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Von TraderFox
31. Januar 2019

In Anbetracht des immer noch äußerst breit aufgestellten Konzernportfolios zählt Siemens mit zu den stabilsten Industrieunternehmen überhaupt. Dabei erzielt das Qualitätsunternehmen schon seit etlichen Jahren operativ neben der EBIT-Marge von über 10% auch eine ordentliche Eigenkapitalrendite. Derweil ist die Bewertung der Aktie auf dem gegenwärtigen Kursniveau mit einem KGV von 13 weiterhin nur als moderat zu bezeichnen. Angesichts der jüngsten Dividendenaufstockung erreicht die Kapitalrendite zudem fast 4%.

Mit einen Jahresumsatz von 83 Mrd. Euro gehört Siemens zu den weltweit führenden Industrie- und Technologiekonzernen. Dabei entwickelt und vertreibt das Unternehmen vor allem Produkte und Dienstleistungen für das Produktions- und Transportwesen, für Gebäudetechnik und Energieverteiler, die Gas- und Ölindustrie sowie die städtische Infrastruktur. Darüber hinaus ist Siemens auch ein führender Produzent in der Energie- und Automatisierungstechnik sowie der Prozessleittechnik für Kraftwerke. Letztlich bedient der Münchner Konzern mit seinen Produkten insbesondere Großunternehmen aus der Industrie sowie der Energie- und Gesundheitsbranche. Über Zukäufe und Fusionen hat sich Siemens dabei in den vergangenen Jahren konsolidiert und besitzt daher weltweit bedeutende Beteiligungen wie an dem spanischen Windkraftanlagenbauer Gamesa. Auch das konzerneigene Medizintechnikgeschäft wurde im April 2018 als eigenständige Unternehmenssparte unter dem Namen Siemens Healthineers an die Börse gebracht.

Automatisierungsparte und Softwaregeschäft bleiben Wachstumstreiber

Der Siemens-Konzern hat in dieser Woche nur durchwachsene Ergebnisse für die Geschäfte des 1.Quartals von Oktober bis Dezember vorgelegt. Zwar stieg dabei der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1% auf 20,1 Mrd. Euro, für viele Analysten war das aber eher enttäuschend. Das operative Ergebnis der Industriegeschäfte lag mit knapp 2,1 Mrd. Euro gut 6% Prozent unter Vorjahr. Auch die Marge steht aktuell unterhalb des angepeilten Korridors von 11 bis 12% bei 10,6%. Die beste Nachricht von Siemens war aber der insgesamt starke Auftragseingang. Dank Großaufträgen etwa in der Bahntechniksparte kletterten die Orders um immerhin 12% auf 25,2 Mrd. Euro. Auch in der Automatisierungsparte Digital Factory, noch vor der Medizintechnik der größte Gewinnbringer des Unternehmens im Quartal, läuft es weiterhin rund. Allerdings sind die Aussichten wegen des konjunkturellen Umfelds nicht mehr ganz so glänzend. Einer der größten Kunden der Sparte ist die Automobilindustrie. Eine schwächere Nachfrage sei in manchen Bereichen zu erwarten, sagte der Siemens-Vorstand. Das Softwaregeschäft soll aber weiter dynamisch laufen. Immerhin will der Chef den Konzern mit der neuen Strategie "Vision 2020+" ab April auch deshalb flexibler aufstellen und allen Bereichen, weitgehende Selbstständigkeit einräumen.

Es gibt aber auch Kritik an der bisherigen Geschäftspolitik. Zwar habe die Abspaltung und der erfolgreiche Börsengang der Medizintechniksparte Geld in die Kassen des Konzerns gespült, bislang aber für Siemens-Aktionäre noch keinen rechten Wert geschaffen, kritisierte zuletzt ein Fondsmanager. Dennoch haben die Anteilseigner durchaus Grund zur Freude. Schließlich hat Siemens die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr zum fünften Mal in Folge auf 3,80 Euro erhöht. Und zudem bestätigte das Unternehmen seine Prognose bis Ende September, wonach der Umsatz moderat steigen soll.

Moderate Bewertung und 4% Rendite

In Anbetracht des immer noch äußerst breit aufgestellten Konzernportfolios zählt Siemens mit zu den stabilsten Industrieunternehmen überhaupt. Dabei erzielt das Qualitätsunternehmen schon seit etlichen Jahren operativ neben der EBIT-Marge von über 10% auch eine ordentliche Eigenkapitalrendite. Aktuell liegt sie bei 13%. Derweil ist die Bewertung der Aktie auf dem gegenwärtigen Kursniveau mit einem KGV von 13 weiterhin nur als moderat zu bezeichnen. Angesichts der jüngsten Dividendenaufstockung erreicht die Kapitalrendite zudem nunmehr fast 4%. Siemens überzeugt dabei schon länger mit seiner nachhaltigen Politik. Jedenfalls wurde die Dividende seit 2007 beständig von 1,60 Euro auf nun 3,80 Euro angehoben. Das Management indes hat damit die Ausschüttung allein in den letzten 5 Jahren letztlich um knapp 24% erhöht.

Die Siemens-Aktie befindet sich im Qualitäts-Auswahlindex QIX Deutschland. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

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