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Von TraderFox
01. August 2019

Nach der gestrigen US-Zinssenkung geht es am Donnerstag dank positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone und solider Bilanzen beim QIX Deutschland wieder aufwärts. Der Index legt dabei bis zum Nachmittag um 0,3% auf 12.770 Punkte zu. Infineon kann Umsatz in Q3 trotz schwierigem Umfeld um 2% auf 2,02 Mrd. Euro steigern und konkretisiert seine Wachstumspläne mit Cypress. FUCHS PETROLUB bestätigt mit Halbjahreszahlen den 2019er Umsatzrückgang von bis zu 3% und hält am laufenden Investitionsprogramm fest.

Deutliche Zugewinne verzeichnet im Qualitäts-Index heute die Aktie von Infineon. Aktuell steigt sie dabei um 1,9% auf 17,35 Euro. Der Chiphersteller hat sich angesichts schwieriger Bedingungen im Halbleitermarkt im 3.Quartal recht beachtlich geschlagen. Wie das Münchner Unternehmen heute mitteilte, stiegen die Umsätze im Zeitraum von April bis Juni im Vergleich zum Vorquartal um 2% auf 2,02 Mrd. Euro. Letztlich konnte Infineon damit die Erwartungen der Analysten erfüllen. Der Betriebsgewinn ging allerdings um 5% auf 317 Mio. Euro zurück, wodurch sich auch die Gewinnmarge auf 15,7 von 16,7% verringerte. Das Management geht aber dennoch davon aus, für das Gesamtjahr 2018/19 (30. Sept.) eine Nettomarge von 16% erzielen zu können. Außerdem soll der Jahresumsatz um rund 5% auf 8 Mrd. Euro steigen. Trotz des anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfelds gehen wir davon aus, dass wir unsere Ziele für das laufende Geschäftsjahr erreichen, sagte der Konzernvorstand. Die strukturellen Treiber in unseren Zukunftsmärkten sind intakt und auch die langfristige Wachstumsperspektive von Infineon ist weiterhin gut, betonte der Manager.

Wachstum versprechen sich die Münchner vor allem auch von der jüngsten Übernahme des kalifornischen Chipproduzenten Cypress Semiconductor, für den das Unternehmen immerhin 9 Mrd. Euro auf den Tisch legen will. Mit Cypress verschaffen wir Infineon eine noch bessere Ausgangsposition in wichtigen Zukunftsmärkten und beschleunigen unser Tempo, erklärte der Firmenchef. Der US-Konkurrent produziert Halbleiter unter anderem für selbstfahrende Autos. Zudem erhofft sich das Management von Cypress einen besseren Zugang zum lukrativen Geschäft mit der Vernetzung und Steuerung von Haushaltstechnik wie Heizungen, Beleuchtung oder Kühlschränken. Bislang erwirtschaftet Infineon allerdings einen Großteil seines weltweiten Umsatzes mit der Autoindustrie, die derzeit im Umbruch steckt.

Trotz der jüngsten Kurserholung wird die Aktie des Halbleiter-Spezialisten nur mit einem 2020er KGV von gut 16 bewertet. Im Zuge der letzten Dividendenerhöhung ergibt sich zudem auch eine überschaubare Rendite von 1,6%. Infineon erwirtschaftet obendrein eine hohe Eigenkaptalrendite von über 17% und ist mit einer Eigenkaptalquote von 59% finanziell bestens aufgestellt. Damit entspricht die Aktie wichtigen Kriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Ebenfalls gut behaupten kann sich heute im Qualitäts-Index die Aktie von FUCHS PETROLUB. Aktuell klettert das Papier dabei um 1,0% auf 35,30 Euro. Dem Mannheimer Schmierstoffhersteller macht die anhaltend schwache Nachfrage aus der Autoindustrie weiterhin zu schaffen. Das erste Halbjahr 2019 verlief für Fuchs enttäuschend, hieß es heute von Unternehmensseite. Nach einem schwachen 1.Quartal in Europa und Asien habe der Umsatzrückgang im 2.Quartal nun auch Nord- und Südamerika und damit alle für das Unternehmen wichtigen Märkte erfasst, sagte der Vorstand. In den ersten 6 Monaten gingen die Erlöse von FUCHS PETROLUB folglich um 1.0% auf knapp 1,3 Mrd. Euro zurück. Der operative Gewinn (EBIT) fiel dabei sogar um 19% auf 157 Mio. Euro. Der Konzernchef steuert dieser Entwicklung bereits seit einiger Zeit mit umfassenden Kostensenkungen entgegen. An den Investitionen für Modernisierung und Erweiterung der weitweiten Werke hält das Management aber weiter fest.

Für das verbleibende Jahr gehen wir nicht von einer Verbesserung der globalen wirtschaftlichen Gesamtsituation aus und erwarten auch nicht die Belebung des für uns wichtigen automobilen Sektors, schrieb der Vorstand zudem an die Aktionäre. Die Ziele für das Gesamtjahr strich FUCHS PETROLUB deshalb schon vor ein paar Wochen zusammen. Für 2019 rechnet das Unternehmen, das vor allem für seine patentierten Spezialschmierstoffe bekannt ist, nun mit einem Rückgang beim EBIT um 20 bis 30%. Der Umsatz soll um bis zu 3% zurückgehen. Zuvor war das Management noch von einem Umsatzanstieg im Bereich von 2 bis 4% ausgegangen.

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