony, die dabei leicht auf 139,90 USD anzog. Die Papiere des amerikanischen Lebensmittelherstellers und Zulieferers waren erst im August unter Verkaufsdruck geraten. Nach mehreren Rekordquartalen hintereinander musste der Vorstand für das jüngste Schlussquartal (Q4) letztlich einen leichten Umsatzrückgang um 1% vermelden. Zudem drückten gestiegene Kosten auf die Gewinnentwicklung. Dabei verwies das Management aber auf die erneut zweistelligen organischen Zuwächse in der Foodservice-Sparte. Mit dem Verlauf des gesamten Geschäftsjahres konnte Lancaster Colony, dessen Produkte in den USA insbesondere aus tiefgefrorenen Backwaren, Dressings und auch Saucen bestehen, aber mehr als zufrieden sein. Zumal für das laufende Jahr 2019/20 neue Produkteinführungen angekündigt wurden. Mit seinem Angebotsmix, zu dem die amerikanischen Marken Marzetti, New York Bakery sowie Sister Schubert's gehören, ist das Unternehmen bereits in der Vergangenheit recht ordentlich gewachsen.

In den letzten 5 Jahren lag das Umsatzwachstum, das vor allem durch die landesweiten Verkäufe an Bäckereien, Restaurants und Supermärkte erzielt wird, jedenfalls im Schnitt bei 5%. Auch hat Lancaster Colony ungeachtet zahlreicher Zukäufe weiterhin keine nennenswerten Schulden. Dies ist im Wesentlich der anhaltend hohen Eigenkapitalrendite von 21% sowie dem weiterhin robusten Cashflow zu verdanken. Damit wird inzwischen sogar eine Dividendenrendite von fast 2% finanziert, die maßgeblich den Aktionären zugutekommt.

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