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Von TraderFox
06. Februar 2019

Insbesondere mit seiner auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Dividendenpolitik kann Vinci bei seinen Anteileignern punkten. Dabei hat das Management neben den jüngsten Aktienrückkäufen die Dividende seit 2007 nicht mehr gekürzt und sie seitdem sogar nahezu verdoppelt. Wird die für 2018 in Aussicht gestellte Gewinnbeteiligung von 2,67 Euro genehmigt, dann ergäbe sich für die Aktie letztlich eine attraktive Kapitalrendite von 3,4%. Und die Rendite würde damit sogar dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre entsprechen.



Der französische Konzern Vinci ist als einer der größten Baudienstleister der Welt aktuell in über 100 Ländern aktiv. Die Hauptgeschäftsfelder umfassen dabei neben der Entwicklung, Finanzierung und dem Bau auch die Bewirtschaftung von Verkehrsinfrastruktur wie Autobahnen und Tunnel. Daneben betreibt Vinci eine Vielzahl an öffentlichen Einrichtungen wie Flughäfen, Parkhäuser und Stadien. Zum Flughafengeschäft zählen derzeit in Europa, Asien, Lateinamerika und den USA insgesamt 44 Flughäfen. Als Dienstleister übernimmt der Konzern zudem Aufträge im Hoch- und Tiefbau sowie bei kommunalen Gestaltungsmaßnahmen. Vinci hat sich dabei zum Ziel gesetzt, in allen Bereichen eine langfristige Wertschöpfung für Kunden, Aktionäre, Mitarbeiter sowie für die gesamte Gesellschaft zu schaffen.

Spartenweite Wachstumsstärke bleibt 2018 intakt

Dank der anhaltend robusten Geschäfte und der weltweit guten Auftragslage hat Vinci das Jahr 2018 erneut mit einem kräftigen Gewinn- und Umsatzplus abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, kletterten die Erlöse im Jahresvergleich um 8% auf 43,5 Mrd. Euro. Dabei profitierten die Franzosen aber auch von ihren jüngsten Zukäufen. Rechnet man diese und die Währungseffekte des letzten Jahres heraus, dann legte der Umsatz nur um 3,3% zu. Vincis 2018er Ergebnisse sind herausragend und spiegeln vor allem die Stärke des Konzessionsgeschäfts in Frankreich und im Ausland wider, erklärte der Vorstand. Wachsen konnte der Bau- und Dienstleistungskonzern aber letztlich in allen Sparten. Dabei ragte insbesondere die Immobiliensparte von Vinci mit Zuwächsen von über 23% heraus. Nicht ganz so kräftig war der Anstieg dagegen mit 9% im Auftragsgeschäft, zudem der Bau von Energieanlagen und die konzerneigenen Baudienstleistungen gehören. Der Umsatz in Vincis Sparte mit Konzessionen kletterte vor allem dank des kräftigen Zuwachses im Flughafengeschäft. Hier stiegen die Erlöse im Gesamtjahr um 4,6%. Unter dem Strich blieb dem Unternehmen ein Gewinn von rund 3 Mrd. Euro, und damit fast 9% mehr als im Vorjahr. Auch der freie Cashflow legte kräftig um 26% auf nunmehr 3,2 Mrd. Euro zu. Diese positive Entwicklung soll letztlich auch allen Aktionären zugutekommen. Der Vinci-Vorstand hat deshalb für 2018 eine Dividendenerhöhung um 9% auf 2,67 Euro vorgeschlagen. Und auch für das laufende Jahr wird dank gut gefüllter Auftragsbücher und steigender Passagierzahlen an den betriebenen Flughäfen mit weiterem Wachstum gerechnet.

Robuste Geschäfte stützen Dividendenwachstum

Insbesondere mit seiner auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Dividendenpolitik kann Vinci bei seinen Anteileignern durchaus punkten. Immerhin hat das Management neben den jüngsten Aktienrückkäufen die Dividende seit 2007 nicht mehr gekürzt und beständig von 1,52 Euro auf nun 2,67 Euro nahezu verdoppelt. Wird die jetzt in Aussicht gestellte Ausschüttung auch genehmigt, so ergäbe sich für die Aktie letztlich eine attraktive Kapitalrendite von 3,4%. Die Rendite würde damit sogar dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre entsprechen. Und auch für 2019 wird aufgrund von Vincis soliden Geschäften mit einem Anstieg der Gewinnbeteiligung gerechnet. Letztlich dürfte sie erneut um 7% auf 2,88 Euro ansteigen.

Die Vinci-Aktie befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

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