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Von TraderFox
09. Dezember 2019

Zum Wochenstart zeigt sich der QIX Deutschland vor den wichtigen Zinsentscheiden der EZB und der US-Notenbank eher richtungslos. Der Index steht demnach am Nachmittag unverändert bei 13.945 Punkten. Allianz verzeichnet bei erstem Infrastruktur-Investment-Fonds für Dritte hohe Kapitalzuflüsse und rechnet weiterhin mit einem Rekordjahr. FUCHS PETROLUB visiert angesichts der Beteiligung an 3 Distributoren in Simbabwe, Sambia und Mosambik höheres Wachstum in den Regionen an.

Relativ robust präsentiert sich heute im Qualitäts-Index die Aktie der Allianz. Aktuell notiert sie dabei leicht im Plus bei 216,95 Euro. Europas größter Versicherer hat mit seinem ersten Infrastruktur-Fonds für Dritte bei institutionellen Anlegern insgesamt 860 Mio. Euro einsammeln können. Das Interesse habe die Erwartungen deutlich übertroffen, teilte die Infrastruktur-Investment-Tochter der Münchner, Allianz Capital Partners (ACP), in der vergangenen Woche mit. Dabei wurde vom Management anfänglich nur eine halbe Milliarde Euro angepeilt. Mit den eingenommenen Geldern von großen Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherern will die Allianz aber letztlich ihre Schlagkraft bei Eigenkapital-Beteiligungen an weltweiten Infrastruktur-Projekten erhöhen. Gemeinsam mit der Fonds-Tochter will das Unternehmen künftig vor allem in europäische Energie-, Transport- und Telekom-Infrastruktur-Projekte investieren. Die Allianz als Mutterkonzern will hierbei aber jeweils mindestens die Hälfte des Kapitals bereitstellen - "um einen Gleichklang der Interessen zu erreichen", wie Allianz Capital Partners erklärte. Mit derartigen alternativen Kapitalanlagen versucht der Versicherungsriese aber hauptsächlich die weiterhin niedrigen Renditen aufzubessern, die er derzeit mit den klassischen Staats- und Unternehmensanleihen erzielt.

Dennoch hat die Allianz für das laufende Geschäftsjahr einen erneuten Rekordgewinn im Visier. Nach einem operativen Gewinn von 11,5 Mrd. im Vorjahr hatte sich der Vorstand bis Ende 2019 eine Bandbreite von 11 bis 12 Mrd. Euro vorgenommen. In den ersten 3 Quartalen zogen die Gesamterlöse jedenfalls um 7,8% gegenüber dem Vorjahr an und auch der Gewinn legte dank geringerer Großschäden und Effizienzsteigerungen mit 6,8% deutlich zu. Das über die Töchter Allianz Global Investors und PIMCO verwaltete Vermögen erhöhte sich ebenfalls und erreichte mit 1.681 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert. Die Aktie der Allianz wird dabei weiterhin mit einem niedrigen Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,9 und einem KGV von 12 bewertet. Letztlich ist sie damit nicht nur im Branchenvergleich unterbewertet, sondern zählt auch unter den Werten im Qualitätsaktien-Index mit zu den günstigsten Papieren. Geht man für das kommende Jahr von einer noch höheren Ausschüttung aus, so liegt Dividendenrendite bei nach wie vor attraktiven 4,2%. Damit erfüllt die Aktie wichtigen Kriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Leicht im Minus bei 40,05 Euro befindet sich heute im Qualitäts-Index dagegen die FUCHS PETROLUB-Aktie. Der weltweit führende Schmierstoffproduzent hat in der zurückliegenden Woche seine Präsenz durch Joint Ventures in Afrika gestärkt. Dabei hat die Unternehmensgruppe 50% der Anteile an drei Vertriebsgesellschaften mit Sitz in Simbabwe, Sambia und Mosambik übernommen. Die Distributoren haben hervorragende Arbeit beim Aufbau der Marke FUCHS in ihren Ländern geleistet, und der Zeitpunkt, sich an den Unternehmen zu beteiligen, ist passend, sagte der Vorstand. Dem Manager zufolge arbeitetet FUCHS PETROLUB schon seit mehr als 15 Jahren mit diesen Partnern zusammen. Unsere Kunden in diesen Ländern, die Schmierstoffe und Services in Bereichen wie Bergbau, Nutzfahrzeuge, allgemeine Industrie, Landwirtschaft, Lebensmittel und Getränke benötigen, werden lokal von einer noch stärkeren Fokussierung auf Schmierstoffe profitieren, heißt es weiter. Die Joint Ventures beschäftigen derzeit rund 90 Mitarbeiter und erwirtschafteten im letzten Geschäftsjahr zusammen einen Umsatz von rund 21 Mio. Euro.

FUCHS PETROLUB selbst hat allerdings gegenwärtig weiterhin vor allem mit der schwachen Nachfrage aus der Autoindustrie zu kämpfen. Während der Produktabsatz des Unternehmens in Nordamerika im 3.Quartal etwas besser lief, verlangsamte sich auch der Umsatzrückgang in China. Ein rückläufiger Absatz im Automobilsektor schwächte zudem erneut auch das wichtige Deutschland-Geschäft. Für den Hersteller hochwertiger Schmierstoffe machte sich dies letztlich mit stagnierenden Erlösen auf dem Niveau von 1,95 Mrd. Euro für die ersten 3 Quartale bemerkbar. Die Gewinnentwicklung bei FUCHS PETROLUB verbesserte sich dabei dank strikterer Kostenkontrolle, ohne letztlich die Modernisierung und Erweiterung der Werke zu beeinträchtigen.

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