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Von TraderFox
22. Oktober 2019

Am US-Aktienmarkt ging es in Anbetracht der wieder aufkommenden Zuversicht bezüglich des Zollstreits zwischen den USA und China am Montag zunächst wieder etwas aufwärts. In diesem Umfeld legte auch der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index leicht zu und schloss letztlich bei 18.891 Punkten. Starke Umsatzentwicklung in Q3 aufgrund von Rekordzuflüssen (71 Mrd. USD) treiben Cohen & Steers auf neues Jahreshoch. US-Regionalbank Bank of Hawaii verbucht dank robuster Kredit- und Einlagengeschäfte überdurchschnittliches Wachstum und ist dabei hochprofitabel.

Die stärksten Zugewinne konnte am Montag im TraderFox-Index mit 2,5% die Cohen & Steers-Aktie feiern. Dabei kletterte sie schließlich auf 63,80 USD und markierte so einen neuen Höchststand. Das Kursplus seit Jahresbeginn summiert sich damit auf über 80%. Wichtigster Treiber hinter dieser beachtlichen Entwicklung waren die vom US-Vermögensverwalter in der vergangenen Woche vermeldeten unverändert guten Geschäftszahlen. Im 3.Quartal zogen dabei die Erlöse, die sich hauptsächlich aus Service- und Managementgebühren ergeben, gegenüber dem Vorjahr um 6,7% auf 105 Mio. USD an. Auch das von Cohen & Steers weltweit verwaltete Vermögen (AUM) stieg bis Ende September zum Vorquartal um fast 12% auf rund 70,8 Mrd. USD. Diese größtenteils institutionellen Gelder managt das Unternehmen und bietet zusätzlich auch noch umfassende Kapitalanlageberatung an. Im jüngsten Quartal machten dem Management allerdings erneut steigende Kosten zu schaffen. Mit gut 65 Mio. USD lagen sie fast 10% über dem Niveau des Vorjahres. Der Grund hierfür waren die durch die starken Kapitalzuflüsse anziehenden Vertriebsausgaben und Mitarbeitervergütungen.

Die Anlagegeschäfte bei Cohen & Steers dürften aber dennoch aufgrund der gut diversifizierten Investments, zu denen neben Aktien und Anleihen auch börsennotierte Infrastrukturtitel gehören, weiterhin erfolgreich erlaufen. Das Wachstum, das zuletzt auch von der internationalen Expansion getrieben wurde, lag jedenfalls in den zurückliegenden 5 Geschäftsjahren bei durchschnittlich 5%. Und mit der anhaltend hohen Gewinnmarge von über 30% und den gegenwärtig nicht vorhandenen Schulden sind durchaus weiter steigende Kurse zu erwarten. Zumal die Aktie von Cohen & Steers mit einem KGV von derzeit 22 nicht zu teuer ist.

Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird. Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

In dem positiven Marktumfeld entwickelte sich am Montag auch die Bank of Hawaii-Aktie im TraderFox-Index zu einem der Tagesfavoriten. Dabei kletterte sie um 1,0% auf 86,92 USD und visierte dabei erneut ihr jüngstes Jahreshoch an. Die Papiere der US-Regionalbank, die vor allem im Raum von Hawaii, Guam und anderen Inseln im Pazifikraum aktiv ist, konnten in diesem Jahr bereits 30% zulegen. Ausschlaggebend hierfür sind unter anderem die weiterhin robusten Geschäfte des Finanzinstituts. Im 2ten Quartal zog jedenfalls neben dem Umsatzplus von 16% auch der Gewinn um 20% auf 137 Mio. USD an. Neben einem Wachstum im Kredit- und Einlagengeschäft verbuchte die Bank of Hawaii auch Einnahmen aus Zinsgeschäften in Höhe von 285 Mio. USD, die damit gut 19% über dem Wert des Vorjahres lagen. Auch die ausgegebenen Kredite erhöhten sich bis Ende Juni um 2,3% auf nunmehr 22,1 Mrd. USD. Aber schon in der Vergangenheit waren die Zuwachsraten des Unternehmens sehr solide.

Immerhin konnte das Management den Gewinn in den zurückliegenden 5 Jahren im Schnitt um 9% steigern, während die Erlöse um durchschnittlich 7% auf zuletzt 576 Mio. USD anzogen. Herausragend ist dabei aber in erster Linie die von der Bank of Hawaii erzielte Gewinnmarge von 40%. Der Vorstand hat die Aktionäre in den letzten Jahren zudem neben beständigen Dividenden auch mit Aktienrückkäufen verwöhnt. Seit Mitte 2001 wurden hierbei über die Börse rund 55,8 Mio. Aktien für rund 2,2 Mrd. USD zu einem Durchschnittskurs von 39,50 USD eingezogen.

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