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Von TraderFox
17. April 2019

Für Aktionäre war die Beteiligung an Orange in der jüngsten Vergangenheit durchaus lukrativ. Schließlich schüttet der französische Konzern schon seit etlichen Jahren recht sportliche Dividenden aus. Zwar bewegte sich die Gewinnbeteiligung von 2012 bis 2017 kaum von der Stelle. Dafür war aber die Kapitalrendite in diesem Zeitraum von im Schnitt 5,9% mehr als einträglich. Aktuell liegt die Rendite trotz der jüngsten Dividendenaufstockung nur bei 4,8%, die Aktie bietet sich damit dennoch als langfristige Depotbeimischung an.

Mit zuletzt knapp 41 Mrd. Euro Umsatz zählt der französische Konzern Orange zu den größten Telekommunikationsgesellschaften Europas und ist einer der wichtigsten Betreiber von Mobilfunk-und Breitband-Internet-Netzen. Dabei werden gut 70% der Erlöse neben dem Heimatmarkt in europäischen Ländern wie Spanien, Belgien, Luxemburg oder auch Polen erzielt. Aber auch in Afrika und dem mittleren Osten ist Orange stark präsent. Unter dem Markennamen Orange Business Services vertreibt der Konzern hierbei für internationale Unternehmen eine Vielzahl an maßgeschneiderten Informations- und Kommunikationsanwendungen. Insgesamt ist Orange damit derzeit in über 220 Ländern und Region der Welt geschäftlich aktiv. Das eigene Leitungsnetz wird dabei auch von Unterwasserkabeln und Satellitentechnologie unterstützt, und verbindet zahlreiche Städte in Europa und in Nordamerika miteinander.

Dank Premiumprodukten zurück auf Wachstumspfad

Bei Orange war zuletzt vor allem das Auslandsgeschäft einer der wichtigsten Wachstumstreiber gewesen. Der konzernweite Umsatz kletterte jedoch im Geschäftsjahr 2018 nur um 1,3% auf 41,4 Mrd. Euro. Dafür legte aber der Jahresüberschuss umso deutlicher um fast 6% auf 2,1 Mrd. Euro zu. Als Telekommunikationsdienstleister ist Orange aber dank margenstarker Qualitätsprodukte wie Glasfaser, TV-Angebote, LTE und attraktiven Datentarifen operativ wieder auf Wachstumskurs. Für die Franzosen war zuletzt auch die Einführung von Konvergenzprodukten, wie die Bündelung von Festnetz, Mobilfunk und TV-Programmen hierbei ein entscheidender Erfolgsfaktor. Auch bietet die Digitalisierung für Orange die Chance, neue Erlösquellen mit Technologien wie künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Internet of Things (IoT) u.a. zu erschließen. Hierzu muss vom Management allerdings das Geschäftsmodell hin zu einem Digital Service Provider weiterentwickelt werden. Schließlich hat der Konzern mit der hierfür benötigten Infrastruktur und dem großen Kundenstamm eine gesunde Ausgangsbasis. Und dem neuen 5G-Mobilfunkstandard fällt dabei auf absehbare Zeit eine größere Bedeutung zu.

Zunächst muss Orange aber die finanziellen und personellen Belastungen abfedern, die den zügigen Infrastrukturausbau weitgehend ermöglichen. Danach dürfte sich der Mobilfunk- und Breitbandanbieter aber strategisch weiter entwickeln und im Rahmen der dann superschnellen 5G-Übertragungsraten vor allem mit neuen Produktinnovationen in die Offensive gehen. Insofern stehen für Orange die Chancen recht gut, vom Wandel der Digitalisierung weiterhin profitieren zu können. In den Jahren 2019 und 2020 will der Netzbetreiber jedenfalls den operativen Cashflow weiter steigern und so seine Dividendenausschüttungen sicherstellen.

5% Dividende trotz Investitionen

Für Aktionäre war die Beteiligung an Orange in der jüngsten Vergangenheit durchaus lukrativ. Schließlich schüttet der französische Konzern schon seit etlichen Jahren recht sportliche Dividenden aus. Zwar bewegte sich die Gewinnbeteiligung bei Orange angesichts gestiegener Investitionen von 2012 bis 2017 nur zwischen 0,80 Euro und 0,65 Euro. Dafür war aber die Kapitalrendite in diesem Zeitraum von im Schnitt 5,9% doch recht einträglich. Aktuell liegt die Rendite trotz der jüngsten 2018er Dividendenaufstockung des Managements auf 0,70 Euro aber nur bei 4,8%. Dennoch bietet sich die Aktie damit als langfristige Depotbeimischung an.

Die Orange-Aktie befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

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