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Von TraderFox
25. August 2021

Angesichts der Vortagsrekorde haben die US-Aktienmärkte am Dienstag kurz vor dem alljährlichen Notenbankentreffen von Jackson Hole durchgeatmet. Auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index lag am Ende mit 0,2% im Minus bei 19.720 Punkten. Chiphersteller Intel gilt dank starker Markstellung mit Gewinnmargen von 24% sowie hohen Cashflows als verlässlicher Dividendenzahler. 7 Blockbuster-Produkte sowie umfangreiche Produkt-Pipeline sorgen bei Bristol Myers Squibb derzeit für zuverlässige Dividendenausschüttungen.

Leichte Zugewinne von gut 1,1% konnte am Dienstag im TraderFox-Index die Aktie von Intel verzeichnen, am Ende schloss sie bei 53,80 USD. Zwar gilt der Halbleiterhersteller, im Gegensatz zu den meisten Technologiefirmen, ungeachtet weiterhin hoher Investitionen zu den verlässlichen Dividendenzahlern. Dennoch musste das Unternehmen zuletzt mehrere Rückschläge verkraften. So verkündete beispielsweise der iPhone-Hersteller Apple künftig seine eigenen Handychips designen zu wollen, und auch der Softwareriese und Cloudanbieter Microsoft plant die in Zukunft benötigten Halbleitersätze für seine Datencenter-Sparte in Eigenregie herzustellen. Ungeachtet dessen bleibt Intel aber mit einem weltweiten Marktanteil, bezogen auf die Umsatzgröße, von 16% im Halbleiterbereich führend, vor dem koreanischen Technologiekonglomerat Samsung, das mit 12% den 2ten Platz belegt. Die Aktie selbst hat sich auch von vielen stark gestiegenen Konkurrenten abgekoppelt, und dümpelt seit Mai auf niedrigem Niveau vor sich hin. Und das, obwohl das Unternehmen gerade in der 2020er Pandemiezeit seine Erlöse um 8% auf 78 Mrd. USD steigern konnte. Was die Intel-Papiere für Anleger aber neben dem KGV von 12 zusätzlich interessant macht, ist die gesunde Bilanz sowie die vom Management mit beständigen Aktienrückkäufen gepflegten Aktionärs-Interessen. Die adjustierte Dividendenrendite kommt folglich für die letzten 3 Jahre auf durchschnittlich fast 6,5%. Während die Aktie derzeit nur eine Kapitalrendite von rund 2,6% abwirft.

Vor allem aber die bei Intel gegenwärtig brummenden Halbleitergeschäfte, mit denen das Unternehmen nach wie vor führend bei der Herstellung von x86er CPU-Chipreihen für PCs und Laptops ist, erlauben diese Art effizienter Kapitalrückführung. Nicht umsonst konnte die Gewinnmarge in den vergangenen 3 Jahren auf rund 24% steigert werden. Auch der freie Cashflow verdoppelte sich von 10 Mrd. in 2017 auf zuletzt rund 20 Mrd. USD. Auch will der neue Vorstand bei Intel dafür sorgen, dass Investitionen wie zuletzt die angekündigten 3,5 Mrd. USD in den weltweiten Ausbau der Fertigungskapazitäten, den Chip-Spezialisten weiterhin in der ersten Liga mitspielen zu lassen. Und da immer mehr Produkte mit hochwertigen Halbleitern ausgestattet werden und angesichts der auf dem Weltmarkt derzeit zu spürenden Chipknappheit, dürften die Umsätze und Dividenden bei Intel auch in den kommenden Jahren stetig wachsen.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Kaum verändert bei 68,50 USD präsentierte sich am Dienstag im TraderFox-Index dagegen die Aktie von Bristol Myers Squibb, die damit weiterhin fast auf Jahreshoch notiert. Der amerikanische Pharmariese hat für Investoren einiges zu bieten. Nicht nur das die Umsatzzuwächse in den zurückliegenden 5 Jahren bei beachtlichen 20% lagen, das Unternehmen verfügt dabei auch über insgesamt 7 Blockbuster-Produkte. Als wichtigster Umsatztreiber gilt diesbezüglich vor allem das Krebsmedikament Revlimid, dessen Verkäufe allein im 2.Quartal gegenüber dem Vorjahr um 11% auf 3,2 Mrd. USD anzogen. Über die letzten Jahre hat sich Bristol Myers, auch durch Zukäufe, eine umfangreiche Produkt-Pipeline aufgebaut, die inzwischen über 50 verschiedene und erfolgversprechende Wirkstoffkandidaten enthält. Vom Management konnten in den ersten 6 Monaten immerhin 13 neue Produktzulassungen bzw. Erweiterungen für bestehende Arzneimittel vermeldet werden. Dank der robusten Pharmasparte mit weiteren Verkaufsschlagern wie dem Blutverdünner Eliquis und dem Mittel gegen chronische Autoimmunerkrankungen Orencia bleibt die Aktie gerade für langfristig agierende Dividendenjäger, ein interessanter Kaufkandidat.

Zumal bei Bristol Myers mit der jüngsten Ankündigung von weiter steigenden Gewinnen für 2021 auch zukünftig mit höheren Ausschüttungsquoten zu rechnen ist. Zuletzt lag sie nur bei 36%, was genügend Luft für höhere Dividendenzahlungen lässt. Das Papier lockt aber derzeit nicht nur “Growth“-Fondsmanager, sondern auch Value- und Dividendenanleger an, denn die gegenwärtig niedrige KGV-Bewertung von 8 und 2,8% Kapitalanlagerendite sprechend für sich. Bristol Myers hat seine Dividenden jedenfalls in den letzten 30 Jahren immer zuverlässig ausgeschüttet, allein für 2020 waren es trotz negativer Covid-19-Einflüsse gut 9% mehr als im Vorjahr.

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