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Von TraderFox
09. Januar 2019

In Europa hat sich Sanofi schon länger als äußerst konservativer Dividendenzahler etabliert. Schließlich hat das Management im Rahmen seiner aktionärsfreundlichen Politik die Ausschüttungen seit 2007 beständig angehoben. Und selbst nach dem jüngsten Kursanstieg bietet die Aktie derzeit eine Rendite von 4%. Angesichts des zuletzt eingeleiteten Wachstumskurses dürfte auch für 2018 eine leicht höhere Dividende von 3,11 Euro zu erwarten sein.

Der französische Gesundheitskonzern Sanofi ist vornehmlich in den Bereichen Pharma, Generika und rezeptfreie Produkte aktiv. Hierbei liegt der Schwerpunkt des Unternehmens zunehmend in der Forschung, Entwicklung und Vermarktung der so genannten seltenen oder immunologischen Erkrankungen. Darüber hinaus werden von Sanofi unterschiedlichste Arzneimittel für Diabetes, Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, Onkologie und Infektionskrankheiten angeboten. Mit weltweiten Tochtergesellschaften, Kooperationen und Joint Ventures werden die Geschäfte dabei vor allem in Europa, den USA und Japan betrieben. Zuletzt übernahm Sanofi die US-Biotechfirma Bioverativ sowie das belgische Unternehmen Ablynx. Dabei ergänzt besonders die Akquisition von Ablynx das Geschäft des Pharmaherstellers, da das Biotechunternehmen ebenfalls im Bereich Bluterkrankungen weitreichende Forschung betreibt.

Gemeinsame Krebsforschung mit Regeneron soll auslaufen


Sanofi und das US-Biotechnologieunternehmen Regeneron wollen überraschenderweise ihre laufende Zusammenarbeit in der Krebsforschung schrittweise zurückfahren. Beide Unternehmen wollen noch bei zwei Antikörperprogrammen von Regeneron gemeinsam weiterforschen, wie der Pharmahersteller Anfang der Woche mitteilte. Eine seit 2015 geltende Vereinbarung, die eigentlich bis Mitte 2020 laufen sollte, sei aber entsprechend geändert worden. Sanofi könne so das eigene Entwicklungsprogramm in der Immunonkologie unabhängig von Regeneron fortführen, hieß es. Den Angaben zufolge wollen die Franzosen als Ausgleich rund 462 Mio. USD zahlen. An Entwicklungskosten für die zwei Antikörper aus dem Portfolio der US-Biotechfirma kommen noch bis zu 120 Mio. dazu. Sollten sich die beiden Antikörper letztlich als vielversprechend erweisen, so werde Sanofi die weiteren Entwicklungskosten zu 100% übernehmen. Regeneron erhalte außerdem eine Gebühr für die Beendigung der anderen Programme, die unter dem alten Vertrag vereinbart waren. Etwaige spätere Gewinne würden geteilt. Das bereits von beiden entwickelte Krebsmittel Libtayo, das im vergangenen Jahr die Zulassung in den USA erhalten hatte, bleibt von der neuen Vereinbarung aber unberührt. Dessen ungeachtet laufen nach den jüngsten Übernahmen zur Stärkung der seltenen Krankheiten die Geschäfte bei Sanofi insgesamt wieder besser. Allein im 3.Quartal kletterten die Erlöse dank des Umsatzsprungs in der Genzyme-Sparte und gestiegener Arzneimittelverkäufe in China um 3,7% auf 9,4 Mrd. Euro.

Aktionärsfreundliche Politik und 4% Rendite


In Europa hat sich Sanofi schon länger als äußerst konservativer Dividendenzahler etabliert. Schließlich hat das Management im Rahmen seiner aktionärsfreundlichen Politik die Ausschüttungen seit 2007 beständig von 1,75 Euro auf zuletzt 3,03 Euro angehoben. Dabei ist die Dividende allein in den letzten 5 Jahren um gut 9% gestiegen. In dieser Zeit lag die Rendite im Schnitt bei immerhin 3,8%. Und selbst nach dem jüngsten Kursanstieg bietet die Aktie eine Kapitalrendite von 4%. Auch wurde mit 45% die Ausschüttungsquote von Sanofi zuletzt an ein dem Geschäftsverlauf angemessenes Niveau angepasst. Sollte sich der jetzt eingeleitete Wachstumskurs des Konzerns tatsächlich festigen, so dürfte für 2018 auch eine leicht höhere Dividende von 3,11 Euro zu erwarten sein.

Die Sanofi-Aktie befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

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