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Von TraderFox
08. November 2019

Am Donnerstag hat der Optimismus bezüglich einer Reduzierung der amerikanisch-chinesischen Strafzölle die US-Aktienmärkte auf Rekordstände getrieben. In diesem Marktumfeld verzeichnete der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ebenfalls leichte Zugewinne und schloss nur knapp unter seinem Höchststand bei 16.969 Punkten. US-Autozulieferer Allison verkündet Übernahme von zwei Partnerfirmen und kauft beständig eigene Aktien zurück. Citrix Systems wächst dank breitem Kundenstamm sowie laufender Transformation und kommt auf zweistellige adjustierte Dividendenrenditen.

Im TraderFox-Index gehörte am Donnerstag die Allison Transmission Holdings-Aktie mit Zuwächsen von über 2% zu den stärksten Gewinnern. Am Ende schlossen die Papiere bei 45,98 USD. Mit zuletzt erzielten Erlösen von 2,75 Mrd. USD und der Spezialisierung auf Busse sowie mittelschwere und schwere LKWs bzw. Traktoren ist der amerikanische Autozulieferer einer der größten der Branche. Erst kürzlich übernahm die Gesellschaft für zusammen 103 Mio. USD mit dem Aluminiumzulieferer Walker Die Casting und dem Werkzeughersteller C&R Tool and Engineering zwei bisherige Partnerfirmen, die nun in die Unternehmensgruppe integriert werden sollen. Beide werden dem Management zufolge ihre Fertigungswerke nun unter Allison führen, aber dennoch weiterhin in ihren Märken aktiv sein. Der Zulieferer selbst ist dabei sehr profitabel und kommt derzeit auf eine stattliche Nettomarge von fast 24%. Allerdings macht die gegenwärtige Krise der weltweiten Autobranche auch vor dem Unternehmen nicht halt. Allein im letzten Quartal waren die Umsätze um 4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum jedenfalls rückläufig. Dafür lag das Wachstum bei Allison während der vergangenen 5 Jahre im Schnitt bei über 7%. Und auch die Gewinne zogen währenddessen um ausgesprochen dynamische 34% an. Trotz dieser Zahlen und der einträglichen Geschäfte schüttet das Management nur 11% der Gewinne an seine Anteilseigner aus. Somit ergibt sich für die Aktie derzeit nur eine Rendite von 1,3%. Die adjustierte Dividendenrendite war dagegen mit zuletzt durchschnittlich 7,6% (5 Jahre) dank beständiger Aktienrückkäufe deutlich höher.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Ebenfalls leicht im Plus bei 110,10 USD zeigte sich dagegen gestern im TraderFox-Index die Aktie von Citrix Systems. Die US-Technologiefirma hat sich über die Jahre als führender Anbieter auf Virtualisierung-Lösungen und Netzwerktechnik sowie Cloud-Technologien spezialisiert. Neben den Produkten für Application-Server sorgen dabei vor allem die Softwareanwendungen von Citrix dafür, das Inkompatibilitäten zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen und Infrastrukturen überwunden werden können. Weltweit nutzen mittlerweile weit über 400.000 Unternehmen die angebotenen Lösungen des IT-Spezialisten. Dabei war das Wachstum in den zurückliegenden 5 Jahren mit im Schnitt nur 1% teilweise deutlichen Schwankungen ausgesetzt, dafür kletterten aber die Gewinne mit durchschnittlich 16% umso kräftiger. Citrix selbst ist mit seinen Produktangeboten jedoch teils enormer Konkurrenz ausgesetzt, das Management ist aber dennoch bekannt dafür, Wettbewerbern immer in Stück voraus zu sein. So auch bei der jüngst verkündeten Zusammenarbeit mit Microsoft. Dabei sollen die Ingenieure des IT-Dienstleisters für den Softwareriesen zunächst eine umfassende “Desktop as a Service”-Anwendung entwickeln.

Partnerschaften wie diese sorgen für einen beständigen technologischen Transformationsprozess, den Citrix für den Ausbau seiner Geschäfte nutzt. Der Subscription-Umsatz des Unternehmens, der hauptsächlich über Mietsoftware generiert wird, machte im letzten Quartal immerhin einen Umsatzsprung von 41%. Das Management kauft mit dem erwirtschafteten Cashflow jedenfalls auch regelmäßig eigene Aktien zurück und schüttet eine Quartalsdividende aus. Für ein Technologieunternehmen ist die derzeitige Kapitalrendite von nur 1,2% eher typisch, viel aussagkräftiger ist hingegen die adjustierte Dividendenrendite. Und die lag bei Citrix in den zurückliegenden 5 Jahren im Schnitt bei außerordentlichen 13,2%.

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