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Von TraderFox
05. Juli 2021

Starke Daten vom US-Arbeitsmarkt haben die Wall Street am Freitag auf neue Höchststände getrieben. Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index kletterte dabei ebenfalls um 0,6% auf 19.206 Punkte. Softwarekonzern Oracle verwöhnt Anteilseigner wieder mit starkem Wachstum in der Cloud-Sparte sowie anhaltenden Aktienrückkäufen. Kellogg schüttet in Anbetracht des wetter- und pandemiefestem Portfolios nun schon seit fast 100 Jahren solide Dividenden aus.

Einer der stärksten Gewinner im Traderfox-Index war am Freitag die Oracle-Aktie. Dabei lag sie am Ende mit 2,8% im Plus bei 81,80 USD. Die Papiere des amerikanischen Technologiekonzerns konnten aus verschiedenen Gründen seit Januar bereits um über 25% zulegen. Nicht nur, das nach dem jahrelangem Umbau vor allem für die Cloud-Sparte wieder sehr gute Zahlen vorgelegt werden, auch die Aktionäre werden seit einiger Zeit regelrecht verwöhnt. Oracle galt lange als erfolgreicher Software - und Datenbankanbieter, da allerdings der Wettbewerb durch Konkurrenten wie SAP oder auch Salesforce gerade im Bereich Enterprise-Software (ERP) in den letzten Jahren immer mehr zunahm, gingen auch die Umsätze immer weiter zurück. Inzwischen scheint aber die Neuausrichtung auch dank vieler Übernahmen wie der Zukauf von NetSuite auf das boomende Cloudgeschäft aber geschafft, und das Management kann hier wieder beeindruckende Wachstumsraten auch aufgrund von Komplettangeboten, was Plattform und Kompatibilität betrifft, vermelden. Mit den zuletzt starken Ergebnissen zum 4.Quartal wurde auch bekannt gegeben, dass Oracle bis Ende 2022 weitere 4 Mrd. USD in die fortlaufende Cloud-Integration der eigenen Softwareprodukte investieren will. Dies wäre immerhin doppelt so viel wie im letzten Geschäftsjahr, als gut 2,1 Mrd. in den Bereich geflossen sind. Bislang liegt der Marktanteil des Datenbank-Spezialisten unter den weltweiten Software-as-a-Service (SaaS)-Cloud-Anbietern auch nur bei 6%.

Ungeachtet der weiterhin hohen Investitionen bleibt aber auch genügend Geld für die Anteilseigner übrig. Immerhin verdient Oracle bei der Nettomarge von 34% operativ wieder prächtig. Der jüngste Kursanstieg spiegelt auch die massiven Aktienrückkauf-Programme der letzten Jahre wider. Seit 2011 wurden mit Milliardensummen immerhin die damals 5 Mio. an umlaufenden Papieren auf zuletzt 2,9 Mio. gedrückt. Das Technologieunternehmen zahlt seit 2009 sogar auch eine kleine Dividende, die derzeit jedoch nur 1,6% an Rendite bringt. Über die letzten 5 Jahre hinweg summierte sich aber die adjustierte Dividendenrendite in Anbetracht der sportlichen Aktienrückkäufe auf durchschnittlich 5,1%. Oracle bleibt aber dennoch erste Wahl im globalen Cloud-Geschäft, das laut Marktexperten bis 2025 jährliche Wachstumsaussichten von bis zu 18% verspricht.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Am Freitag verzeichnete im TraderFox-Index auch die Aktie von Kellogg leichte Kurszuwächse und schloss letztlich bei 64,05 USD. Der amerikanische Lebensmittelproduzent, der sich unter anderem auf die Herstellung von getreidebasierten Produkten wie Cornflakes und anderen Fertiggerichten konzentriert, verkauft aufgrund von verstärktem Home-Office und dem Trend zu gesünderem Essen derzeit wieder mehr. Allein in den ersten 3 Monaten des Jahres zogen die Erlöse um 5% auf 13,94 Mrd. USD an. Kellogg verbuchte dabei vor allem beim abgepackten Essenssortiment wie Gemüseburger, Getreide-Flakes, fertige Waffeln oder auch Kartoffelchips eine hohe Nachfrage. Insbesondere in Europa und Asien war dabei das Wachstum zweistellig, was letztlich die Absatzschwäche gerade in Nordamerika ausgleichen konnte. Trotz schwierigem Corona-Umfeld rechnet das Unternehmen, das für seine Markennamen Pringles oder auch Kellogg's Fruit Loops hierzulande bekannt ist, für 2021 folglich auch mit einem Gewinnzuwachs von 1 bis 2%. Mit seinem umfassenden Produktportfolio erzielt der Müslispezialist schon seit Jahrzehnten robuste Renditen auf das eingesetzte Kapital.

Zuletzt lag die Gewinnspanne jedenfalls bei 10%, was für ein Unternehmen in der wettbewerbsintensiven Nahrungsmittelbranche eher überdurchschnittlich ist. Auch die Eigenkapitalrendite von über 40% ist ein Spitzenwert. Kellogg gilt zudem auch als verlässlicher Dividendengarant. Immerhin schüttet das Unternehmen seit 1925 ununterbrochen eine Gewinnbeteiligung an seine Anteilsbesitzer aus. Aktuell liegt die Dividendenrendite der Aktie jedenfalls bei attraktiven 3,6%, und bietet Investoren neben dem wetter- und pandemiefestem Portfolio eine insgesamt attraktive Ausschüttung.

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