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Von TraderFox
26. November 2019

Trotz anhaltend positiver Nachrichten bezüglich des US-chinesischen Handelsstreits und der guten Stimmung am US-Aktienmärkt fehlen dem QIX Deutschland am Dienstag neue Impulse. Folglich notiert der Index am Nachmittag kaum verändert bei 14.075 Punkten. Expansion und boomende Konzertveranstaltungen treiben Geschäfte bei CTS EVENTIM in den ersten 9 Monaten kräftig an. Autozulieferer HELLA stößt seine Relaissparte ab und will sich künftig auf Elektromobilität und Autonomes Fahren konzentrieren.

Nach dem starken Kursanstieg der Vorwochen legt die Aktie von CTS EVENTIM auch heute wieder im Qualitäts-Index um 1,1% zu und steht damit aktuell bei 55,25 Euro. Die Geschäfte des Ticketanbieters und Konzertveranstalters laufen weiterhin prächtig. Allein für die ersten 9 Monate konnte das Management am vergangenen Donnerstag einen Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr um fast 17% auf 1,07 Mrd. Euro vermelden. Beigetragen haben zu dieser herausragenden Entwicklungen sowohl die Ticketing- als auch die Live-Entertainment-Sparte der EVENTIM-Gruppe. Wobei vor allem das Konzertveranstaltungsgeschäft mit einem Wachstum von 19% auf 781,4 Mio. Euro einmal mehr herausragte. Über die Webshops des Unternehmens wurden dabei von Januar bis Ende September insgesamt 36,8 Mio. Eintrittskarten verkauft, was einem Zuwachs von 9,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Folglich zog auch der gruppenweite operative Gewinn (EBITDA) dynamisch um 26,5% auf 177 Mio. Euro an. Der Vorstand von CTS EVENTIM bestätigte bei Vorlage der Zahlen zudem auch seine Prognose für das Gesamtjahr, die weiterhin steigende Umsätze und Gewinne erwarten lässt.

Mit seinem erfolgreichen Geschäftsmodell hat der Ticketvermarkter damit seine bereits starke europäische Marktposition erneut deutlich ausbauen können. Entscheidend hierfür waren neben strategischen Zukäufen auch die weiter zunehmenden Ticketverkäufe über die firmeneigenen Online-Plattformen. CTS EVENTIM hatte diesen Trend rechtzeitig erkannt und sich in diesem Bereich auch entsprechend früh positioniert. Eine weitere Entwicklung, die durchaus als geschäftsfördernd anzusehen ist, ist die steigende Bedeutung von Konzerten als Einnahmequelle für viele Künstler. Dank der cleveren Ausrichtung auf diese Geschäfte glänzt die Unternehmensgruppe aber nicht nur mit überdurchschnittlichen hohen Wachstumsraten, auch die operativen Kennzahlen sind stark. Dabei konnte CTS EVENTIM allein in den letzten 5 Jahren ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 15% erzielen. Bemerkenswert sind darüber hinaus die hohe EBIT-Marge von 16% sowie die solide Eigenkapitalrendite von 25 %. Beste Voraussetzungen also für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Leichte Zugewinne auf 49,05 Euro kann heute im Qualitäts-Index auch die Aktie von HELLA verzeichnen. Der Automobilzulieferer will sein Kerngeschäft, das im Wesentlichen auf Fahrzeugelektronik und Lichtsysteme ausgerichtet ist, effizienter gestalten und verstärkt auf zukunftsträchtige Bereiche ausrichten. Zu diesem Zweck wurde vom Management jüngst beschlossen, das unternehmenseigene Relaisgeschäft an die chinesische Hongfa-Gesellschaft zu veräußern. Mit der Relaissparte hatte HELLA im letzten Jahr allerdings nur einen Umsatz von 43 Mio. Euro erzielt, bei Gesamterlösen von 6,99 Mrd. Euro. Der chinesische Käufer ist ebenfalls im Relaisgeschäft tätig und übernimmt zugleich auch die beiden Tochterunternehmen des Zulieferers, die mit eigenen Entwicklungs- und Fertigungsaktivitäten in China präsent sind. Für die Vermögenswerte haben beide Unternehmen als Kaufpreis 10 Mio. Euro veranschlagt, rund 280 Mitarbeiter sollen zudem bis zum Jahresende zu Hongfa wechseln.

HELLA selbst will sich zukünftig mehr auf die Themen Elektromobilität und Autonomes Fahren fokussieren. Die Strategie des Konzerns, die Geschäftstätigkeit entsprechend auszurichten, sollte sich aber mittelfristig auszahlen. Zumal die weltweiten Produktionskapazitäten der Automobilhersteller für Elektroautos in den kommenden Jahren massiv gesteigert werden dürften. Die diesbezüglichen Investitionsentscheidungen muss der Vorstand von HELLA aber trotz der gegenwärtigen Branchenschwäche, ausgelöst durch den Brexit und diverse Handelskonflikte dennoch klug abwägen. Vor allem die derzeitigen Wachstumsprobleme könnten mit diesem Schritt zügig überwunden werden. Für 2019 wird aber zunächst von Unternehmensseite eine Umsatzspanne von 6,5 bis 7 Mrd. Euro und auch eine Nettogewinnmarge von rund 10% angepeilt.

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