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Von TraderFox
01. Februar 2019

Die Hoffnungen auf eine absehbare Beilegung des US-chinesischen Handelskonflikts haben am Freitag den QIX Dividenden Europa Index leicht beflügelt. Dabei notierte der Index am Nachmittag kaum verändert bei 9.770 Punkten. Swiss Re geht ersten Berechnungen zufolge für 2018 von einer Gesamtschadenbelastung in Höhe von 2,9 Mrd. USD aus. BASF und Solenis können nach Behördenzustimmung endlich ihre Fusion des Papier- und Wasserchemikaliengeschäfts abschließen.

Im Dividenden-Index verzeichnet heute nach dem Anstieg der letzten Tage die Aktie der Swiss Re erneut leichte Zugewinne. Aktuell notiert sie damit bei 83,90 Euro. Bei dem Schweizer Rückversicherer haben Naturkatastrophen auch zum Jahresende 2018 hohe Kosten verursacht. Dabei schlugen allein im 4.Quartal die Brände in Kalifornien und Taifune in Japan am meisten zu Buche. Die Schadenbelastung in den Monaten Oktober bis Dezember kosteten schätzungsweise eine Mrd. USD, wie die Swiss Re kürzlich mitteilte. Hierbei belasteten die Camp- und Woolsey-Brände vom November die Rechnung mit etwa 375 Mio. USD. Beide Brände wüteten in dem US-Bundestaat über eine Woche lang und verursachten nach Schätzungen der Schweizer einen Gesamtschaden von 16 Mrd. USD für die Versicherer weltweit. Die eigene Schadenbelastung durch den tropischen Wirbelsturm "Michael" vom Oktober wird von der Swiss Re auf 150 Mio. USD geschätzt. Auch die Taifune "Jebi" und "Trami" in Japan dürften Kosten von zusammen rund 320 Mio. verursacht haben. Dazu kamen noch Katastrophen, die von Menschen ausgelöst wurden. Diese verursachten weitere 300 Mio. USD an Kosten. Zu ihnen gehörten dem Rückversicherer zufolge ein schwerer Satellitenschaden und ein Großbrand in einem Industriebetrieb in Deutschland. Zusätzlich erhöhte sich noch die geschätzte Schadenbelastung für die Überschwemmung des Ituango-Staudamms in Kolumbien. Damit dürfte sich die Gesamtschadenbelastung für die Swiss Re im Geschäftsjahr 2018 auf 2,9 Mrd. USD summieren, hieß es.

Dennoch hat die Swiss Re in den letzten Geschäftsjahren ihre Aktionäre mehr als fürstlich an der Geschäftsentwicklung teilhaben lassen. Immerhin hob die Konzernführung trotz zumeist gestiegener Großschäden die Dividende beständig von 3,02 CHF im Jahr 2010 auf zuletzt 5,00 CHF (4,40 Euro) an. Mit der zuletzt ausgeschütteten Gewinnbeteiligung ergibt sich derzeit für die Anteilseigner auch weiterhin eine äußerst großzügige Kapitalrendite von 5,2%. Diese liegt damit auch nach wie vor über dem durchschnittlichen Wert der letzten 5 Jahre von 4,8%.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Ebenfalls leicht im Plus bei 63,80 Euro zeigt sich heute im Dividenden-Index die BASF-Aktie. Der Chemiekonzern hat nach der Zustimmung aller zuständigen Behörden die bereits angekündigte Fusion des Papier- und Wasserchemikaliengeschäfts mit dem US-Unternehmen Solenis abgeschlossen. Mit einem Pro-forma-Umsatz von rund 3 Mrd. USD werde das fusionierte Unternehmen unter der Marke Solenis operieren, teilten beide Konzerne heute mit. Damit sei es in der Lage, erweiterte chemische Angebote und kostengünstige Lösungen für Kunden aus den Bereichen Papier, Energie, Bergbau, Kommunaltechnik und in anderen Industriemärkten anzubieten. BASF wird an dem Gemeinschaftsunternehmen der Mitteilung zufolge insgesamt 49% halten, während 51% im Besitz des Verwaltungs- und Vermögensgeschäfts von Solenis unter der Leitung von Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) verbleiben. Derweil wird das neue Solenis-Unternehmen mit rund 5.200 Mitarbeitern über weltweit verbesserte Vertriebs-, Service- und Produktionskapazitäten verfügen.

Letztlich schließt die Fusion die gesamte Papier- und Wasser-Assets der Performance-Chemicals-Sparte von BASF mit ein, inklusive weltweiter Produktionsstätten sowie dazugehöriger Assets, einschließlich geistigen Eigentums. Das Papierbeschichtungsgeschäft der Ludwigshafener ist dagegen nicht Teil der Transaktion. Die Zusammenarbeit mit Solenis ist der richtige Schritt für das Papier- und Wassergeschäft von BASF, um weiterhin ein nachhaltiges Wachstum zu erzielen, so der Vorstand der Performance-Chemicals-Abteilung des Konzerns. Gemeinsam bieten wir ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungssortiment, um die besonderen Chemikalienanforderungen der internationalen Papier- und Wasserbranche zu erfüllen.

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