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Von TraderFox
07. Januar 2019

Nach der fulminanten Erholungsrally vom Freitag ist beim QIX Deutschland am Montag wieder leichte Zurückhaltung angesagt. Vor den heute und morgen anstehenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China gibt der Index letztlich um 0,2% auf 11.880 Punkte nach. Norwegischer Staatsfonds erhöht Beteiligung an ProSiebenSat.1 Media auf über 3%. BMW verbucht 2018 überraschenden Umsatzanstieg in den USA und bekräftigt Margenziele.

Zu den Tagesgewinnern im Qualitäts-Index gehört heute mit einem Plus von 2,8% auf 14,95 Euro die ProSiebenSat.1 Media-Aktie. Der Münchner Free-TV-Anbieter gab vergangene Woche bekannt, dass der norwegische Staatsfonds seine Beteiligung an dem Konzern ausgeweitet habe. Nach zuvor 2,83% hält der größte staatliche Pensionsfonds der Welt nun 3,12% der Aktien von ProSiebenSat.1 Media. Der zuletzt auf fast 1 Billion USD angestiegene Fonds der Norweger ist weltweit sowohl an Wachstumsunternehmen als auch an konservativ agierenden Konzernen beteiligt. Dabei wurde das Fondsvermögen zuletzt immerhin bis zu 66,8% in Aktien und 30,6% in Anleihen investiert. Nur 2,6% der Gesamtsumme werden in Immobilien angelegt. Die Anlagerichtlinien selbst sind dabei von den Prinzipien ethischer Investments geprägt. Neben dem US-Vermögensverwalter BlackRock ist der norwegische Fonds damit letztlich der zweitgrößte Investor am deutschen Aktienmarkt. Ob er sich aber in das operative Geschäft von ProSiebenSat.1 Media einbringt ist allerdings offen.

Immerhin will der Vorstand in diesem Jahr alles daran setzten, mit einer geschäftlichen Trendwende das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Schließlich hat der Manager des Medienkonzerns angekündigt, die Umsätze von bislang 4 Mrd. Euro innerhalb der nächsten 5 Jahre auf 6 Mrd. Euro steigern zu wollen. Der Betriebsgewinn (EBITDA) soll ebenfalls um rund die Hälfte auf knapp 1,5 Mrd. Euro klettern. Zwar sind die Pläne von ProSiebenSat.1 Media durchaus ambitioniert, der neue Konzernchef hat sein strategisches Vorhaben aber auch schon konkretisiert. Zum einen plant er die hauseigenen Streaming-Angebote mithilfe öffentlich rechtlicher Inhalte sowie einer internationalen Allianz deutlich auszubauen. Außerdem will ProSiebenSat.1 Media in den kommenden Jahren deutlich stärker auf smartere Formate wie Handy, Internet und Co. setzen. Auch die Werbung soll insgesamt intelligenter werden und sich stärker an den jeweiligen Zielgruppen orientieren.

Fraglich bleibt allerdings, ob die Dividende des letzten Jahres beibehalten werden kann. Im Mai hatte das Unternehmen noch 1,93 Euro ausgeschüttet, daraus ergäbe sich für die Aktie nun eine Dividendenrendite von mehr als 12%. Zudem liegt bei einem geschätzten 2019er Gewinns von 2,43 Euro je Aktie mit einem KGV von nur 6 eine deutliche Unterbewertung vor. Überzeugend bei ProSiebenSat.1 Media ist auch die nach wie vor hohe EBIT-Marge von 20% sowie die Eigenkapitalrendite von 37%. Damit erfüllt das Papier weiterhin wichtige Kriterien für eine Notierung im Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

Nach der regelrechten Kursexplosion vom Freitag notiert heute im Qualitäts-Index die BMW-Aktie kaum verändert bei 71,65 Euro. Der Premium-Autobauer hat im vergangenen Jahr in den USA erstmals seit 2015 wieder mehr Autos verkaufen können. Vor allem Aufgrund des Erfolgs bei SUV-Modellen kletterte der Absatz bei der Kernmarke BMW um 1,7% auf 311.014 Autos, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Getrieben wurden die Verkäufe dabei besonders von dem neuen Modell des Stadtgeländewagens X3. Da BMW das Modell nicht mehr nur in den USA baut, sondern auch in China, kann das Unternehmen daher auch mehr davon in Amerika verkaufen. Zuvor hatten die Münchener in den Staaten zwei magere Jahre mit teils deutlichen Absatzrückgängen verzeichnet. Die Kleinwagenmarke MINI wurde allerdings auch dieses Jahr weniger Fahrzeuge los. Mit insgesamt 43.684 Fahrzeugen lag das Minus bei 7,3%.

Zudem hatte der Vorstandsvorsitzende von BMW jüngst das Margenziel des Autoherstellers von mindestens 7% im abgelaufenen Jahr als erreicht angesehen. In einem Interview mit dem Magazin FOCUS erklärte der Manager, wir haben unsere Mannschaft klar auf die Marge 2018 verpflichtet. Zugleich betonte er, dass der grundsätzliche Anspruch bei der Marge bei 8 bis 10% bleibe. Aber es hänge von den Rahmenbedingungen ab, wo wir am Ende landen. Den konkreten Ausblick für 2019 will BMW allerdings erst bei der Bilanzvorlage im März vorlegen.

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