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Von TraderFox
11. März 2020

Am Dienstag haben sich die Aktienkurse an den US-Märkten nach den starken Abverkäufen zu Wochenbeginn deutlich stabilisieren können. Auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index verzeichnete dabei eine starke Erholung von 4,6% und schloss bei 15.623 Punkten. Veredelung von Öl- und Gasprodukten dürfte für Magellan Midstream dank einer Gewinnmarge von 36% auch weiterhin profitabel sein. Amgen will in 2020 dank neuer Medikamente wieder stärker wachsen und zahlt Aktionären derzeit wieder über 3% an Dividende.

Mit einer Erholung von 15,2% auf 46,25 USD gelangen am Dienstag im TraderFox-Index der Aktie von Magellan Midstream Partners die stärksten Zugewinne. Dabei war das US-Unternehmen, das sein Geld im Pipelinegeschäft sowie mit der Lagerung und dem Vertreib von geförderten Öl- und Gasprodukten erzielt, vom heftigen Einbruch des Ölpreises am Montag betroffen. Investoren haben hiermit auf die zu erwartenden Auswirkungen auf das Midstream-Geschäft des Unternehmens reagiert. Bisher war Magellan Midstream Partners bei einer Umsatzgröße von 2,73 Mrd. USD aber durchweg hochprofitabel. Davon zeugt neben der beachtlichen Eigenkapitalrendite von 38% auch die Gewinnmarge, die zuletzt sogar einen stattlichen Wert von 37% erreichte. Und dies spiegelte sich bei dem Öl- und Gasdienstleister vor allem auch in soliden Cashflows und Dividenden wider. Allein in den letzten 5 Jahren ist die Gewinnausschüttung jedenfalls im Schnitt um 10% gestiegen. Und in Anbetracht des jüngsten Kursrückgangs bietet die Aktie von Magellan Midstream Partners sogar wieder eine stattliche Dividendenrendite von fast 9%. Außerdem steht das Energieunternehmen bilanziell solide da und auch die langfristigen Wachstumsaussichten sind trotz niedriger Ölpreise und starkem Wettbewerb weiterhin gut. Zumal die Gesellschaft nicht vom eigentlichen Fördergeschäft abhängig ist, und rund 60% des operativen Gewinns mit veredelten Produkten aus den Pipeline und Terminalgeschäften erwirtschaftet. Und diese werden von Magellan Midstream Partners als chemische Nebenprodukte an große Industriekunden verkauft. Die Sparte selbst dürfte zwar auch weiterhin von der künftigen Öl- und Gaspreisentwicklung beeinflusst werden, das Unternehmen hat sich bisher aber vor allem in schwierigen und teils volatilen Zeiten immer als zuverlässiger Dividendenzahler bewiesen.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Im TraderFox-Index gehörte gestern auch die Amgen-Aktie mit Zuwächsen von 4,3% zu den größten Gewinnern. Am Ende schlossen die Papiere bei 206,80 USD. Der Vorstand des US-Biotechnologiekonzerns hatte für das jüngst abgelaufene 4.Quartal angesichts stärkerer Konkurrenz durch Generika und Biosimilars einen um 1% leicht niedrigeren Umsatz von 6,01 Mrd. USD vermeldet. Durch Aktienrückkäufe gelang es aber den Gewinn je Aktie im Quartal zu steigern. Das Management zog damit im gesamten Jahr 2019 immerhin 6% aller umlaufenden Aktien durch Rückkäufe ein. Für Amgen lief es zuletzt aber besonders gut für das bei Entzündungen wie Schuppenflechte und einer Form von Arthritis eingesetzte Medikament Enbrel, dessen Absatz um 2% auf 1,35 Mrd. USD anzog. Wichtige Wachstumstreiber für das Unternehmen waren zudem auch das Hormon-Präparat Parsabiv sowie die Krebsmittel Blincyto, dessen Verkäufe sich um 49% bzw. 27% erhöhten. Für 2020 wird daraufhin bei Amgen mit einem robusten Anstieg der Erlöse in einer Bandbreite von 25,00 und 25,5 Mrd. USD gerechnet. Das Management hat zudem für das letzte Jahr auch die Dividende von zuletzt 5,80 auf nunmehr 6,40 USD erhöht. Damit beträgt die Dividendenrendite der Aktie inzwischen wieder über 3,0% und übersteigt diesbezüglich sogar den üblichen Branchendurchschnitt.

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