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Von TraderFox
26. September 2019

Nach der dreitägigen Verluststrecke haben die Aussichten auf neue Verhandlungsgespräche im US-chinesischen Handelsstreit dem QIX Deutschland am Donnerstag wieder Auftrieb verliehen. Dabei klettert der Index bis zum Nachmittag um 0,3% auf 12.995 Punkte. Continental will derzeitiger Branchenkrise bis Ende 2023 mit Umbauprogramm und Kostensenkungen trotzen. FUCHS PETROLUB baut im Zuge seiner Wachstumsinitiative das Türkei-Geschäft mit der Eröffnung eines hochmodernem Schmierstoffwerk aus.

Die sich immer stärker anbahnende Neuausrichtung kann am Donnerstag im Qualitäts-Index die Continental-Aktie beflügeln. Dabei steigt sie um 1,2% auf 118,30 Euro. Der Autozulieferer, der die derzeit kriselnde Autoindustrie immer deutlicher zu spüren bekommt, will sich mit einem weitreichenden Umbauprogramm gegen die aufziehende Branchenkrise stemmen. Bis Ende 2023 seien weltweit 15.000 Stellen von Veränderungen betroffen, davon 5.000 in Deutschland, teilte Conti am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung in Hannover mit. Mit diesen Maßnahmen und über mögliche Teilverkäufe will das Unternehmen die jährlichen Kosten ab 2023 um rund 500 Mio. Euro senken. Letztlich dürfte der Umbau insgesamt rund 1,1 Mrd. Euro kosten, der Großteil davon in den Jahren 2019 bis 2022. Im Gegenzug würden dem Management zufolge in Bereichen wie der Softwareentwicklung aber neue Arbeitsplätze in hoher Zahl entstehen. Zudem soll auch die Weiterbildung der Mitarbeiter angeschoben werden. Mit dem Strukturumbau und der Strategie für das Jahr 2030 sei Conti gut auf den Wandel in der Branche vorbereitet, kommentierte der Vorstand die Pläne. Wir gehen darüber hinaus mit unserem Strukturprogramm die sich abzeichnende Krise in der Autoindustrie offensiv an und werden wie vor 10 Jahren aus ihr ein weiteres Mal gestärkt hervorgehen, so der Manager. Über Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern will der Reifenhersteller dann im späteren Jahresverlauf Jahr berichten. Auch betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausschließen.

In Anbetracht der laufenden Umstrukturierung und der weiterhin günstigen Bewertung hat die Continental-Aktie auch weiterhin enormes Erholungspotenzial. Das 2020er KGV der Qualitätsaktie liegt dabei nur bei 10. Und auch die gegenwärtige Dividendenrendite von 4,0% ist keinesfalls zu verachten. Mit der Eigenkapitalquote von 41% und einer starken Eigenkapitalrendite von 19% ist die Gesellschaft zudem operativ bestens aufgestellt. Die Aktie selbst erfüllt damit auch wichtige Kriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Mit einem Kursplus von 1,0% auf 33,30 Euro ist heute auch die Aktie von FUCHS PETROLUB einer der Gewinner im Qualitäts-Index. Der Hersteller von Qualitätsschmierstoffen hatte erst jüngst vermeldet, die Produktion im neuen Werk am Standort Aliaga in der türkischen Provinz Izmir aufgenommen zu haben. In die Fabrik, die als Joint Venture unter dem Namen OPET FUCHS von FUCHS PETROLUB und OPET Petrolcülük betrieben wird, flossen dabei Investitionen in Höhe von insgesamt 24 Mio. Euro. Damit wurde letztlich eines der modernsten Schmierstoffwerke der Türkei mit einer Produktionskapazität von jährlich 60.000 Tonnen eröffnet. Mit seinen fortschrittlichen Verfahrenstechnologien und modernen Automatisierungssystemen ist das neue Werk perfekt auf die Kundenbedürfnisse und Produktionsanforderungen in der Türkei abgestimmt, sagte der Vorstand von FUCHS PETROLUB während der Eröffnung. Es ist Teil unserer globalen Wachstumsinitiative, mit der wir in bestehende und neue Anlagen investieren, um unsere Kapazität mithilfe fortschrittlicher Technologien auszubauen.

Dabei spürte der Schmierstoffproduzent allerdings schon im 1.Halbjahr die derzeitige wirtschaftliche Eintrübung, die zu einem leicht rückläufigen Umsatz sowie einem spürbaren Ergebniseinbruch führte. Zwar hatten sich im Rahmen der laufenden Investitionsoffensive, mit der die Grundlage für künftiges Wachstum geschaffen werden soll, die Herstellkosten insgesamt erhöht. Die gegenwärtige Marktschwäche, die insbesondere das Geschäft von FUCHS PETROLUB mit der Automobilindustrie betrifft, hat aber mittlerweile alle wichtigen Absatzregionen erfasst. Und da sich voraussichtlich auch für den Rest des Geschäftsjahres 2019 keine Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds abzeichnet, musste der Vorstand folglich zuletzt sogar den Ausblick nach unten anpassen.

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