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Von TraderFox
14. Januar 2020

Die Zuversicht mit Blick auf das erste Teilabkommen im Handelsstreit zwischen den USA und China hat die Wall Street am Montag erneut beflügeln können. Auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index verzeichnete dabei leichte Zugewinne von 0,5% und schloss bei 17.467 Punkte. Pepsi profitiert weltweit immer mehr von kalorienärmeren Getränke- sowie Snackvarianten und kündigte erstmals auch Kaffeeprodukte an. Mit Pipelineförderung und veredelten Öl- und Gasprodukten kommt Magellan Midstream auf Gewinnmargen von 36% und hohe Cashflows.

Am Montag war mit Zuwächsen von gut 1,5% im TraderFox-Index die PepsiCo-Aktie einer der stärksten Gewinner. Zum Handelsende notierten die Papiere dann bei 136,55 USD. Der Getränke- und Snackhersteller hatte erst im Dezember angekündigt, ein neues Kaffee-Cola-Mischgetränk im April auf den amerikanischen Markt bringen zu wollen. Dieses soll zunächst in zwei Geschmacksrichtungen angeboten werden, und den Namen Pepsi Cafe tragen. Das Management will damit vor allem Kaffee- und Cola-Enthusiasten begeistern, die bisher noch keine Kunden des Unternehmens sind. Zumal in dem angekündigten Produkt mehr Koffein enthalten sein soll, als es bei der Limonadenvariante Pepsi Cola der Fall ist. Im Zuge seiner Neuausrichtung hatte Pepsi auch kalorienärmere Getränkevarianten von Gatorade und Cola verstärkt auf den Markt gebracht und diese bei allen wichtigen US-Sportevents medienwirksam beworben. Das Ergebnis war letztlich dank der sich verändernden Ernährungstrends ein Umsatzanstieg in Q3 von 4,3% auf 17,19 Mrd. USD. Im hektischen Alltag steige die Nachfrage nach gesunden und bequemen Essengewohnheiten, was gut für unsere Geschäft sei, hatte der Vorstand diese Entwicklung kommentiert.

Dabei war das Umsatzwachstum von Pepsi in den vergangenen 5 Jahren eher enttäuschend und hatte mehr oder weniger stagniert. Deshalb musste das Management auch die Reißleine ziehen und begann das ursprüngliche Limonaden- und Snackgeschäft neu aufzustellen. In Anbetracht der aber weiterhin außerordentlichen Nettomarge von 19% werden zudem auch regelmäßig eigne Aktien zurückgekauft. Die adjustierte Dividendenrendite während der letzten 5 Jahre lag damit jedenfalls bei durchschnittlich 4,7%. Die reine Dividende, die Pepsi regelmäßig an seine Aktionäre zahlt, bringt dagegen zurzeit nur 2,8%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.



Mit 1,2% im Plus bei 64,85 USD zeigte sich gestern im TraderFox-Index auch die Aktie von Magellan Midstream Partners von ihrer besten Seite. Das US-Unternehmen verdient sein Geld im Pipelinegeschäft sowie mit der Lagerung und dem Vertreib von geförderten Öl- und Gasprodukten. Außerdem werden chemische Nebenprodukte an große Industriekunden verkauft. Zuletzt lag der gruppenweite Umsatz bei knapp 2,85 Mrd. USD. Das Midstream-Geschäft selbst ist dabei hochprofitabel, davon zeugt neben der hohen Eigenkapitalrendite von fast 40% auch die Gewinnmarge, die einen stattlichen Wert von 37% erreicht. Und diese Profitabilität spiegelt sich bei Magellan Midstream Partners vor allem auch in soliden Cashflows und Dividenden wider. Allein in den letzten 5 Jahren ist die Gewinnausschüttung jedenfalls im Schnitt um 10% gestiegen. Womit sich aktuell für die Aktie eine fürstliche Dividendenrendite von 6,3% ergibt. Aber auch bewertungstechnisch macht der Einstieg für Investoren hier durchaus Sinn. Liegt doch das KGV gegenwärtig nur bei moderaten 13. Das Energieunternehmen selbst steht zudem bilanziell sehr solide da, und auch die langfristigen Wachstumsaussichten von Magellan Midstream Partners sind trotz Kostendruck und starkem Wettbewerb bestens.

Zwar dürften die Gewinne in den nächsten Jahren etwas niedriger ausfallen, als in der Vergangenheit, wo sie um durchschnittlich 13% anzogen. Auch erzielt das Unternehmen rund 60% der operativen Gewinne mit veredelten Produkten aus den Pipeline und Terminalgeschäften. Diese dürften damit zwar von der Öl- und Gaspreisentwicklung in gewissem Maße abhängig bleiben. Dafür hat Magellan Midstream Partners in den zurückliegenden und teils volatilen Geschäftsjahren aber bewiesen, ein zuverlässiger Dividendenzahler zu sein.

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