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Von TraderFox
22. Mai 2020

Ungeachtet der zunehmenden Spannungen zwischen den USA im Handelsstreit mit China bleibt der QIX Dividenden Europa Index am Freitag gelassen. Der Index legt dabei am Nachmittag sogar um 0,3% auf 9.790 Punkte zu. Novartis erhält die EU-Genehmigung für Gentherapie zur Behandlung von Muskelerkrankung und wächst dank stark nachgefragten Arzneimitteln derzeit dynamisch. Mobilfunk- und Breitbandprovider Elisa erwartet durch neue 5G-Technologie frische Wachstumsimpulse und schüttet weiterhin eine hohe Dividende aus.

Trotz zuletzt guter Zahlen gibt heute im Dividenden-Index die Aktie von Novartis wieder nach und steht damit aktuell bei 77,40 Euro. Der Schweizer Pharmaproduzent hat mit seinem derzeit teuersten Medikament der Welt eine wichtige Hürde genommen. Zolgensma habe eine vorläufige EU-Zulassung erhalten, bestätigte ein Sprecher der EU-Kommission am Mittwoch gegenüber der Presse. Die Therapie werde zur Behandlung von Babys und Kindern mit einem Gewicht von bis zu 21 Kg eingesetzt, die an spinaler Muskelatrophie (SMA) erkrankt seien, betonte das Unternehmen. Die Erbkrankheit löst unter anderem Muskelschwund aus. Unbehandelt führt sie oft vor Erreichen des zweiten Lebensjahres zum Tod. Dabei ist Zolgensma eine von der Novartis-Tochter Avexis entwickelte Gentherapie und wurde bereits in den USA vor einiger Zeit zugelassen. Laut Listenpreis kostet die Therapie dort aber knapp 2,1 Mio. USD (ca. 1,9 Mio. Euro). Nach der jetzt erfolgten Zulassung will das Pharmaunternehmen das Medikament nun in Kürze auch in Deutschland auf den Markt bringen. Der genaue Termin sei allerdings noch offen, sagte eine Sprecherin von Novartis.

Ungeachtet der laufenden Corona-Krise hatten die Schweizer aber einen soliden Start in das neue Jahr. Und angesichts der derzeitigen starken Wachstumsdynamik und der Vielzahl an möglichen Neuzulassungen, wie der für den Einsatz bei Asthma vorgesehene Enerzair Breezhaler-Inhalator, bleibt die Aktie des Gesundheitskonzerns vergleichsweise unterbewertet. Zumal für die Aktionäre auch die letzten Jahrzehnte angesichts der krisenfesten Dividendenqualität ausgesprochen einträglich waren. Novartis hat die Ausschüttungen in den letzten 10 Jahren dabei ohne Unterbrechung um fast 50% auf zuletzt 3,04 USD immer weiter erhöht. Die Dividendenrendite lag währenddessen meist immer über 3%.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Leicht im Plus zum Vortag bei 54,30 Euro präsentiert sich heute im Dividenden-Index die Elisa-Aktie. Der finnische Mobilfunk- und Breitbandanbieter, der neben dem Heimatmarkt hauptsächlich in Schweden und Dänemark sowie im Baltikum und Russland operiert, ist ein eindrucksvolles Wachstumsunternehmen. Immerhin entwickelt und verkauft die Firma modernste Technologien und Dienstleistungen rund um den Bereich IT-Infrastruktur- und Funknetzwerke. Mit diesem robusten Geschäftsmodell gelang es Elisa in den letzten 5 Jahren den Umsatz kontinuierlich von 1,56 Mrd. auf zuletzt 1,84 Mrd. Euro zu steigern. Der Gewinn legte dabei um beeindruckende 25% zu. Und im Gegensatz zu den meisten europäischen Telekommunikations-Unternehmen sind die Finnen dazu auch noch äußerst profitabel. Aktuell erzielt das Management mit den derzeit angebotenen Breitbandinternet-Verbindungen, die Kunden unter anderem für Kabel-TV-Dienste oder auch Voice-over-IP-Telefonie nutzen und Mobilfunkangeboten jedenfalls eine Gewinnmarge von starken 16%. Auch überzeugt Elisa`s Dividendenrendite von gegenwärtig 3,5%, die sich im Vergleich zu den niedrigen und teils negativen Anleihezinsen durchaus sehen lassen kann.

Das Unternehmen selbst erwartet vor allem durch den neuen 5G-Mobilfunkstandard frische Wachstumsimpulse. Derzeit werden aber zunächst auch 4G-Standorte in Skandinavien weiter ausgebaut, damit kommt der Netzwerkprovider letztlich der steigenden Nachfrage nach schnellerem mobilen Internetempfang nach. Seine 3G-Frequenzen will Elisa zugleich bis Ende 2023 nach und nach abschalten. Die neue 5G-Technologie wird dem Unternehmen zufolge bereits von tausenden Privat- und Geschäftskunden in der Hauptstadt Helsinki ausgiebig getestet, und bringt der Mobilfunksparte derzeit viele technologieinteressierte Vertragsneukunden.

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