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Von TraderFox
08. März 2019

Neuerliche Konjunkturängste angesichts schwacher chinesischer Exportdaten haben am Freitag den QIX Dividenden Europa Index leicht belastet. Dabei notiert der Index am Nachmittag mit 0,6% im Minus bei 10.875 Punkten. Hannover Rück will nach dem Erreichen der 2018er Gewinnziele seine Dividende auf 5,25 Euro erhöhen. Scottish and Southern Energy bietet weiterhin 7,4% Rendite und dürfte in den nächsten 2 Jahren aber etwas weniger ausschütten.

Nach dem zuletzt gezeigten Jahreshoch kommt heute im Dividenden-Index die Hannover Rück-Aktie wieder etwas zurück und steht damit bei 126,90 Euro. Der Vorstand des Rückversicherers plant nach der Rückkehr zu einem Milliardengewinn noch mehr Geld an seine Aktionäre auszuschütten. Inklusive einer Sonderdividende soll die Ausschüttung für 2018 um 25 Cent auf 5,25 Euro steigen, teilte der Versicherer am Donnerstag im Rahmen seiner Jahreszahlen mit. Allerdings hatten Analysten zuvor schon im Schnitt mit 5,26 Euro gerechnet. Die geplante Sonderdividende von 1,50 Euro bliebe damit zwar auf dem Niveau von 2016 und 2017, dafür würde die Hannover Rück aber die reguläre Dividende auf 3,75 Euro anheben. Dem Management zufolge könnten die Akteileigner auch längerfristig auf eine Ausschüttung in dieser Höhe bauen. Insgesamt käme die Aktie damit auf eine Dividendenrendite von 4,1% und läge hiermit etwas über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 3,9%. Hauptprofiteur der höheren Gewinnbeteiligung ist aber die Versicherungsholding Talanx, der gut die Hälfte der Anteile an der Hannover Rück gehört.

Letztlich kehrte der weltweit viertgrößte Rückversicherer 2018 trotz erneut hoher Katastrophenschäden zu einem Milliardengewinn zurück. Unter dem Strich stand dabei ein Überschuss von 1,06 Mrd. Euro. Und auch für das laufende Jahr visiert das Unternehmen einen Gewinn von rund 1,1 Mrd. Euro an. 2017 hatte das schwerste Naturkatastrophenjahr in der Geschichte der Versicherungsbranche auch die Hannover Rück schwer erwischt und damit einen stärkeren Gewinnanstieg verhindert.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Im dem heutigen Marktumfeld gibt im Dividenden-Index auch die Aktie von Scottish and Southern Energy (SSE) nach, und notiert damit aktuell bei 14,12 Euro. Mit einem Umsatz von zuletzt 31 Mrd. GBP ist das britische Unternehmen einer der führenden Energieversorger des Landes. Die Bandbreite der Leistungen umfassen dabei neben der Erzeugung auch die Speicherung und Lieferung von Strom und Gas über die firmenweiten Netze. Ein Großteil der Privat- und Geschäftskunden werden von SSE hierbei vornehmlich im Süden Englands, in Schottland und Irland beliefert. Zwar hat der Versorger derzeit verstärkt mit Regulierungsmaßnahmen wie beispielsweise Preisobergrenzen zu kämpfen, für langfristige Anleger ergeben sich aber mit der gegenwärtigen Dividende enorme Chancen. Dabei bietet SSE schon allein aufgrund seiner Gr0ße auf dem britischen Energiemarkt eine gewisse Stabilität, was zukünftige Kosten und Erträge betrifft. Diese sind vor allem auch nicht so volatil wie manch kurzfristige Wirtschaftszyklen. Die aktuelle Rendite bei ausgeschütteten 0,95 GBP (1,05 Euro) ist immerhin beachtlich und liegt bei 7,4%. In den kommenden 2 Jahren ist aber aufgrund der zu erwartenden rückläufigen Gewinnentwicklungen mit etwas niedrigeren Renditen zu rechnen.

Für die Aktie von SSE spricht aber auch, dass sich derzeit auf dem Energiemarkt in Großbritannien einiges zum Besseren wendet. Vor allem kleinere Wettbewerber, die meist nur mit kurzlaufenden und kaum kalkulierbaren Angeboten auf Kundenjagd sind, werden demnächst schneller vom Markt verschwinden. Und da macht es mehr Sinn auf die Marktführer und Schwergewichte wie SSE oder auch Centrica zu setzen. Analysten jedenfalls erwarten ab 2021 bei dem Versorger wieder höhere Gewinne, bis dahin sollten die aktuell niedrigen Kurse immer mal wieder zum Einstieg genutzt werden.

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