fb-qix
16
Von TraderFox
18. April 2019

Dem Pharma- und Technologieunternehmen Merck ist es in der Vergangenheit regelmäßig gelungen, anvisierte Wachstumsziele zu erreichen. Während der zurückliegenden 5 Jahre ist das Geschäft jedenfalls um rund 40% gewachsen. Das Gewinnwachstum war sogar noch dynamischer und hat sich währenddessen auf 3,3 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Neben dem breit diversifizierten Geschäftsmodell ermöglicht dem Konzern auch die anhaltend starke Pharmasparte eine mehr als prächtige Nettomarge von 23% einzufahren.

Der Merck-Konzern ist mit Jahreserlösen von rund 15 Mrd. Euro weltweit in der Chemie-, Pharma- und Life Science-Branche tätig. Dabei reicht das Spektrum der Produkte von Präparaten gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen bis zu Arzneimitteln für die Selbstmedikation. Außerdem stellt das Darmstädter Technologieunternehmen Flüssigkristalle für Displays und Elektronikchemikalien zur Chipherstellung sowie Pigmente, Kosmetik- und Medikamentenwirkstoffe und auch zahlreiche Laborprodukte für die Pharmaforschung her. Ergänzt wird das Angebot von Merck durch Laborchemikalien, Lösungsmittel, Filtertechniken für die Wasseraufbereitung sowie Bioprozessverfahren und bioanalytische Services für die Pharmaindustrie. Im Rahmen seiner Umstrukturierung übernahm der Konzern in Jahr 2015 das amerikanische Life-Science-Unternehmen Sigma-Aldrich. Zudem wurde Ende 2018 der Verkauf des Geschäfts rund um rezeptfreie Medikamente an Procter & Gamble abgeschlossen.

Ausbau der Schweizer Biotech-Medikamenten-Produktion geplant

Nach der zuletzt erfolgreichen Übernahmeschlacht um den amerikanischen Spezialgase und -Chemikalienhersteller Versum expandiert Merck derzeit auch mit seiner Pharmasparte. Wie das Unternehmen dazu jüngst bekannt gab, werde der Ausbau der Produktionskapazitäten für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel am Schweizer Standort Aubonne mit Investitionen von 150 Mio. Euro gestärkt. Das Geld werde dabei in den Neubau einer Produktionsstätte fließen, in der künftig Biopharmazeutika für über 150 Länder produziert werden sollen. Damit will Merck dem weltweit steigendem Bedarf an Arzneimitteln wie der Fruchtbarkeitstherapie Gonal-f, dem Krebsmedikament Bavencio und dem onkologischen Prüfpräparat M7824 (Bintrafusp alfa) gerecht werden. Diese Investition spiegelt unser Bestreben wider, Medikamente bereitzustellen, die stets die höchsten Qualitätsstandards erfüllen und Patienten weltweit jederzeit zur Verfügung stehen, betonte der Vorstand vom Mercks Pharmasparte. Sie zeigt zudem, dass wir zuversichtlich sind, was das zukünftige Wachstum unseres Unternehmensbereichs Healthcare angeht. Dem Manager zufolge soll das neue Gebäude voraussichtlich schon 2020 fertiggestellt sein, die neuen Qualitätskontrolllabore könnten danach spätestens 2021 in Betrieb gehen.

Für Merck bleibt mit den Produktionsstätten Aubonne und dem nahegelegenen Vevey die Schweiz auch weiterhin der wichtigste Standort zur Herstellung von Biopharmazeutika. Mit der neuesten Erweiterung hat der Konzern damit innerhalb der vergangenen 10 Jahre mehr als 1 Mrd. Schweizer Franken (800 Mio. Euro) in seine beiden Werke investiert. Weltweit umfasst das Netzwerk aber insgesamt 18 Produktionsstandorte, an denen biotechnologische und pharmazeutische Arzneimittel von Merck produziert werden. Und diese kommen täglich bis zu 70 Millionen Patienten zugute.

Wachsende Geschäfte und stattliche Margen

Dabei ist es dem Pharma- und Technologieunternehmen schon in der Vergangenheit regelmäßig gelungen, seine anvisierten Wachstumsziele zu erreichen. Allein während der zurückliegenden 5 Jahre ist das Geschäft von Merck auch unterstützt von Zukäufen um rund 40% gewachsen. Das gruppenweite Gewinnwachstum war sogar noch dynamischer und hat sich währenddessen auf 3,3 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. Neben dem insgesamt breit diversifizierten Geschäftsmodell ermöglicht dem Konzern auch die anhaltend starke Pharmasparte eine mehr als prächtige Marge einzufahren. Aktuell liegt die Nettomarge bei beachtlichen 23%, die EBIT-Marge beläuft sich dagegen nur auf 12%. Und auch das Dividendenwachstum ist bemerkenswert. Seit 2009 hat sich die Gewinnausschüttung von 0,50 Euro bis heute auf 1,25 Euro fast verdreifacht.

Die Merck-Aktie befindet sich im Qualitäts-Auswahlindex QIX Deutschland. Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt. Die im Index enthaltenen Unternehmen zeichnen sich durch hohe Gewinnspannen und Kapitalrenditen sowie stabile Wachstumsraten und solide Bilanzen aus. Auch Value-Kriterien wie Dividendenrendite, niedrige Kurs-Gewinn- und Kurs-Umsatz-Verhältnisse werden mit einbezogen.

Teilen

TraderFox
TraderFox
Realtime Stock Screening

Die TraderFox GmbH ist eine Tochterfirma von finanzen.net und Axel Springer. Wir erforschen Börsenerfolg und erstellen regelbasierte Portfoliokonzepte zu den besten Anlagestrategien der Börsengeschichte mit dem Ziel den Markt langfristig deutlich zu schlagen.

Unsere Redakteure berichten in den Kategorien Marktberichte Deutschland und Marktberichte International über das aktuelle Börsengeschehen