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Von TraderFox
06. Juli 2020

Der TraderFox High-Quality-Stocks Europe-Index wird am Montag und fehlender Impulse der Wall Street von der Kursrallye in China angetrieben. Somit liegt der Index am Nachmittag mit 0,7% im Plus bei 114,50 Punkten. Evolution ist dank Alleinstellungsmerkmal in der Softwaresparte und hoher Gewinnmarge im Onlinespielemarkt äußerst profitabel. Sartorius Stedim verfügt mit seinem beständig ergänztem Produktsortiment und den globalen Pharmakunden über reichlich Wachstumstreiber.



Mit kräftigen Zuwächsen von fast 20% auf ein neues Rekordhoch war in der Vorwoche im Qualitäts-Index die Aktie der Evolution Gaming Group der größten Gewinner. Am Montag wird der Anstieg aber erstmal verdaut, und die Papiere liegen dabei leicht im Minus bei 62,70 Euro. Der Grund für den anhaltenden Höhenflug des schwedischen Casinospiele- und Lotto-Softwareproduzenten sind neben Expansionsbestrebungen und innovativen Produkteinführungen auch das weiterhin renditestarke Geschäftsmodell. So hatte das Evolution-Management erst im Juni angekündigt die Zusammenarbeit mit dem kolumbianischen Online-Spieleanbieter Rush Street Interactive erweitern, und dabei insgesamt 6 neue Spielepackages auf der Gaming-Plattform RushBet.co einführen zu wollen. Hierzu zählen verschiedene Online-Versionen von Roulette, Blackjack, Dream Catcher, Baccarat und Mega Ball, die sich dem Unternehmen zufolge bereits in Europa und Nordamerika etablieret haben und sich auch größter Beliebtheit erfreuen. Schon seit der Gründung im Jahr 2006 entwickelt Evolution für seinen Kundenstamm, der sich hauptsächlich aus internationalen Spieleanbietern zusammensetzt, B2B-Live-Casinoanwendungen, die insbesondere auf den schnell wachsenden Online-Gamingmarkt zugeschnitten sind. Die digitalen Lösungen des Unternehmens finden aber auch vielfältigste Verwendung bei wöchentlichen Lotterieausspielungen sowie Online-Spieleshows.

Und das Wachstum war für die Schweden gerade in der Casino-Softwaresparte dank eines beeindruckenden Internet-Spielebooms zwischen 2015 und 2019 von jährlich 38% einfach überragend. Der gruppenweite Umsatz kletterte in diesem Zeitraum bei Evolution von 714 Mio. auf 3,87 Mrd. SEK (363 Mio. Euro). Die Entwicklung der Software für innovative Spieleplattformen hat zudem den großen Vorteil der Skalierbarkeit, auch ist das Unternehmens hier laut eigenen Angaben nach wie vor industrieweit führend. Allein das Alleinstellungsmerkmal aber auch die im weltweiten Casino-Softwaregeschäft erzielte Gewinnmarge von atemberaubenden 40% macht Evolution mittelfristig für Investoren hochinteressant.

Der TraderFox High-Quality-Stocks Europe ist ein europäischer Index, der in sogenannte Burggraben-Unternehmen investiert. Diese Gesellschaften zeichnen sich durch hohe Markteintrittsbarrieren oder Wettbewerbsvorteile aus. Das kann eine starke Marke, ein hervorragendes Kostenmanagement oder Unternehmensgröße sein, die potenzielle Wettbewerber daran hindert, einen lukrativen Markt zu betreten. Europäische Unternehmen dieses Typs zeichnen sich durch gute operative Kennzahlen aus, wozu etwa hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie eine hohe Umsatz- und Gewinnstabilität gehören. Damit sind die zukünftigen Gewinn- und Zahlungsreihen relativ sicher und gut prognostizierbar.

Im heutigen positiven Marktumfeld präsentiert sich dagegen die Aktie der Sartorius Stedim Biotech im Qualitäts-Index leicht im Plus bei 235,10 Euro. Das französische Unternehmen ist ein international agierender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, die es Unternehmenskunden der biopharmazeutischen Industrie ermöglichen, Medikamente zu entwickeln und herzustellen. Hierfür verfügt Sartorius Stedim über ein Portfolio, das nahezu alle wichtigen Schritte der biopharmazeutischen Arzneimittel-Herstellung umfasst. Dieses ist in der Vergangenheit auch beständig durch Zukäufe ergänzender Technologien gewachsen. Und mit den eigenen und global verteilten Fertigungs- und R&D-Standorten kletterten die Erlöse in 2019 um 5% auf inzwischen 1,44 Mrd. Euro. Erst im April hatte die Unternehmensgruppe, die sich in erster Linie auf Einweg-Technologien und Mehrwertdienste konzentriert, die von dem amerikanischen Industrie- und Life Science-Unternehmen Danaher erworbenen biomedizinischen Geschäftssparten intergieren können. Die für rund 825 Mio. USD zugekauften Unternehmensanteile würden dem Vorstand zufolge das bisherige Produktportfolio von Sartorius Stedim mit ihren verschiedenen Bioprozessverfahren perfekt ergänzen. Die zugekauften Geschäfte konnten im letzten Jahr zusammen immerhin einen Umsatz von knapp 100 Mio. USD erzielen.

Dabei steht der Dienstleister mit seinen medizinischen Anwendungen vor langfristig anhaltendem Wachstum. Denn solange es Krankheiten und entsprechende Pharmamunternehmen gibt, die nach Heilungstherapien und Medikamenten suchen, dürften hier von Unternehmensseite her immer solide Einnahmen verbucht werden. Sartorius Stedim liefert letztlich nur die notwendigen Werkzeuge, und ist damit nicht im deutlich risikoreicheren Forschungsgeschäft vertreten. Die Eigenkapitalrendite war mit im Schnitt fast 20% in den letzten 5 Jahren jedenfalls immer ununterbrochen stark, was letztlich dem soliden Geschäftsverlauf geschuldet ist.

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