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Von TraderFox
25. Juli 2019

Am Donnerstag gönnt sich der QIX Deutschland nach der jüngsten Rally und in Anbetracht schwacher Konjunkturdaten eine Verschnaufpause. Frische Impulse sind allerdings durch die heutige EZB-Sitzung zu erwarten. Der Index notiert aber am Nachmittag zunächst leicht im Plus bei aktuell 13.065 Punkten. Deutsche Börse kann ihren Umsatz in Q2 um 6% und den operativen Gewinn sogar um 9% steigern. HUGO BOSS will nach schwierigem Jahresauftakt im 2ten Halbjahr mit Hilfe des ausgebauten Online-Geschäfts deutliche Ergebniszuwächse erzielen.

Angesichts des heutigen Umfeldes zeigt sich im Qualitäts-Index die Aktie der Deutschen Börse äußerst fest und ist damit einer der Tagesfavoriten. Aktuell liegt sie dabei mit 1,8% im Plus bei 129,05 Euro. Für den Frankfurter Börsenbetreiber laufen die Geschäfte derzeit weiterhin prächtig. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, seien die Erlöse allein im 2.Quartal um 6% auf 725 Mio. Euro geklettert. Ausschlaggebend hierfür war vor allem der Absicherungsbedarf vieler Investoren, der Umsatz und Gewinn bei der Derivatesparte Eurex nach oben trieb. Dazu sorgten die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsen in den USA für Zuwächse im Geschäft mit der Verwahrung von Wertpapieren, das in der Tochter Clearstream gebündelt ist. Letztlich zog der operative Gewinn (EBITDA) der Deutschen Börse um 9% auf knapp 466 Mio. Euro an. Der Finanzvorstand bestätigte darüber hinaus die bisherigen Jahresziele. Demnach sollen der gruppenweite Umsatz um 5% und der bereinigte Betriebsgewinn um 10% steigen. Mögliche Sondereffekte wie Kosten für den laufenden Stellenabbau wurden bei den Prognosen jedoch ausgeklammert. Dafür will der Börsendienstleister in diesem Jahr besonders im Geschäft mit Energieprodukten, Währungen und festverzinslichen Wertpapieren wachsen. Auch Dienstleistungen für Investmentfonds sowie rund um Daten und Indizes plant die Deutsche Börse stärker auszubauen.

Seinen robusten Wachstumskurs bleibt Deutschlands größter Börsenplatzbetreiber damit nicht nur treu, sondern wird dabei auch von der weiterhin monopolartigen Marktstellung begünstig. Von 2012 bis heute kletterte jedenfalls der Gewinn, auch getrieben durch Zu- und Verkäufe, im Schnitt um 9%. Die zuletzt von der Deutschen Börse erzielte EBIT-Marge von 42% ist dabei mehr als überragend. Und auch die Eigenkapitalrendite von 17% kann sich durchaus sehen lassen. Die Aktie selbst wird gegenwärtig mit einem KGV von gut 20 bewertet, und ist damit nicht zu teuer. Letztlich entspricht sie auch wichtigen Aufnahmekriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Deutliche Zugewinne von 2,3% kann heute im Qualitäts-Index auch die Aktie von HUGO BOSS-Aktie verbuchen. Aktuell notiert sie damit bei 59,05 Euro. Das Analysehaus Warburg Research hatte am Mittwoch die Einstufung für die Papiere vor Quartalszahlen auf "Buy" mit dem Kursziel von 90 Euro bestätigt. Die Resultate des Modekonzerns dürften die Margensorgen wohl kaum beseitigen, schrieben die Analysten in einer Studie. Jedoch sei das Papier attraktiv bewertet.

HUGO BOSS erzielte zuletzt mit seinen verschiedenen Marken von der klassischen Konfektion über Abend- und Freizeitmode bis hin zu funktioneller Sportswear und komplettierenden Accessoires einen Jahresumsatz von 2,8 Mrd. Euro. Dabei trägt die Sparte BOSS Woman derzeit knapp 10% zu den Konzernerlösen bei. Abgerundet wird das Modesortiment aber auch mit Einnahmen aus Lizenzen, die das Unternehmen für Produkte wie Düfte, Brillen und Uhren an ausgesuchte Partnerfirmen vergibt. Im Premiumsegment erwartet HUGO BOSS nach dem eher enttäuschenden Erlösanstieg des Vorquartals um 2% auf 664 Mio. Euro mit einem Ergebnisrückgang von 22% für das 2.Quartal im Wesentlichen leichte Besserungen. Entscheidend wird vor allem auch die Entwicklung des Online-Geschäfts sein. Immerhin konnte neben dem Onlinehandel auch das für das Modeunternehmen so wichtige Asiengeschäft im ersten Jahresviertel bereits teilweise deutlich zulegen. Die anhaltend hohe Absatzdynamik in China sowie die konsequente Digitalisierungsstrategie wird von Analysten jedenfalls durchweg positiv gesehen.

Die am 1.August anstehenden Quartalszahlen von HUGO BOSS sind aber letztlich nur von untergeordneter Bedeutung. In Anbetracht positiver Basiseffekte gegenüber der 2ten Jahreshälfte 2018 steht das laufende 2te Halbjahr aber unter dem Vorzeichen von voraussichtlich deutlichen Ergebniszuwächsen. Bis Ende 2022 indes plant das Management zudem eine schrittweise Steigerung der EBIT-Marge auf bis zu 15 %. Zuletzt lag die Umsatzmarge bei 12%.

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