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Von TraderFox
04. Juni 2019

Trotz Aufspaltungsängsten im Technologiesektor haben sich die US-Aktienmärkte am Montag nach den hohen Kurseinbußen der vergangenen Wochen wieder stabilisiert. In diesem Umfeld verzeichnete der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index Zugewinne von 0,7% auf 15.756 Punkte, während der S&P 500-Index dagegen mit 0,3% im Minus lag. Amgen verkündet bei seinem in der Versuchsphase befindlichen Mittel “AMG 510“ bei Krebspatienten eine Halbierung der Tumorgröße. Citrix Systems glänzt mit seinem Produkt-Portfolio und überzeugt dabei mit starkem Gewinnwachstum, Aktienrückkäufen und breitem Kundenstamm.

Am Montag gehörte im Traderfox-Index die Amgen-Aktie mit Zuwächsen von zeitweise über 5% zu den stärksten Gewinnern. Am Ende schlossen die Papiere bei 172,35 USD. Verantwortlich für den Anstieg waren positive Studienergebnisse, die der US-Biotechnologiekonzern für das noch in der Versuchsphase befindliche Medikament “AMG 510“ zur Behandlung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs gemeldet hatte. Das Mittel bekämpft dabei spezielle genetische Veränderungen und konnte bei den bisherigen Studien erreichen, dass sich die Größe des Tumors bei betroffenen Patienten innerhalb kürzester Zeit halbierte. Amgen hatte die Resultate gestern auf der jährlich stattfindenden Onkologie-Fachtagung in Chicago bekanntgegeben, und dabei auch auf eine mögliche “Next Generation“-Behandlungsmethode hingewiesen. Da diese Krebsform bei 85% aller Lungenkrebspatienten auftrete, so das Unternehmen. Operativ läuft es dagegen derzeit nicht mehr ganz so rund. Nach eher enttäuschenden Quartalszahlen zum Jahresstart, musste die Aktie einiges an Federn lassen. Dabei macht Amgen weiterhin zunehmender Wettbewerbsdruck zu schaffen, was sich letztlich in stagnierenden Umsätzen widerspiegelt.

Der Biotech-Riese ist aber ungeachtet einiger Baustellen, weltweit dennoch bestens positioniert. Zumal auch die gegenwärtige Produktpipeline reichlich bestückt ist. Aktuell hat das Unternehmen immerhin 6 Medikamente in der Erforschung, die sich zudem auch schon bei der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA in Testphase 3 befinden. Bisher ist es Amgen aber immer gelungen, wegfallende Umsätze durch die Markteinführung neuer und innovativer Arzneimittel abzufedern. Da verwundert es nicht, dass sich die Dividende in den zurückliegenden 5 Jahren um 137% auf zuletzt 5,80 USD erhöht hat. Derzeit beträgt die Dividendenrendite solide 3,4% und liegt damit sogar deutlich über dem üblichen Branchendurchschnitt. Außerdem können sich Aktionäre über das laufende Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 15 Mrd. USD freuen. Allein 2018 wurden dadurch immerhin fast 12% aller umlaufenden Aktien zurückgekauft.

Der TraderFox Dividenden-Champions Defensive-Index ist ein Aktien-Index, der bei der Auswahl der Indexkomponenten neben ausgeschütteten Dividenden auch Aktienrückkäufe und Kapitalerhöhungen berücksichtigt. Die 20 im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch eine hohe adjustierte Dividendenrendite für den Aktionär und eine hohe adjustierte Dividendenrendite für das Gesamtunternehmen sowie eine Steigerung der Dividende in den vergangenen fünf und drei Jahren aus. Zudem wird auch eine niedrige Volatilität der Aktienrenditen bei der Indexauswahl mit einbezogen.

Leicht im Minus bei 93,50 USD zeigte sich dagegen gestern im Traderfox-Index die Aktie von Citrix Systems. Der US-Technologiekonzern ist ein führender Anbieter von Virtualisierung-Lösungen und zudem auf Netzwerktechnik und Cloud-Technologien bei Unternehmenskunden spezialisiert. Neben den Produkten für Application-Server sorgen die Software-Anwendungen von Citrix dabei vor allem dafür, das Inkompatibilitäten zwischen Betriebssystemen und Infrastrukturen überwunden werden. Inzwischen nutzen weltweit über 400.000 Unternehmen die Lösungen des IT-Spezialisten. Dabei war Citrix`s Wachstum in letzten 5 Jahren mit im Schnitt nur 1% größeren Schwankungen ausgesetzt, dafür kletterten aber die Gewinne mit durchschnittlich 16% umso kräftiger. Im 1.Quartal jedenfalls zogen die Erlöse dank steigender Nachfrage wieder um 3% auf 719 Mio. USD an. Allerdings ging der Quartalsumsatz der Produkt- und Lizenz-Sparte, die vor allem Produkte zur verbesserten Online-Kommunikation und interaktiven Zusammenarbeit umfassen, um 16% zurück. Gleichzeitig verzeichnete aber das Subscription-Geschäft des Unternehmens, über das in erster Linie Mietsoftware angeboten wird, einen Umsatzsprung von 37%.

Als wichtigster Wachstumstreiber erwiesen sich bei Citrix zudem im jüngsten Quartal besonders die EMEA- sowie auch die Asien-Pazifik-Region, die um 10% bzw. 18% zulegen konnten. Das Management kaufte jedenfalls von Januar bis März eigene Aktien für 95 Mio. USD zurück und schüttete knapp 46 Mio. USD als Quartalsdividende an seine Aktionäre aus. Die derzeitige Rendite von nur 1,5% ist für ein Technologieunternehmen eher typisch, viel aussagkräftiger ist dagegen die adjustierte Dividendenrendite. Und die lag bei Citrix in den zurückliegenden 5 Jahren im Schnitt bei beachtlichen 13,2%.

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