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Von TraderFox
01. Oktober 2018

Trotz der sich wieder aufhellenden Stimmung aufgrund der Einigung beim Freihandelsabkommen NAFTA zeigt sich heute der QIX Dividenden Europa Index kaum verändert. Nach dem zuletzt markierten Monatshoch notiert damit am Nachmittag bei 10.025 Punkten. Allianz sieht sich bei Zielen für 2018 auf Kurs und strebt im kommenden Jahr insgesamt einen höheren Gewinn an. Legal & General übernimmt Betriebsrentensystem von British Airways mit fast 22.000 Pensionären und erwartet weitere starke Zukäufe von Policen.

Leichte Kurszuwächse auf derzeit 193,15 Euro verzeichnet heute im Dividenden-Index die Aktie der Allianz. Der Münchener Versicherer scheint mit seinen globalen Geschäften weiter auf Kurs zu sein. Wir sind gut unterwegs, sagte der Finanzvorstand am Wochenende der Börsen-Zeitung mit Blick auf das laufende Jahr. Das zu Ende gehende 3.Quartal sollte konsistent mit den Vorquartalen sein. Die Allianz hatte für das erste Halbjahr einen operativen Gewinn von 5,8 Mrd. Euro vermeldet, damit stehen die Chancen insgesamt gut wie geplant bis zum Jahresende 11,1 bis 11,6 Mrd. zu erzielen. Für 2019 hofft der Manager dann wieder auf eine Gewinnsteigerung. Ich erwarte, dass wir ganz langweilig sind und auf Erfolgskurs bleiben. Die Zahlen im Jahr 2019 sollten besser sein als im Jahr 2018. Aufgrund hoher Gesamtschäden hatte der Gewinn der Allianz im letzten Jahr nur stagniert. Ende November indes will der Konzern auf einem Kapitalmarkttag die finanziellen und operativen Ziele für die nächsten Jahre vorstellen. Der Finanzchef ließ aber zunächst offen, ob die Allianz ihr Ziel für die Eigenkapitalrendite höher schrauben werde. Die Rendite von 13% ist für die Investoren mehr als in Ordnung. Wachstumschancen sieht er dagegen auch durch Übernahmen vor allem in der Sachversicherung in Asien. Aber es gibt in der Region keinen großen Sachversicherer, dessen Kauf auf einem Schlag einen breiten Marktauftritt ermöglichen würde, so der Manager. Übernahmen seien für die Allianz nicht notwendig. Aber könnten natürlich helfen. Kaufpreise bis zu 10 Mrd. Euro könne der Versicherer auch ohne eine Kapitalerhöhung stemmen.

Derweil waren für die Aktionäre der Allianz die vergangenen Jahre angesichts der gestiegenen Gewinnausschüttungen ausgesprochen einträglich. Immerhin hatte Europas größter Versicherer die Dividende in den letzten 9 Jahren deutlich erhöht. Erst im Mai wurden insgesamt 8,00 Euro für 2017 ausgezahlt, und damit 0,40 Euro mehr als im Jahr zuvor. Lag die Dividende für das Jahr 2008 noch bei 3,50 Euro, so hat Management sie bis heute mehr als verdoppelt. Alle Anleger der Allianz konnten sich dabei über eine Kapitalrendite von im Schnitt 4,8% freuen. Basierend auf dem derzeitigen Kurs ergibt zwar immer noch eine stattliche Rendite von 4,1%, diese liegt aber etwas unter dem Durchschnitt der letzten Jahre.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Nach der jüngsten Kurserholung notiert die Aktie der Legal & General Group heute im Dividenden-Index wieder leicht im Plus bei 2,96 Euro. Der britische Finanzdienstleister konnte in der vergangenen Woche den Abschluss der Übernahme von British Airways Betriebsrentensystem (Airways Pension Scheme) für 4,4 Mrd. GBP (4,9 Mrd. Euro) vermelden. Die Pensionskasse betreue die Altersversorgung von fast 22.000 Pensionären, teilte Legal & General mit. Zudem sei es die bisher größte Transaktion eines britischen Altersversorgungssystems bei dem langlaufende Versicherungen in neue Rentenpläne umgewandelt werden. Der Vermögensverwalter rechnet darüber hinaus im 2.Halbjahr mit neuen Rekordwerten beim Geschäft mit britischen Rentenverträgen auf dem Risikotransfermarkt. Innerhalb der nächsten Monate dürfte es laut Legal & General hierzu einige bedeutende Geschäftsabschlüsse zu vermelden geben. Wir haben derzeit aktive Anfragen zu Übernahmen von Policen in Höhe von über 27 Mrd. GBP (30 Mrd. Euro), erklärte der Vorstand. Dies zeige die große Nachfrage nach Versicherungen, da Pensionsfonds und Konzerne mehr Sicherheit suchen oder sich teilweise von Altlasten trennen wollen. Legal & General hatte schon 2017 seine Geschäfte mit Investments in ausgelagerte Vermögenswerte wie ruhende Lebensversicherungsbestände kräftig ausgebaut. Letztlich stimmte das Management nach dem Rekordjahr auch einer Anhebung der Dividende von 0,14 auf 0,15 GBP (0,17 Euro) zu. Für alle Aktionäre war dies immerhin die insgesamt sechste höhere Gewinnausschüttung in Folge.

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