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Von TraderFox
29. Juli 2019

Am Freitag steuerte die Wall Street aufgrund überraschend guter Zahlen vor allem aus dem Technologiesektor auf einen durchaus versöhnlichen Wochenausklang zu. In diesem Umfeld verzeichnete auch der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index leichte Zugewinne von 0,7% auf 17.072 Punkte. Starbucks erzielt dank US-Markt und der chinesischer Expansion in Q3 rund 8% mehr Umsatz und erhöht folglich die Gewinnprognose für 2019. Johnson & Johnson hat in den zurückliegenden 47 Jahren die Gewinnausschüttung immer angehoben und bietet aktuell rund 3%.

Mit einer wahren Kursexplosion von gut 9% war am Freitag im Traderfox-Index die Starbucks-Aktie der absolute Tagesgewinner. Am Ende schlossen die Papiere bei 99,11 USD und damit auf Mehrjahreshoch. Verantwortlich für die starken Gewinne waren die überraschend guten Quartalszahlen der US-Kaffeehauskette. Für das 3.Quartal, das am 30.6. endete, konnte das Unternehmen immerhin einen Umsatzanstieg um beachtliche 8% bei bestehenden Cafe`s gegenüber dem Vorjahr vermelden. Dies war für Starbucks eines der besten Quartale der letzten Jahre überhaupt. Und das überaus robuste Wachstum kam, wie das Management betonte, aus den beiden inzwischen wichtigsten Märkten. Zum einen aus den USA, wo das Unternehmen einem Großteil seiner Gewinne erwirtschaftet, und zum anderen aus China, wo derzeit die höchsten Zuwächse verzeichnet werden. Die mit trendigen Kaffee- und Lifestyle-Produkten laufende chinesische Expansion scheint sich für Starbucks auch immer mehr auszuzahlen. Jedenfalls kletterten im Quartal die Erlöse in dem vor allem für seine langjährige Tee-Tradition bekannten Land um 6%. In der Volksrepublik hatte der Kaffeespezialist dem Vorstand zufolge in den letzten 3 Monaten sogar ein Drittel seiner weltweit 442 neuen Starbucks-Cafe`s eröffnet. Bis Ende 2022 sollen dort insgesamt 3.000 neue Geschäfte entstehen. Dies würde die Anzahl von derzeit 3.400 auf über 6.000 erhöhen.

Im Rahmen der Expansionspläne will das Management den Umsatz in China von 2017 bis 2024 letztlich verdreifachen. Im Schnitt dürfte sich der weltweite Gewinn des Unternehmens aber in den nächsten Jahren um über 14% erhöhen. Für 2018/19 jedenfalls wurde am Freitag von Starbucks zudem die Gewinnerwartung angehoben. Statt der erwarteten 2,40 bis 2,44 USD je Aktie dürften es nun 2,86 bis 2,88 USD werden. Auch die Anteilseigner werden entsprechend davon profitieren können. Zwar bringt die Dividende mit derzeit 1,4% Rendite nicht so viel Ertrag. Viel entscheidender sind aber die Aktienrückkäufe, über die Starbucks in den zurückliegenden Jahren seinen Aktionären Kapital zurückgeführt hat. Dabei ergab sich zuletzt immerhin eine adjustierte Dividendenrendite von 8,4%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Leichte Abgaben auf 130,75 USD zeigte am Freitag im Traderfox-Index dagegen die Aktie von Johnson & Johnson. Der US-Gesundheitskonzern dürfte derzeit über die sichersten Dividendenauszahlungen aller amerikanischen Gesellschaften verfügen. Da das Unternehmen mit seinen Marken wie Penaten, Bebé oder auch Carefree ein herausragendes Geschäftsmodell betreibt, haben Rating Agenturen dieses letztlich mit einem AAA-Kreditrating versehen. Zwar wächst gerade die Sparte für Verbraucherprodukte bei Johnson & Johnson derzeit am langsamsten, und produziert den geringsten Anteil am Umsatz im Vergleich zu den beiden anderen Konzernbereichen. Dafür erwirtschaftet das Geschäft aber einen durchweg zuverlässigen Cashflow und mit ihm verfügt das Unternehmen zudem auch eine erhebliche Preisanpassungsmacht. Insgesamt lag das gruppenweite Wachstum in den letzten 5 Jahren bei durchschnittlich 3%. Und auch die Gewinnmarge ist dabei mit 19% überragend. Über die Hälfte des Umsatzes kommt bei Johnson & Johnson aber über die Pharmasparte herein. Mit eigener Forschung, Partnerschaften und Zukäufen lieferte das Unternehmen in der Vergangenheit für Investoren schließlich beeindruckende Renditen. Immerhin hat das Management in den zurückliegenden 47 Jahren die Dividende immer angehoben. Das Gewinnwachstum war in den vergangen 35 Jahren ebenfalls positiv. Über die derzeit 3,0% Rendite, können sich die meisten Anleger durchaus freuen, zumal das KGV mit aktuell 14 für ein Qualitätsunternehmen auch nicht zu teuer ist.

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