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Von TraderFox
20. November 2019

Die unerwartete Androhung höherer Strafzölle durch den US-Präsidenten gegenüber China drückt am Mittwoch beim QIX Deutschland auf die Stimmung. Daraufhin fällt der Index am Nachmittag letztlich um 0,6% auf 13.930 Punkte. Fraport darf Flughafen-Entgelte für den Standort Frankfurt erhöhen und bekommt Kaufempfehlung von der Deutschen Bank. Vorstand der Software AG verspricht Investoren mit der Transformationsstrategie “Helix“ neue Umsatzströme sowie die Fokussierung auf Innovationen.

Einer der gestrigen Gewinner im Qualitäts-Index war die Fraport-Aktie. Und auch am Mittwoch zeigt sie sich gegenüber dem Gesamtmarkt robust und legt dabei leicht auf 77,85 Euro zu. Der Flughafenbetreiber hat für seinen Frankfurter Airport vom zuständigen Verkehrsministerium grünes Licht für die neue Entgeltordnung erhalten. Man setze finanzielle Anreize, um die Lärmbelastung in Frankfurt und der Umgebung zu reduzieren, erklärte das Unternehmen. Fluggesellschaften, die lautere Flugmaschinen einsetzen und in den Nachtrandstunden zwischen 5 und 6 Uhr und zwischen 22 und 23 Uhr fliegen oder nach 23 Uhr landen, werden künftig höhere Entgelte zahlen, so Fraport weiter. Flugunternehmen, die dagegen leisere Maschinen einsetzen, würden finanzielle Vorteile erhalten. Die neuen Preise sollen ab Anfang des kommenden Jahres gelten. Zudem hatte sich die Deutsche Bank in dieser Woche zuversichtlich bezüglich der Geschäfte des Reise- und Transportdienstleisters für das Gesamtjahres gezeigt, und neben den Gewinnschätzungen auch das Kursziel auf 84 Euro erhöht. Vor allem aber dank Fraports Auslandsflughäfen kletterte jedenfalls zuletzt das zu bewältigende Passagieraufkommen. Allein von Januar bis Oktober stieg es gegenüber dem Vorjahr um solide 2,2%. Gleichzeitig legte auch der Umsatz der Frankfurter im gewohnt reisestarken 3.Quartal mit Plus 5% auf 1,07 Mrd. Euro deutlicher zu als erwartet.

Und ungeachtet ausgedünnter Winterflugpläne einiger Airlines für das Frankfurter Luftfahrt-Drehkreuz hält das Management auch an der bisherigen Gewinnprognose für 2019 fest. Im laufenden Geschäftsjahr könnte damit der operative Gewinn des Unternehmens wie geplant auf etwa 1,16 bis 1,195 Mrd. Euro steigen. Die aktuellen Gewinnschätzungen je Aktie für den gesamten Fraport-Konzern liegen jedenfalls derzeit bei 4,59 Euro für 2019 und 4,97 Euro für das kommende Geschäftsjahr. Das 2020er KGV der Aktie liegt damit bei überschaubaren 16. Dazu bieten die Papiere eine Dividendenrendite von 2,6%. Neben der hohen EBIT-Marge von 21% beeindruckt der Flughafenbetreiber außerdem mit einer ordentlichen Gewinnmarge von 13%. Das sind solide fundamentale Werte und die Aktie erfüllt damit wichtige Kriterien im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Im Qualitäts-Index verzeichnete gestern auch die Software AG-Aktie deutliche Zugewinne, heute allerdings notiert sie leicht im Minus bei aktuell 30,50 Euro. Der jüngst starke Kursanstieg der Aktie ist vor allem dem sich immer deutlicher abzeichnenden Geschäfts-Turnaround des Software-Dienstleisters zu verdanken. Denn trotz anhaltender Neustrukturierung legten die Erlöse im 3.Quartal überraschend um 5% auf 224 Mio. Euro zu. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, betonte dabei der Software AG-Vorstand. Aber ein starkes Wachstum der wiederkehrenden Umsätze, die Verfügbarkeit von Cloud-Versionen aller wichtigen Produkte, die Dynamik bei der Akquise von Neukunden und die Stabilisierung unseres Nordamerika-Geschäfts zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zudem hatte der Manager bei dem “Roadshow“-Termin am 7.November in London die weiteren Zukunftspläne des führenden Software-Anbieters für digitale Geschäftsplattformen vorgestellt. Bei dem Treffen mit Investoren verwies er darauf, mit der Transformationsstrategie “Helix“ einen Plan entwickelt zu haben, um die Software AG über die nächsten 5 Jahre mittelfristig zu stärken.



Dabei wolle das Management in erster Linie die Qualität der Erlöse verbessern, indem vermehrt wiederkehrende und damit vorhersehbarere Umsatzströme generieren werden. Auch die Fokussierung auf Produktinnovationen und wie schnell diese auf den Markt gebracht werden können, habe bei dem Unternehmen inzwischen oberste Priorität. Dem Vorstand zufolge konnten den Kunden bereits im 2. Quartal zwei neue Produkte vorgestellt werden, und auch die Entwicklungsabläufe hätten sich dabei um 40% beschleunigt. Die Aktie der Software AG bleibt daher mit einem KGV von 15 sowie der derzeitigen Dividendenrendite von 2,6% ungeachtet der zuletzt enormen Gewinne ein aussichtreicher Kaufkandidat.

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