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Von TraderFox
11. November 2019

Die nachlassende Begeisterung über mögliche Fortschritte im Handelszwist zwischen den USA und China hat die US-Börsen am Freitag ausgebremst. Während der marktbreite S&P 500 dabei rund 0,3% zulegte, lag der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index am Ende unverändert bei 19.261 Punkten. US-Getränkeproduzent Monster Beverage wächst in Q3 dank neuer Gesundheitsdrinks um 12% und kommt auf eine Nettomarge von 27%. Robustes Wachstum und hohe Profitabilität dürften die Aktie von IT-Security-Spezialist Check Point wieder auf neue Jahreshochs treiben.

In dem leicht positiven Marktumfeld war am Freitag im TraderFox-Index die Monster Beverage-Aktie mit einem deutlichen Plus von 2,7% auf 58,15 USD der Favorit des Tages. Der US-Getränkehersteller und Spezialist für Energydrinks hatte Donnerstagabend neue Geschäftszahlen für das jüngste Quartal vorgelegt und dabei sein schon beachtliches Wachstumstempo beibehalten. Nach einem Umsatzanstieg von 9% im Vorquartal zogen nun allein im 3.Quartal die Erlöse gegenüber dem Vorjahr um fast 12% auf 1,13 Mrd. USD an. Die bereits hohen Erwartungen von 1,06 Mrd. wurden damit übertroffen. Monster Beverage konnte hierbei vor allem von Produkteinführungen, die speziell für die Fitness-Branche entwickelt wurden, profitieren. Zwar war der Geschäftsverlauf in Nordamerika letztlich eher stagnierend, die internationalen Umsätze kletterten dafür im Quartal um überragende 35%. Die starken Zahlen sind dem Management zufolge hauptsächlich auf die beschleunigte weltweite Expansion sowie den gestiegenen Absatz neuer Produkte, wie dem Anfang 2019 erstmals angebotenen Drink “Reign Total Body Fuel“ zurückzuführen. Mit diesem hatte Monster Beverage den einträglichen Markt für gesundheitsfördernde Getränke ins Visier genommen.

Mit den Zahlen hat der Vorstand zudem auch ein 500 Mio. USD schweres Aktienrückkauf-Programm angekündigt. Der Getränkelieferant erzielt mit seinem Geschäft rund um Energy- und Gesundheitsdrinks jedenfalls dank der beachtlichen Gewinnmarge von 27% nach wie vor enorme Cashflows. Und auch der Einstieg in den boomenden Markt für Cannabis- und Alkoholgetränke hat für das Unternehmen weiterhin Priorität. Trotz neuer Wachstumsmärkte und laufender Diversifikation dürfte sich das Gewinnwachstum für Monster Beverage in den nächsten Jahren dennoch etwas abschwächen. Mit durchschnittlich 13% bleibt es aber immer noch beachtlich.



Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird. Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

Ebenfalls leicht im Plus bei 115,40 USD zeigte sich am Freitag im TraderFox-Index die Check Point Software-Aktie. Die israelische Technologiefirma bietet seinen Kunden in erster Line Software und Dienstleistungen rund um Internet -und Netzwerksicherheit an. Mit einer Umsatzgröße von zuletzt 1,98 Mrd. USD gehört das Unternehmen immerhin mit zu den weltweit führenden Anbietern. Auch die dabei erzielte Gewinnmarge von fast 41% ist überragend. Insgesamt verzeichnet Check Point aber schon seit vielen Quartalen kontinuierlich und teils langweile Zuwachsraten, die sich in den letzten 5 Jahren auf im Schnitt jährliche 6% summierten. Anleger, die nur in rasant wachsende Technologieunternehmen investieren, dürften die Aktie daher fast schon links liegen lassen. Das IT-Security-Geschäft der Israelis besteht aber vor allem aus wiederkehrenden Lizenz- und Abonnementseinnahmen, die bei steigenden Kundenzahlen beständig zunehmen. Zumal Check Point gerade sein generelles Geschäftsmodell etwas umbaut, so dass immer weniger Kunden anfangs einmalige Lizenzen zahlen müssen, sondern mehr und mehr ins Abo-Modell wechseln. Die Sparte des Unternehmens konnte deshalb im 3.Quartal auch um beachtliche 12% zulegen. Das Wachstum spiegelte zugleich auch die unvermindert hohe Nachfrage nach den Cloud- Security-Softwarelösungen des IT-Dienstleisters wie CloudGuard und Infinity wider. Die Check Point-Aktie selbst gilt als konservativ und dürfte angesichts der in Zukunft zu erwartenden konstanten Umsatz- und Gewinnzuwächse bald wieder neue Höchststände erreichen. Das aktuelle KGV von 17 ist jedenfalls nicht zu teuer.

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