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Von TraderFox
23. Januar 2020

Am Mittwoch haben die US-Börsen nach den erneuten Rekorden der Vortage mehrheitlich stagniert. In diesem Markumfeld konnte aber der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index leicht auf 18.037 Punkte zulegen. Finanzdienstleister Ally Financial wächst mit Autoversicherung sowie Investmentkonten und bietet zudem erstklassische Wachstumsaussichten. Bankhaus JPMorgan Chase erzielt mit seinen Kerngeschäften eine Marge von 39% und profitiert vom derzeitigen Hypothekenboom.

Einen der größten Tagesgewinne verzeichnete am Mittwoch im TraderFox-Index mit einem kräftigen Plus von 6,7% die Aktie von Ally Financial. Am Ende ging sie bei 32,30 USD aus dem Handel. Gestern hatte der digitale Finanzdienstleister seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 vorgelegt, und dabei mehr als überzeugt. Das Unternehmen, das vor allem innovative und auf Kunden zugeschnittene Banken- und Versicherungslösungen anbietet, könnte im vergangenen Jahr seine Erlöse um 10% auf 6,4 Mrd. USD steigern. Während die Prämieneinnahmen sogar um 12% auf 1,31 Mrd. zulegen konnten. Stärkster Wachstumstreiber bei Ally Financial war dabei neben der Autoversicherungssparte, für die sich in den letzten 12 Monaten rund 12,4 Mio. Fahrzeugbesitzer beworben haben auch die Investmentsparte, deren Kontenanzahl letztlich um beachtliche 15% wuchs. Zum Jahresende verfügte das Finanzinstitut somit über Kapitalanlagen in Höhe von 180,6 Mrd. USD. Zudem lag die Gewinnmarge über das Gesamtjahr gesehen mit 16% überdurchschnittlich hoch. Was Investoren aber besonders freuen dürfte ist, dass 2019 durch Ally Financial insgesamt knapp 1,3 Mrd. USD an die Aktionäre in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen zurückgeflossen sind, und damit 12% mehr als im Jahr zuvor. Allein im 4.Quartal wurden vom Management eigene Papiere im Wert von 299 Mio. eingezogen. Die Aktie bietet damit zwar nur eine überschaubare Dividendenrendite von 2,3%, die adjustierte Rendite der letzten 3 Jahre lag aber bei immerhin stattlichen 9,5%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Nach dem beeindruckendem Kursverlauf der vergangenen Monate notierte im TraderFox-Index gestern die JPMorgan Chase-Aktie kaum verändert und schloss bei 136,70 Euro. Das amerikanische und traditionsreiche Bankhaus hat sich in den letzten Jahren immer mehr auf nur noch vier Kernbereiche fokussiert. Neben dem reinen Bankgeschäft, verdient das Unternehmen einen Großteil seiner Einnahmen im Investmentbanking und bietet zudem externen Kunden auch Asset & Wealth Management an. Und in allen Sparten von

JPMorgan Chase läuft es derzeit rund, immerhin konnte der Umsatz in den letzten 5 Jahren schon im Schnitt um 8% gesteigert werden. Auch der jüngste Q4-Bericht zeigte nicht anderes. Das Management konnte dabei einen Anstieg der Erlöse um 9% auf 28,3 Mrd. USD und ein Gewinnplus von 14% vermelden. Entscheidend hierbei waren vor allem die gestiegenen Gebühreneinnahmen aus Hypothekenfinanzierungen (+112%) sowie boomende Anleihe-Geschäfte (+86%) rund um den Globus. JPMorgan Chase ist dabei angesichts schlanker Strukturen und Kosteneffizienz mit einer Nettomarge von 39% außerordentlich profitabel. Letztlich schüttet das Finanzinstitut aber generell nur rund 30% seiner Gewinne an die Anteileigner aus. Dennoch liegt die Dividende bei 3,60 USD und bringt damit gegenwärtig eine Rendite von nur 2,6%. Viel interessanter dagegen ist die adjustierte Dividendenrendite der zurückliegenden Geschäftsjahre, die sich auf durchschnittlich 5,7% beläuft.

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