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Von TraderFox
18. Dezember 2019

An der Wall Street hat am Dienstag die Aufwärtsdynamik nach den jüngsten Rekordhochs merklich nachgelassen. In diesem Umfeld zeigte sich auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index unverändert bei 17.432 Punkten. Hoteldienstleister Hyatt dürfte dank Expansionskurs in weltweit attraktive Wachstumsmärkte künftig weiterhin solide Gewinne erzielen. Netzwerkausrüster Cisco Systems liefert neue Generation an Halbleiterchips für Switch-Netzwerke aus und kommt dabei auf eine Nettomarge von 21%.

Einer der Tagesfavoriten im TraderFox-Index war am Dienstag die Hyatt Hotels-Aktie, die leicht auf 85,35 USD zulegen konnte und dabei ein neues Jahreshoch markierte. Die Papiere des amerikanischen Hotelbetreibers liegen somit seit Jahresanfang trotz konjunktureller Unsicherheiten gut 26% vorn. Mit Erlösen von zuletzt 4,88 Mrd. USD ist Hyatt eines der größten und zugleich erfolgreichsten Franchiseunternehmen im international vergleichbaren mittleren und höheren Preissegment. Und die Expansion der Marke wird vom Management auch schon länger vor allem in Europa, Afrika, Lateinamerika und Asien vorangetrieben. So wurden erst kürzlich neue Hotelanlagen in Island und Großbritannien eröffnet. Mit seinem Portfolio, in dem Hyatt aktuell insgesamt 875 Hotels in über 60 Ländern verwaltet, ist das Unternehmen in den zurückliegenden 5 Jahren im Schnitt allerdings nur um 1,5% gewachsen. Die Gewinne sind währenddessen aber um durchschnittlich 38% gestiegen. Allein im letzten Jahr gab es dabei einen weltweiten Zuwachs an Einzelzimmern von 13%. Für 2019 hatte der Vorstand jedoch nur noch einen Spanne von 7,25 bis 7,75% in Aussicht gestellt, was knapp 80 neue internationale Hoteleinheiten bedeuteten würde. Und aufgrund der für den laufenden Expansionskurs notwendigen Investitionen schüttet Hyatt auch nur rund 15% der Gewinne als Dividende aus. Folglich ergibt sich für die Aktie eine durchaus überschaubare Rendite von 0,9%. Viel interessanter ist dagegen die adjustierte Dividendenrendite des Hoteldienstleisters. In den letzten 5 Jahren kam das Unternehmen hier angesichts beständiger Aktienrückkäufe auf durchschnittliche 5,4%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Auch die Aktie von Cisco Systems war am Mittwoch im TraderFox-Index eines der stärksten Papiere und notierte dabei mit 1,0% im Plus bei 46,45 USD. Der US-Technologiekonzern und Netzwerkausrüster hat sich in den letzten Jahren mit kleineren und größeren Zukäufen gestärkt, vor allem um im schnelllebigen Technologieumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben. Zu den wichtigsten Kunden gehören dabei hauptsächlich Service Provider und Betreiber von Datenzentren, wie Microsoft und Facebook, an die zuletzt eine neue Generation an Halbleiterchips zum Betreiben von Switch-Netzwerken ausgeliefert wurde. Dabei laufen die Geschäfte für Cisco derzeit nicht ganz so rund. Im zurückliegenden Quartal ging trotz eines marginalen Umsatzanstiegs von 0,7%, der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 11% zurück. Bei der Nettomarge zeigt das Unternehmen aber ungeachtet dessen weiterhin einen Spitzenwert von 21%. Als Netzwerkzulieferer verdient das Management damit nicht nur gutes Geld, dieses wird neben Investitionen ins operative Geschäft auch in kontinuierliche Aktienrückkäufe gesteckt. So hat sich die adjustierte Dividendenrendite der vergangenen 5 Jahre auf immerhin fast 5% erhöht. Die Cisco-Aktie, die derzeit ein Bewertungs-KGV von nur 14 hat, liegt allerdings mit 7% Kursgewinn seit Jahresbeginn lediglich im Mittelfeld im Vergleich zu anderen Indexwerten. Durch den jüngsten Kursrücksetzer hat sich zudem die Dividendenrendite insgesamt etwas erhöht. Derzeit liegt sie mit 3% aber noch immer unter dem Durchschnitt der letzten Jahre, in denen sich die Anteilseigner noch über Renditen von zeitweise über 4% freuen konnten.

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