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Von TraderFox
24. Januar 2020

Am US-Aktienmarkt ging es am Donnerstag in Anbetracht der Sorge um wirtschaftliche Belastungen durch die Lungenkrankheit in China gebremst zu. In diesem Umfeld legte der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index aber dennoch deutlich um fast 1% zu und schloss letztlich bei 20.293 Punkten. Starker Umsatzanstieg in 2019 im Zuge rekordhoher Kapitalzuflüsse (72 Mrd. USD) treibt Vermögensverwalter Cohen & Steers auf Allzeithoch. Self-Storage-Spezialist Public Storage verbucht dank robuster Vermietungsgeschäfte anhaltend solides und hochprofitables Wachstum.



Die kräftigsten Zugewinne konnte am Donnerstag im TraderFox-Index mit 9,6% die Cohen & Steers-Aktie feiern. Am Ende lag sie schließlich bei 73,50 USD und markierte dabei einen neuen Rekordstand. Angetrieben wurden die Papiere des US-Vermögensverwalters letztlich von starken Geschäftszahlen. Im gesamten Jahr 2019 zogen die Erlöse, die sich hauptsächlich aus Service- und Managementgebühren ergeben, gegenüber dem Vorjahr um 8% auf 411 Mio. USD an. Darüber hinaus stieg das von Cohen & Steers verwaltete Vermögen (AUM) bis Ende Dezember um beachtliche 25% auf rund 72,2 Mrd. USD. Die dabei vom Unternehmen gemanagten institutionellen Gelder werden letztlich vor allem in liquide Assets wie Aktien, Anleihen und auch börsennotierte Infrastrukturtitel investiert. Neben den diversifizierten Investments bietet der Finanzdienstleister zusätzlich aber auch noch umfassende Kapitalanlageberatung an. Und mit dem Anlagegeschäft selbst verdient Cohen & Steers richtig gutes Geld. Neben dem Gewinnzuwachs im vergangenen Jahr von 7% lag die Nettomarge zuletzt bei überragenden 31%. Dies ist umso erstaunlicher, da die Kosten dem Unternehmen immer mehr zu schaffen machen. Durch die starken Kapitalzuflüsse zogen jedenfalls die Vertriebsausgaben und Mitarbeitervergütungen allein 2019 um über 6% an. Dennoch ist die Investmentfirma nach wie vor schuldenfrei, allerdings ist die Aktie mit einem KGV von 25 bewertungstechnisch nicht mehr ganz so günstig.

Der TraderFox High-Quality-Stocks USA-Index ist ein Aktien-Index, der mithilfe von Qualitätskriterien aus den 20 operativ erfolgreichsten US-Unternehmen gebildet wird. Neben dem langfristigen Firmenerfolg und einer stabilen Geschäftsentwicklung müssen die Unternehmen sogenannte „Burggraben“- Eigenschaften aufweisen. Burggraben-Unternehmen zeichnen sich durch nur schwer angreifbare Geschäftsmodelle aus. Der Erfolg dieser Unternehmen zeigt sich in der Qualität verschiedener Kennzahlen, wie eine hohe und stabile Nettogewinnmarge, hohe Eigen- und Gesamtkapitalrenditen sowie stabiles Umsatz- und Gewinnwachstum.

In dem positiven Marktumfeld entwickelte sich gestern auch die Public Storage-Aktie im TraderFox-Index zu einem der Tagesfavoriten. Dabei kletterte sie um 0,7% auf 222,40 USD. Das US-Unternehmen ist mit seinem an der Börse gehandelten Immobilien-REIT gegenüber anderen Immobiliengesellschaften einfach zu günstig bewertet. Obwohl Public Storage unangefochtener Marktführer bei der Vermietung von Lagerräumen an Privat- und Geschäftsleute ist und zuletzt auf eine Umsatzgröße von 2,82 Mrd. USD kam, haben die Papiere die jüngst beeindruckende Aktienrallye nicht mitgemacht. Inzwischen sind die meisten amerikanischen Immobilien-REITs aber viel zu teuer und sollten daher eher gemieden werden. Public Storage selbst kam im vergangenen Sommer unter Druck, als der Vorstand mitgeteilt hatte, mehr Geld in die eigene Expansion stecken zu wollen und zusätzlich auch noch mit höheren Marketingkosten rechnen würde. Dabei hat das Unternehmen schon in der Vergangenheit bewiesen, seinen Wachstumskurs so gut wie ohne größere Schuldenaufnahme finanzieren zu können. Bei der überragenden Gewinnmarge von aktuell 52% sind natürlich auch entsprechend stabile und hohe Cashflows zu erwarten.

Der Umsatz mit Self-Storage-Räumen legte bei Public Storage jedenfalls in den zurückliegenden 5 Jahren im Schnitt um immerhin 7% zu. Und mittlerweile summieren sich die weltweit betriebenen Standorte auf über 2.400 und weisen gegenwärtig sogar eine Belegungsquote von über 90% aus. Die Vorteile bei dem Geschäft mit Lagerdienstleistungen sind vor allem auch die niedrigen Betriebskosten, und die sind für das Management überschaubar. Abgerundet wird die einzigartige US-Marktstellung des Unternehmens zudem mit einer vergleichsweise starken Bilanz und einer Dividendenrendite von 3,6%.

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