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Von TraderFox
01. Oktober 2019

Am Montag konnten sich die US-Aktienmärkte zum Wochenauftakt von ihren Freitagsverlusten erholen. Auslöser hierfür waren leichte Entspannungssignale im US-chinesischen Handelsstreit. In diesem Umfeld legte zum Wochenauftakt auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index um 0,5% auf 16.794 Punkte zu. Hotelverwalter Hyatt peilt für 2019 bei Gewinn und Expansion in attraktive Wachstumsmärkte weiterhin Spitzenwerte an. Immobilienverwalter Columbia Property erzielt mit hochwertigen Bürogebäuden eine Gewinnmarge von 22% und kauft regelmäßig eigene Aktien zurück.

Einer der größten Tagesgewinner im TraderFox-Index war am Montag die Hyatt Hotels-Aktie, die dabei um 1,1% auf 73,65 USD anstieg. Mit Erlösen von aktuell 4,74 Mrd. USD ist der US-Hotelbetreiber eines der größten und erfolgreichsten Franchiseunternehmen im international vergleichbaren mittleren und höheren Preissegment. Das Management treibt dabei schon länger die Expansion der Marke vor allem in Europa, Afrika, Lateinamerika und Asien eindrucksvoll voran. So konnte allein für das 2.Quartal mit 12,6% erneut ein gruppenweit hohes Wachstum bei Einzelzimmern gegenüber dem Vorjahr vermeldet werden. Der starke Anstieg wurde bei Hyatt aber in erster Linie von der Übernahme des auf Hotelmanagement spezialisierten Unternehmens Two Roads Hospitality im November 2018 begünstigt. Insgesamt wurden aber weltweit 3.909 Hotelzimmer sowie 22 neue Hotels im letzten Quartal eröffnet. Das Unternehmen kommt damit auch den Jahreszielen des Vorstands näher. Für 2019 hatte dieser immerhin Zuwächse an Einzelzimmern in einer Spanne von 7,25 bis 7,75% in Aussicht gestellt, was knapp 80 neue internationale Hoteleinheiten bedeuteten würde.

Mit seinem Portfolio, in dem Hyatt aktuell weit über 850 Hotelanlagen in über 60 Ländern verwaltet, ist das Unternehmen in den zurückliegenden 5 Jahren im Schnitt um 1,5% gewachsen. Die Gewinne sind währenddessen sogar um durchschnittlich 38% gestiegen. Und aufgrund der für den laufenden Expansionskurs notwendigen Investitionen werden auch nur knapp 17% der Gewinne als Dividende ausgeschüttet. Für die Aktie ergibt sich folglich eine durchaus überschaubare Rendite von 1,0%. Viel interessanter dagegen ist die durchschnittliche adjustierte Dividendenrendite des Hoteldienstleisters. In den letzten 5 Jahren kam Hyatt hier angesichts beständiger Aktienrückkäufe auf stattliche 5,4%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Gestern zeigte sich im TraderFox-Index hingegen die Aktie von Columbia Property Trust kaum verändert bei 21,15 USD. Der Immobilien-REIT ist neben der Entwicklung und dem Kauf im Wesentlichen auf die Verwaltung qualitativ hochwertiger Bürogebäude in mehreren US-Bundesstaaten aktiv. Erst in der letzten Woche konnte das Management den Verkauf des 14-stöckigen und mit einer 1,1 Mio. m² großen Bürofläche ausgestatteten Lindbergh Centers in Atlanta für 187 Mio. USD bekannt geben. Das Bürogebäude wird noch bis Ende 2020 vom Telekomkonzern AT&T gemietet, und wurde von Columbia Property im Jahr 2008 erworben.

Unser Portfolio, das sich zu 48% in New York, zu 27 in San Francisco und zu 15% in Washington D.C. befindet, ist eines der besten unter allen Mitwerbern im höher angesetzten Bürovermietungsgeschäft, betonte der Vorstand nach dem Verkauf. Mit unseren Strategien haben wir deshalb auch inzwischen eine Belegungsquote von nunmehr 97% erreicht. Und das Geschäft an sich ist dabei hochprofitabel. Zuletzt erzielte der REIT jedenfalls eine Gewinnmarge von fast 22%. Für die Anteileigner von Columbia Property lohnt sich daher auch ein Investment. Denn das Management schüttet schon seit geraumer Zeit einen Großteil dieser Gewinne wieder aus. Aktuell liegt die Dividendenrendite dabei mit fast 4% sogar etwas über den durchschnittlichen Ausschüttungen der vergangenen Jahre. Außerdem wurden 2019 bislang eigene Aktien in einer Größenordnung zurückgekauft, die sich auf 1,3% der umlaufenden Papiere summiert.

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