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Von TraderFox
04. Oktober 2019

Am Donnerstag hatten die US-Aktienmärkte ihre steile Talfahrt der vergangenen beiden Handelstage dank Zinssenkungshoffnungen zunächst beendet. Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index verzeichnete in diesem Umfeld ebenfalls Zugewinne von 0,5% auf 16.467 Punkte. Pepsi fährt angesichts neuer kalorienärmerer Getränke- und Snackvarianten in Q3 ein Umsatzplus von 4,3% auf 17,19 Mrd. USD ein. US-Immobilienverwalter St.Joe ist mit seinen Geschäften äußerst profitabel und plant gegenwärtig verschiedene Projekte in Florida.

Gestern war mit Zuwächsen von gut 3% im TraderFox-Index die PepsiCo-Aktie der stärkste Gewinner. Am Ende schlossen die Papiere bei 137,95 USD und damit fast auf Allzeithoch. Der US-Getränke- und Snackhersteller hatte gestern starke Zahlen für das 3.Geschäftsquartal vorgelegt, und mit dem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorjahr von 4,3% auf 17,19 Mrd. USD die Erwartungen dabei übertroffen. Das Unternehmen konnte hierbei letztlich vor allem vom gesundheitsbewussteren Kaufverhalten seiner Kunden profitieren. Pepsi hatte im Zuge seiner Neuausrichtung verstärkt kalorienärmere Getränkevarianten von Gatorade und Cola auf den Markt gebracht und diese bei allen wichtigen US-Sportevents medienwirksam beworben. Dazu wurden im letzten Quartal auch gesündere Snackprodukte lanciert und immer mehr Flaschen der beliebter werdenden Fruchtsäfte der Marke Bubly vertrieben. Die kostspieligen Werbemaßnahmen des Pepsi-Managements gingen aber letztlich auf. Allein in Nordamerika kletterten die Erlöse daraufhin um 3,4% auf 5,65 Mrd. USD und begeisterten Analysten. Im hektischen Alltag steige die Nachfrage nach gesunden und bequemen Essengewohnheiten, was gut für unsere Geschäft sei, betonte der Vorstand.

Der Manager des Brauseherstellers machte zugleich Hoffnung darauf, dass das Umsatzziel von 4% für das Gesamtjahr 2019 trotz höherer Werbeausgaben übertroffen werden könnte. Dabei hatte das Umsatzwachstum von Pepsi in den letzten 5 Jahren aufgrund der sich global verändernden Ernährungstrends geradezu stagniert. Das Management musste deshalb die Reißleine ziehen und begann das Limonaden- und Snackgeschäft kräftig umzubauen. Angesichts der aber weiterhin ordentlichen Gewinnmarge von 19% werden zudem auch regelmäßig eigne Aktien zurückgekauft. Die durchschnittliche adjustierte Dividendenrendite während der vergangenen 5 Jahre lag damit jedenfalls bei 4,7%. Die reine Gewinnbeteiligung, die Pepsi an seine Anteilseigner zahlt, bringt hingegen derzeit nur 2,8%.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Kaum verändert bei 16,85 USD zeigte sich am Donnerstag im Traderfox-Index die Aktie von The St. Joe Company. Die relativ kleine US-Immobiliengesellschaft ist mit ihren Geschäften hauptsächlich im US-Bundestaat Florida aktiv und unterhält dort neben hochwertigen Grundstücken auch verschiedene Appartmenthäuser. Darüber hinaus bewirtschaftet das Unternehmen rund 115,000 Hektar an Waldflächen und veräußert die Bäume direkt an die US-Bauholzindustrie. St. Joe selbst besitzt aber insgesamt gut 170.000 Hektar an Grundstückflächen, zweidrittel davon rund um den Golf von Mexico. Geschäftlich nutzt das Management diese entweder zur eigenen Bebauung oder teilweisen Vermietung. Der Gewinn des Immobilienverwalters ist dabei in den letzten 5 Jahren im Schnitt um über 57% gestiegen. 2018 ging er aber um 27% zurück. Dennoch hat das Unternehmen gegenwärtig wieder verschiedene Projekte wie neue Apartments, Beach Clubs, Büroparks und auch Hotels auf seinen Grundstücken in Planung. Die Investitionen sind bei St.Joe jedenfalls in den letzten 3 Jahren um rund 30% auf 31 Mio. USD gestiegen, was in erster Linie ein durchaus positives Zeichen für künftige Umsatz- und Gewinnentwicklungen ist. Die Nettomarge aus dem Vermietungs- und Entwicklungsgeschäft lag zuletzt auch bei respektablen 20%.

Grundsolide ist dazu auch die Bilanz. Der aktuelle Cash-Bestand inklusive kurzfristiger Anlagen summiert sich dabei auf rund 240 Mio. USD. Der Wert der Immobilen wird zudem auf knapp 365 Mio. USD taxiert. St.Joe hat außerdem in den zurückliegenden 5 Jahren immerhin 34% der eigenen umlaufenden Aktien zurückgekauft. Das alles dürfte so manchen Aktionär für die bislang fehlende Gewinnausschüttung entschädigen, denn die adjustierte Dividendenrendite lag jüngst bei ausgesprochen stattlichen 9%.

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