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Von TraderFox
07. März 2019

Am Mittwoch belastete die Wall Street neben dem überraschend hohen US-Handelsdefizit auch die niedrigen Beschäftigungszahlen in der Privatwirtschaft. Während der marktbreite S&P 500 dabei um 0,6% nachgab, legte der TraderFox Stabiles Wachstum USA-Index leicht auf 13.883 Punkte zu. US-Discounter Ross Stores übertrifft mit seinen Umsatzzahlen (+6%) für 2018 im Kerngeschäft die Erwartungen und setzt weiterhin auf Neueröffnungen. IT-Dienstleister Cognizant kauft Softwarepartner Meritsoft und erweitert damit seinen Kundenbereich im Bankensektor deutlich.

Relative robust zeigte sich gestern im Index mit leichten Zugewinnen auf 94,45 USD die Aktie von Ross Stores. Der US-Discounter hatte am Dienstag seine Zahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgelegt und dank eines starken Schlussquartals die Gewinnerwartungen übertroffen. Und obwohl die operative Marge unter den gestiegenen Transportkosten sowie höheren Löhnen gelitten hat, ist das Unternehmen auch für das laufende Jahr optimistisch, seinen Wachstumskurs fortsetzen zu können. Dabei gelang es Ross Stores im Gesamtjahr 2018 die Erlöse erneut um 6% auf 14,94 Mrd. USD zu steigern. Während der Nettogewinn von 1,4 Mrd. im Vorjahr auf 1,6 Mrd. USD anzog. In den vergangenen 5 Jahren hat sich der Umsatz des Unternehmens, das eine breite Palette an Bekleidungsartikeln von Designern und Markenherstellern verkauft, damit im Schnitt um 8% erhöht. Unter dem Dach von Ross Stores laufen die Einzelhandelsläden in Amerika meist unter dem Namen Ross Dress for Less (1480), und nur eine Handvoll werden unter dd`s DISCOUNT (237) betrieben. Das Management zeigte sich jedenfalls begeistert von den Ergebnissen. Und auch ein neues Aktienrückkaufprogram für die kommenden 2 Jahre wurde neben einer Dividendenerhöhung angekündigt. Immerhin hatte der Discounter im letzten Jahr schon gut 12,5 Mio. eigene Aktien für knapp 1,07 Mrd. USD erworben. Ungeachtet des zunehmenden Wettbewerbs dürfte auch 2019 für Ross Stores durchaus erfolgreich verlaufen. Dabei soll ein Umsatzwachstum von 1-2% mit allen bestehenden Geschäften erreicht werden, was allerdings unter den Erwartungen vieler Analysten liegt. Zusätzlich hat der Vorstand insgesamt 100 neue Läden in Aussicht gestellt.

Der TraderFox Stabiles Wachstum USA-Index ist ein Aktien-Index, der sich bei der Aktienauswahl auf Unternehmen mit nachhaltigem Wachstum, niedriger Bewertung und geringem Kapitalbedarf konzentriert. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohes Umsatzwachstum innerhalb der vergangenen 5 Jahre und hohe Wachstumsstabilität sowie geringem Kapitalbedarf aus. Auch ein niedriges Kurs-Umsatz-Verhältnis und eine hohe relative Stärke der Aktie werden bei der Indexauswahl mit einbezogen.



Auch die Aktie von Cognizant Technology zeigte gestern im TraderFox-Index ein kleines Plus und schloss daraufhin bei 71,45 USD. Der IT-Konzern, der sich vor allem auf Outsourcing- und Beratungsdienstleistungen spezialisiert hat, gab in dieser Woche die Übernahme des irischen Finanzsoftware-Unternehmens Meritsoft bekannt. Da beide schon seit längerer Zeit IT-Partner sind, dürfte die Integration schneller gelingen. Der Zukauf soll aber nicht nur die Cloud-Sparte von Cognizant und hier insbesondere das SaaS-Portfolio stärken, sondern auch den Eintritt in den Banken- und Finanzsektor erweitern. Helfen soll hierbei die von Meritsoft angebotene “Post-Trade Processing“-Plattform FINBOS, mit der sich Prozesse wie Gebühren, Steuern und auch Cashflows automatisieren lassen, und bereits unter Finanzinstitutionen weitreichende Anwendung findet. Die Softwareprodukte der Iren werden dabei immerhin schon von 5 der 8 größten Investmentbanken der Welt genutzt.

Bei Cognizant`s Wachstumszielen spielen Übernahmen aber schon seit längerem eine wichtige Rolle. Allein 2018 wurden mit Bolder Healthcare, Hedera Consulting, Softvision, Advanced Technology Group und SaaSfocus insgesamt 5 strategisch bedeutende Zukäufe getätigt. Nicht nur das lukrative Digitalgeschäft des Unternehmens, das inzwischen für knapp 30% des Gesamtumsatzes verantwortlich ist, wurde hierdurch gestärkt sondern auch die weltweiten Kundenbeziehungen insgesamt verbessert. Denn mit den jüngsten Deals hat Cognizant seine europäischen Geschäfte auf Belgien, die Niederlande sowie Rumänien und Österreich ausgeweitet. Dabei wurde von dem IT-Dienstleister insbesondere der Markteintritt in den Finanzsektor der jeweiligen Länder vorangetrieben. Zwar lag der Umsatzanteil dieser Sparte im 4.Quartal dank starker Geschäfte mit Versicherungen schon bei 35,1%, aber vor allem die Erlöse mit Großbanken hinken der gruppenweiten Umsatzentwicklung deutlich hinterher.

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