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Von TraderFox
13. September 2018

In der eher zyklischen Branche zählt BASF angesichts des durchaus breit aufgestellten Portfolios mit zu den stabilsten Unternehmen überhaupt. Derzeit notiert die Aktie aber nur mit einem 2019er KGV im Bereich von 11. Mit der jüngsten Dividendenanhebung werden die Anteilseigner dafür umso mehr mit einer Rendite von fast 4,0% verwöhnt. Aber auch mit seiner EBIT-Marge und einer überdurchschnittlichen Eigenkaptalrendite kann das Qualitätsunternehmen überzeugen.

Mit einen Jahresumsatz von 64,5 Mrd. Euro gehört BASF mit zu den weltweit führenden Chemieunternehmen. Dabei reicht das Produkt-Portfolio von hochveredelten Chemikalien über technische Kunststoffe bis hin zu Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln. Aber auch im Öl- und Gasgeschäft ist BASF stark präsent. Die Haupt- und Vorprodukte des Unternehmens finden vor allem bei der Herstellung von Farben und Lacken Verwendung sowie bei Papierprodukten und Hygieneartikeln. Ferner werden sie in einer Vielzahl von Kraft-, Kunst- und Schmierstoffen verarbeitet sowie auch in Pestiziden. Außerdem kommen sie verstärkt in der Halbleiterbranche und der industriellen Wasseraufbereitung zum Einsatz. Mit seinen teils hochinnovativen Produkten bedient BASF nahezu alle Branchen und hat sich dabei zum Ziel gesetzt, wirtschaftlichen Erfolg mit Umweltschutz und gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden.

Fusion der Öl- und Gastochter mit Dea steht kurz bevor


In die von BASF schon Ende 2017 angekündigte Fusion von Wintershall, der Öl- und Gastochter, mit der früheren RWE-Sparte Dea kommt jetzt offenbar Bewegung. Mit dem Zusammenschluss könne im kommenden Monat gerechnet werden, sagte kürzlich die Dea-Chefin im norwegischen Stavanger der Nachrichtenagentur Reuters. Der Prozess mache Fortschritte. Er sei aber komplex und braucht deshalb seine Zeit. Auch ist mit den notwendigen behördlichen Zustimmungen der Managerin zufolge innerhalb von 6 Monaten nach Unterzeichnung des Deals zu rechnen. Erst im Juli hatte der BASF-Konzernchef noch gesagt, er erwarte frühestens im 1.Quartal 2019 einen Abschluss. Ihre eigentlichen Fusionsabsichten hatten Wintershall und Dea indes bereits im Dezember fast schon euphorisch verkündet. Ursprünglich sollte BASF an dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen zunächst 67% halten, die Investorengruppe Letter One um den Dea-Eigner Michail Fridman 33%. Immerhin entstünde durch die Fusion ein Öl- und Gasförderkonzern mit einem Umsatz von zusammen rund 4,3 Mrd. Euro und mehr als 3.000 Mitarbeitern. Auch die geschätzten Reserven dürften sich auf rund 2,1 Mrd. Fass Mineralöl belaufen. Wintershall Dea wäre in Europa der größte unabhängige Konzern dieser Art. Auch ein Börsengang ist mittelfristig geplant. Dieser spült BASF nicht nur frisches Geld in die Kassen, der Chemiekonzern kann sich damit von dem insgesamt zyklischen Geschäftsbereich noch stärker abkoppeln. Wintershall selbst hatte zuletzt auch milliardenschwere Investitionen in die Erkundung und Entwicklung seiner norwegischen Felder angekündigt. Langfristig soll auch einer der Produktionsschwerpunkte der BASF-Tochter in dem skandinavischen Land liegen.

Ungewöhnlich niedrige Bewertung und hohe Dividende


In der eher zyklischen Branche zählt BASF angesichts des durchaus breit aufgestellten Portfolios mit zu den stabilsten Unternehmen überhaupt. Bei der seit vielen Jahren für ihre Stabilität beliebten Aktie macht sich dies aber in der aktuellen Bewertung nicht bemerkbar. Derzeit notiert das Papier mit einem 2019er KGV im Bereich von nur 11. Zwar ist die Umsatzentwicklung der letzten Jahre aufgrund der Tauschgeschäfte mit dem russischen Gazprom-Konzern nicht sehr aussagekräftig. Mit der jüngsten Dividendenanhebung werden die Anteilseigner von BASF dafür umso mehr mit einer Rendite von fast 4,0% verwöhnt. Seit der Finanzkrise wurde die Ausschüttung auch nicht mehr gekürzt und hat sich von 1,70 Euro im Jahr 2009 auf zuletzt 3,10 Euro nahezu verdoppelt. Die durchschnittliche Dividendenrendite belief sich in dieser Zeit auf 3,8%. Aber auch mit der EBIT-Marge von 13% und der Eigenkaptalrendite von über 17% kann das Qualitätsunternehmen überzeugen.

Die BASF-Aktie befindet sich im Qualitäts-Auswahlindex QIX Deutschland. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

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