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Von TraderFox
26. Juni 2019

Trotz der kürzlich ausgeschütteten höheren Gewinnbeteiligung von 5,70 CHF (5,10 Euro) kommt die Swiss Re-Aktie weiterhin auf eine stattliche Rendite von 5,6%. Aber nicht nur die hohe Rendite an sich ist bemerkenswert, sondern auch die Beständigkeit des Rückversicherers. Immerhin hat das Management seit 2010 die Ausschüttung kontinuierlich fast verdoppelt. Zusätzlich wurden sogar noch verschiedene Aktienrückkaufprogramme aufgelegt.

Die Swiss Re steuert von Zürich aus ihr internationales Rückversicherungsgeschäft und gilt dabei als zweitgrößtes Unternehmen der Branche. Die wichtigsten Geschäfte des Schweizer Versicherers werden hierbei hauptsächlich in zwei Bereichen betrieben. Dazu zählen neben der Schaden- und Unfallrückversicherung auch die Lebens- und Krankenrückversicherung. In diesen Sparten operiert die Swiss Re entweder über Broker oder direkt mit ihrem globalen Kundenstamm. Dabei geht es vor allem um Risikotransfer, Risikofinanzierung und Asset Management. Die Aufgabe als Rückversicherers besteht letztlich darin, den Anteil an großen Risiken zu übernehmen, die Erstversicherer allein nicht tragen können. Ihren Kunden bietet die Swiss Re darüber hinaus umfassende Lösungen zur Unternehmensfinanzierung auf Basis von Versicherungsinstrumenten an. Zudem kauft und verwaltet das Unternehmen über seine Life Capital-Sparte alte Lebensversicherungsbestände.

Tochter ReAssure soll im Juli an die Londoner Börse



Die Swiss Re kommt bei dem schon vor einiger Zeit in Aussicht gestellten Börsengang seiner britischen Tochter ReAssure voran. Das Unternehmen, das geschlossene Vertragsbestände von Lebensversicherern übernimmt und zu Ende führt, soll noch im Juli an die London Stock Exchange gebracht werden, teilte der Schweizer Rückversicherer in der vergangenen Woche mit. Die eigentlichen Pläne zur möglichen Abspaltung hatte der Vorstand schon im vergangenen August ins Spiel gebracht und angesichts der unsicheren Situation rund um den Brexit auch daran festgehalten. Gleichzeitig wollte sich die Swiss Re aber auch die Tür für einen eventuellen Verkauf des Geschäfts offen gehalten. Den Angaben zufolge wurde ReAssure in Vorbereitungen auf das Börsendebüt in eine eigenständige Gesellschaft umgewandelt. Dabei hatten die Swiss Re sowie der japanischen Partner und bisherige Mitanteilseigner MS&AD Insurance Group das Kapital der Geschäftstochter um insgesamt 481 Mio. GBP (543 Mio. Euro) aufgestockt. Außerdem will der Rückversicherer mit dem geplanten Schritt auf das Börsenparket seinen Anteil an ReAssure von derzeit 75% auf unter 50% senken. Die Aktionäre der Swiss Re dürften sich indes sogar über eine weitere Nachricht freuen. Nachdem das Management bereits einen Aktienrückkauf in der Größenordnung von 1 Mrd. CHF (0,9 Mrd. Euro) aufgelegt hatte, dürfte in diesem Jahr wohl nun eine zweite Tranche im selben Volumen folgen. Dies hatte die Unternehmensführen bereits im Februar anlässlich der Bilanz-Pressekonferenz signalisiert.

Stabile und fürstliche Dividendenpolitik

Trotz der kürzlich ausgeschütteten höheren Gewinnbeteiligung von 5,70 CHF (5,10 Euro) kommt die Swiss Re-Aktie derzeit weiterhin auf eine stattliche Dividendenrendite von 5,6%. Aber nicht nur die hohe Rendite an sich ist bemerkenswert, sondern auch die Beständigkeit des Rückversicherers. Immerhin hat das Management seit 2010 die Ausschüttung kontinuierlich von damals 3,02 CHF auf nunmehr 5,70 CHF fast verdoppelt. Die Aktionäre selbst kamen dabei in den Genuss einer durchschnittlichen Rendite von 5,0%. Zusätzlich wurden von der Swiss Re sogar noch verschiedene Aktienrückkaufprogramme aufgelegt. Langfristig orientierte Investoren dürften sich über solche Meldungen durchaus freuen.

Die Swiss Re-Aktie befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

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