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Von TraderFox
04. Mai 2021

Die US-Börsen haben sich am Montag angesichts der starken Wirtschaftserholung und zugleich zunehmender Risiken einer steigenden Inflation uneinheitlich entwickelt. In diesem Umfeld lag der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index aber mit 1,3% im Plus bei 18.856 Punkten. Kroger startet diese Woche in Amerika sein Pilotprojekt zur Lebensmittel-Expressauslieferung per Drohne und begeistert damit Investoren. Regionalbank Investors Bancorp verdient mit hochwertigem Kreditportfolio auch in 2020 hohe Margen und bietet zudem eine attraktive Ausschüttung.

Der unangefochtene Tagesgewinner war im TraderFox-Index am Montag mit 2,3% Kursplus auf 37,40 USD die Aktie von Kroger. Angetrieben wurde die amerikanische Supermarktkette dabei von der Nachricht, dass das Unternehmen seine Drohnen-Tests zur Auslieferungen von Lebensmitteln ausgeweitet hat. Dafür wurde mit dem US-Unternehmen Telegrid Technologies' Drone Express am Montag die Zusammenarbeit bei einem Pilotprojekt angekündigt. Kroger will damit in seinen Filialen in Ohio in dieser Woche eine Testreihe bezüglich künftiger Lebensmittel-Expresslieferungen per Drohne starten, die dann bis Ende des Jahres auf Kalifornien ausgedehnt werden soll. Konkurrenten wie Walmart haben ebenfalls schon vor einiger Zeit mit Drohnentests begonnen. Der Einzelhändler hatte hierfür bereits im September zwei Drohnenfirmen mit weitreichenden Tests beauftragt. Und auch der Onlinehändler Amazon experimentiert schon seit 2013 mit der Auslieferung über Drohnen, und bekam im August letzten Jahres für seine Fluggeräte, die in der Transportsparte Prime Air eingesetzt werden, sogar schon die Lizenz. Kroger als führender Obst- und Gemüsehändler sieht die geplante Testphase mit Telegrid vor allem als weiteren Baustein seiner kundenfreundlichen Lieferservice-Strategie. Immerhin soll es künftig mit den Drohnen des Unternehmens möglich sein, neben Straßenadressen auch Smartphone-Standorte zu beliefern. Damit würde die Einkaufskette auch der in den zurückliegenden Monaten starten Nachfrage nach Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs aufgrund der Pandemie gerecht werden. Zumal viele Amerikaner in Corona-Zeiten wieder verstärkt zu Hause kochen statt ins Restaurant zu gehen.

Am Ende des Geschäftsjahres 2020 stand für Kroger angesichts des stationären und online getriebenen Einkaufsbooms letztlich ein sattes Umsatzplus von 14% in den Büchern. Das Unternehmen hatte aber mit seiner im letzten Jahr ins Leben gerufenen digitalen Orderplattform, seinem kontaktlosen Bezahlangeboten wie “Scan, Bag and Go“ und “Kroger Pay“ sowie seinen Lieferdiensten beste Voraussetzungen für erfolgreiche Geschäfte bei zugleich zufriedenen Kunden geschaffen. Darüber hinaus wurde von Kroger auch eine Dividendenerhöhung um 11% auf 0,72 USD bekannt gegeben, wodurch sich die Kapitalrendite, die die Aktie derzeit bietet, auf 2% erhöhte. Dies ist zwar überschaubar, allerdings rechnet der Vorstand des Einzelhändlers, dass Aktionäre in den nächsten 2 Jahren durch weitere Gewinnausschüttungen und dem laufenden Aktienrückkauf-Programm eine Anlagerendite von im Schnitt 8 bis 11% erreichen dürften.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Auch die Aktie der Investors Bancorp war gestern im TraderFox-Index eines der stärksten Papiere und notierte dabei mit 1,8% im Plus bei 14,95 USD. Die amerikanische Holding, die für die Regionalbank Investors Bank steht, ist mit rund 155 Bankfilialen und einer Umsatzgröße von 945 Mio. USA eine der Größten des Landes. Dabei hat sich das Unternehmen insbesondere in wohlhabenden Regionen wie in den Vororten von New York und Philadelphia niedergelassen, und verbucht damit den Vorteil geringerer Geschäftsrisiken bei zum Beispiel ausgegebenen Krediten. So konnte Investors Bancorp in 2020 trotz der riesigen Abschreibungsprobleme im US-Bankensektor angesichts der Corona-Auswirkungen seine Gewinne erhöhen, was an sich schon für eine gewisse Robustheit des Geschäftsmodells spricht. Aber auch schon in den letzten 5 Jahren kletterte der Nettoertrag um im Schnitt 11%, was vor allem an dem hochwertigem Kreditportfolio liegt, das derzeit auch nur ein niedriges Loan-to-Value-Verhältnis von 53% aufweist. Dieser Wert zeigt, dass der durchschnittliche Kreditkunde der Bank mehr Eigenkapitalanteile aufbringt, und weniger ausleiht, und so das eigentliche Kreditgeschäft für Investors Bancorp einfach risikoärmer macht. Die Gewinnmarge leidet jedenfalls nicht darunter, zuletzt lag sie bei beachtlichen 20%.

Und dank der angekündigten und milliardenschweren Hilfspakete der Notenbank und der US-Regierung für Unternehmen und US-Haushalte, um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben, dürften die Bankgeschäfte in diesem und dem kommendem Jahr weiter anheizen. Allein für 2021 wird von Analystenseite mit einem Gewinnsprung von stattlichen 26% gerechnet. Erst kürzlich zahlte die Kreditbank aber erstmal eine Gewinnausschüttung für 2020 von 0,56 USD, und bietet so gegenwärtig eine Dividendenrendite von fast 4%. Die Investors Bancorp-Aktie liegt damit sogar vergleichsweise deutlich über dem derzeitigen Bankendurchschnitt von 2%. Und auch das KGV von nur 11 lässt hier genügend Raum für weitere Kurszuwächse in den nächsten Monaten.

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