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Von TraderFox
04. Juli 2019

Am Mittwoch hat die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik in den USA die Aktienindizes auf Rekordstände getrieben. In diesem Umfeld verzeichnete der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ebenfalls Zugewinne von 1,2% auf 16.923 Punkte. Starbucks erhöht seine bisherigen Ausbaupläne für China und will nun bis Ende 2022 insgesamt 3.000 neue Kaffeegeschäfte eröffnen. US-Immobilienentwickler St.Joe ist hochprofitabel und baut derzeit viele Projekte auf seinen Grundstücken in Florida.

Gestern gehörte im Traderfox-Index die Starbucks-Aktie mit Zuwächsen von 2,7% zu den stärksten Gewinnern. Am Ende schlossen die Papiere bei 87,80 USD und damit auf Allzeithoch. Ein entscheidender Treiber hinter dem Anstieg waren die kürzlich veröffentlichen Expansionspläne, mit dem die US-Kaffeehauskette gerade in China durchstarten will. Das Management plant diesbezüglich in der Volksrepublik bis Ende 2022 insgesamt 3.000 neue Kaffeegeschäfte. Dies würde die Anzahl von zurzeit 3.300 auf über 6.000 chinesische Starbucks-Cafés erhöhen. Auch liegt das neu verkündete Ziel gut 20% über den bisherigen Planungen und würde jährlich rund 600 neue Shop-Eröffnungen bedeuten. Das Unternehmen selbst ist in den letzten 5 Jahren im Schnitt weltweit schon um über 10% gewachsen. Im sich stark wandelnden China, das vor allem für seine langjährige Tee-Tradition bekannt ist, sollen in erster Linie junge Leute mit trendigen Kaffee- und Lifestyle-Produkten als künftige Kunden gewonnen werden.

Die Kasse des Kaffeespezialisten ist jedenfalls nach der Anfang Juni erfolgten Lizenzvergabe für den weltweiten Verkauf von Starbucks` Tee- und Kaffeeprodukten an den Schweizer Nestle-Konzern für 7,15 Mrd. USD gut gefüllt. Der Vorstand von Starbucks will im Rahmen der chinesischen Expansionen seinen Umsatz in den Land von 2017 bis 2024 letztlich verdreifachen und den operativen Gewinn zugleich verdoppeln. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Aktionäre profitieren davon zwar nur bedingt über die Dividende, mit derzeit 1,6% ist die Rendite überschaubar. Viel entscheidender sind die Aktienrückkäufe, über die Starbucks in den letzten Jahren seinen Anteilseignern Kapital zurückgeführt hat. Immerhin ergab sich dabei eine adjustierte Dividendenrendite von 8,4%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Ebenfalls im Plus bei 17,95 USD zeigte sich am Mittwoch im Traderfox-Index die Aktie von The St. Joe Company. Die US-Immobiliengesellschaft ist mit ihren Geschäften vor allem in Florida aktiv und betreibt dort neben werthaltigen Grundstücken auch Wohnparks. Zudem bewirtschaftet das Unternehmen knapp 115,000 Hektar an Waldflächen und verkauft die Bäume stückweise an Interessenten aus der Bauholzindustrie. Insgesamt besitz St. Joe aber rund 170.000 Hektar an Grundstückflächen, zweidrittel davon befinden sich rund um den Golf von Mexico. Das Management nutzt diese Flächen entweder zur eigenen Bebauung oder vermietet diese auch teilweise. Derzeit sind beim dem Immobilienentwickler auch verschiedene Projekt in Planung, wie neue Apartments, Beach Clubs, Büroparks und auch Hotels. Allein in den letzten 3 Jahren sind die Investitionen bei St.Joe um gut 30% auf 31 Mio. USD gestiegen, was vor allem ein positives Zeichen für die künftige Umsatz- und Gewinnentwicklung ist. Die Gewinnmarge des Geschäfts lag jedenfalls zuletzt bei beeindruckenden 32%.

Und auch die Bilanz des Unternehmens ist sehr solide. Dabei summieren sich die gegenwärtigen Cashbestände und kurzfristige Anlagen auf rund 240 Mio. USD. Der Gesamtwert der Immobilen wird zudem auf knapp 365 Mio. USD taxiert. Aktuell hat St.Joe auch nur 78 Mio. USD an Verbindlichkeiten. Der Vorstand war darüber hinaus autorisiert in den zurückliegenden 5 Jahren immerhin 34% der umlaufenden Aktien zurückzukaufen. Dies dürfte so manchen Aktionär für die fehlende Dividende entschädigen, denn die adjustierte Dividendenrendite lag jüngst bei beachtlichen 8,8%.

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