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Von TraderFox
31. Mai 2021

Angesichts solider Wirtschaftsdaten haben sich die US-Aktienmärkte am Freitag vor dem verlängerten Wochenende recht robust präsentiert. Auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index lag in diesem Umfeld am Ende mit 0,2% im Plus bei 18.965 Punkten. Robust wachsendes Pharma-Portfolio und solide Dividende (3%) machen Bristol Myers Squibb zu einem der stabilsten Unternehmen der Welt. Intel profitiert als verlässlicher Dividendenzahler von starker Markstellung bei PC- und Laptop-Ausstattungen sowie weltweit anhaltender Halbleiter-Knappheit.

Kaum verändert bei 61,55 USD zeigte sich am Freitag im TraderFox-Index die Aktie von Bristol Myers Squibb, die damit aber weiterhin in der Nähe ihres Jahreshochs notiert. Der als konservativ geltende amerikanische Pharmariese, der eine breite Palette an Medikamenten und biologischen Therapeutika entwickelt, ist in letzter Zeit relativ stark gewachsen. Allein in den zurückliegenden 5 Jahren lagen die Umsatzzuwächse bei beachtlichen 20%. Ein entscheidender Grund hierfür waren aber unter anderem die Übernahmen der Biotechunternehmen Celgene und MyoKardia, mit deren Produkt-Pipelines das eigene und bereits sehr erfolgreiche Portfolio von Bristol Myers ausgebaut werden konnte. Die Aktie lockt damit derzeit nicht nur “Growth“-Investoren an, auch Value- und Dividendenanleger können sich aufgrund der gegenwärtig niedrigen KGV-Bewertung von 8 und 3,0% Kapitalrendite für die Papiere begeistern. Wirklich attraktiv ist dabei insbesondere die beeindruckende Dividendenkontinuität des Pharmaanbieters, der in der Branche auch als sehr innovativ gilt, da sich derzeit gleich mehrere Arzneimittel-Kandidaten aus der Produktpipeline in der spätklinischen Testphase befinden.

Seit 1989 hat Bristol Myers jedenfalls ununterbrochen jedes Geschäftsjahr solide Gewinnbeteiligungen an seine Aktionäre ausgeschüttet. Allein für 2020 waren es trotz negativer Corona-Einflüsse gut 9% mehr als im Vorjahr. Für dieses Jahr hat das Management zudem auch wieder höhere Margen und die Rückkehr zu schwarzen Zahlen neben dem Schuldenabbau in Aussicht gestellt. Für langfristig agierende Dividendenjäger bleibt die Aktie dank der robusten Pharmasparte, mit Verkaufsschlagern wie dem Blutverdünner Eliquis und dem Mittel gegen chronische Autoimmunerkrankungen Orencia, ein nicht zu verachtender Kaufkandidat. Zumal mit der Ankündigung von steigenden Gewinnen für 2021 bei Bristol Myers künftig auch mit höheren Ausschüttungsquoten zu rechnen ist.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Leichte Abgaben musste am Freitag mit einem Minus von 1,0% im TraderFox-Index hingegen die Aktie von Intel verbuchen, am Ende schloss sie bei 57,15 USD. Dabei gilt der US-Halbleiterhersteller, im Gegensatz zu den meisten Technologiefirmen mittlerweile ungeachtet weiterhin hoher Investitionen zu den verlässlichen Dividendenzahlern. Aktuell liegt die Quartalsdividende zwar nur bei 0,35 USD, dafür hat sie sich aber seit 2015 in etwas verdoppelt und bring auf das Jahr gesehen eine Rendite von rund 2,4%, was bei einer Payout-Ratio von nur 30% aber noch deutlich Luft nach oben lässt. Intel selbst pflegt außerdem mit beständigen Aktienrückkäufen auch Aktionärs-Interessen, für die zum Ende des 1.Quartals noch insgesamt 7,2 Mrd. USD im Rahmen des jüngsten Rückkaufprogramms für 2021 und darüber hinaus zur Verfügung standen. Vor allem aber die gegenwärtig brummenden Halbleitergeschäfte des Unternehmens, das nach wie als weltweit führend bei der Herstellung von x86er CPU-Chipreihen für PCs und Laptops ist, erlauben diese Art effizienter Kapitalrückführung. So konnte Intel seine Gewinnmarge in den vergangenen 3 Jahren auf rund 24% steigern, bei einen recht konstantem Nettogewinn in Höhe von 19 Mrd. USD. Auch der freie Cashflow verdoppelte sich von 10 Mrd. in 2017 auf zuletzt rund 20 Mrd. USD.

Und da weltweit immer mehr Produkte mit Halbleitern ausgestattet werden, und sich auf dem Weltmarkt in Folge der Corona-Nachfrage-Verschiebung derzeit auch eine enorme Chipknappheit ergeben hat, dürften die Umsätze bei dem Technologie-Unternehmen auch in den kommenden Jahren beständig wachsen. Intel investiert gerade auch 20 Mrd. USD in neue Fabrikkapazitäten unter anderem in Arizona, das Management erwartet aber eine etwaige Produktions-Nachfrage-Balance erst in ungefähr 2 Jahren. Für diese Zeit ist der Halbleiter-Spezialist also bestens positioniert, und auch die Aktie bleibt mit einem KGV von 13 weiter recht billig. Was die Papiere für Anleger aber zusätzlich interessant macht, ist die gesunde Bilanz sowie die adjustierte Dividendenrendite, die sich in den letzten 3 Jahren auf durchschnittlich 6,5% belief.

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