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Von TraderFox
05. Dezember 2018

Mit den vierteljährlichen Dividendenausschüttungen lässt sich die Aktie von GlaxoSmithKline durchaus als solide Einkommensaktie einordnen. In den letzten 10 Jahren konnten sich die Anteilseigner auch über eine Rendite von im Schnitt 4,4% freuen. Aktuell liegt sie aber wieder bei stattlichen 5,4% und damit über dem Durchschnitt der letzten Geschäftsjahre. Auch wenn die derzeitige Ausschüttungsquote damit bei Glaxo relativ hoch ist, so dürfte die Dividende erst in 1 bis 2 Jahren angepasst werden.

GlaxoSmithKline zählt mit einem Jahresumsatz von 30 Mrd. GBP zu den weltweit führenden Arzneimittelherstellern, Forschungskonzernen und Anbietern von Gesundheitsprodukten. Der Schwerpunkt des britischen Unternehmens liegt hierbei vornehmlich auf Produkten zur Prävention und der Behandlung von akuten und chronischen Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem Medikamente gegen Asthma, HIV, Diabetes und Krebs. Darüber hinaus produziert Glaxo verschiedene Impfstoffe, die gegen Krankheiten wie Hepatitis A und B, Tetanus, Typhus oder auch Grippe schützen. In der Consumer Healthcare-Sparte dagegen bietet das Unternehmen mit großen, bekannten Marken wie Odol, Dr. Best und Sensodyne ein komplettes Mundpflege-Programm. Aber auch wohl bekannte Arzneimittel sowie Nahrungsergänzungsprodukte zur Gesundheitsvorsorge und Selbstmedikation gehören zum weltweiten Sortiment.

Wachstumsbeschleunigung nach Übernahme erwartet


GlaxoSmithKline will sein Kerngeschäft im Bereich Onkologie ausbauen und vermeldete dazu Anfang der Woche die 5,1 Mrd. Dollar schwere Übernahme des US-Krebsspezialisten Tesaro. Die Akquisition von Tesaro wird unser Pharmageschäft durch den Aufbau unserer Onkologie-Pipeline stärken, begründete die Chefin des britischen Konzerns den Zukauf. Dieser biete zudem neue Chancen bei wissenschaftlichen Entwicklungen und sorge langfristig für nachhaltiges Wachstum. Auch Analysten sehen die Pläne von Glaxo durchaus positiv, da sich der Pharmariese den Zugriff auf mehrere bereits zugelassene und vermarktete Onkologie-Produkte sichern würde. Hinzu kämen weitere Medikamente, die sich im frühen bis mittleren Stadium der Entwicklung befänden. Allerdings bieten die Briten 75 US-Dollar je Tesaro-Aktie, was einem Aufschlag von immerhin 110% auf den durchschnittlichen Kurs der vergangenen 30 Tage entspricht. Und um die benötigten Mittel für die geplante Akquisition sicherzustellen, hat Glaxo zugleich auch den Verkauf seiner asiatischen Malzgetränke-Sparte angekündigt. Diese soll für 3,3 Mrd. Euro in bar und Aktien an den britisch-niederländischen Konzern Unilever gehen. Im Rennen um das Geschäft mit den beliebten Getränkemarken Horlicks und Boost in Indien und über 20 anderen vorwiegend asiatischen Märkten hatten Insider zuletzt Unilever im Vorteil gegenüber Nestlé gesehen. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf dürfte es Glaxo letztlich auch einfacher fallen, den Tesaro-Deal über die Bühne zu bringen. Für die Aktionäre bleibt aber zu hoffen, dass die zuletzt gezahlte Ausschüttungsquote nicht darunter leidet.

Beständige Dividende mit über 5% Rendite


Mit den vierteljährlichen Dividendenausschüttungen lässt sich die Aktie von GlaxoSmithKline durchaus als solide Einkommensaktie einordnen. Während die Dividende 2007 noch bei 0,53 GBP lag, wurde sie vom Management bis zuletzt auf 0,80 GBP (0,90 Euro) erhöht. Allerdings verharrt die Gewinnausschüttung aufgrund der laufenden Umstrukturierung jetzt schon seit 4 Jahren auf diesem Niveau. In den letzten 10 Jahren konnten sich die Anteilseigner aber immerhin über eine Rendite von im Schnitt 4,4% freuen. Aktuell liegt sie aber wieder bei stattlichen 5,4% und damit über dem Durchschnitt der letzten Geschäftsjahre. Auch wenn die derzeitige Ausschüttungsquote bei Glaxo relativ hoch ist, so hat der Pharmahersteller zuletzt bekräftigt, die Dividende erst in 1 bis 2 Jahren anpassen zu wollen.

Die GlaxoSmithKline-Aktie befindet sich im Dividenden-Auswahlindex QIX Dividenden Europa. Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

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