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Von TraderFox
05. März 2019

Die erneute Sorge um Chinas Wirtschaft belastet ungeachtet der Hoffnungen auf eine mögliche Einigung im US-Haushaltsstreit am Dienstag den QIX Deutschland. Allerdings notiert der Index dabei am Nachmittag nur leicht im Minus bei 12.855 Punkten. Fresenius Medical Care profitiert von einer Analystenstudie und sieht sich für die 2019/20er Unternehmensziele dank jüngster Zukäufe bestens gerüstet. BMWs Geschäfte laufen derzeit auf Hochtouren, mit Partnerschaften sowie neuer Technik sollen zudem CO2-Ziele bis 2021 erreicht werden.

Mit einem Zugewinn von 1,3% auf 68,30 Euro ist heute die Aktie von Fresenius Medical Care zu einem der Gewinner im Qualitäts-Index aufgestiegen. Die Privatbank Berenberg hat nach den jüngsten Zahlen das Kursziel für die Papiere leicht von 88,85 auf 88,65 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Buy" belassen. Der Dialysespezialist habe das vergangene Jahr stark beendet, schrieben die Analysten in einer Studie. Die Unternehmensziele für 2019 seien erwartungsgemäß und die für 2020 besser als erwartet ausgefallen. Das neue Kursziel gehe unter anderem auf leichte Änderungen ihrer Annahmen für den Barmittelzufluss zurück.

Fresenius Medical Care hat nach dem überragendem Schlussquartal mit seinen Geschäften für 2018 insgesamt überzeugen können. Dabei überraschte das Unternehmen vor allem auch mit der deutlichen höheren Dividende und dem angekündigtem Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Mrd. Euro positiv. Auch den Ausblick für 2019 und 2020, der einen Anstieg des Umsatzes von 3 bis 7% sowie eine Verbesserung des bereinigten Ergebnisses im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereichs vorsieht, konkretisierte das Management. Letztlich dürften die von Fresenius Medical Care anvisierten Ziele unter anderem mit Kostensenkungen und einer stärkeren Fokussierung auf Heimdialyse zu erreichen sein. Dennoch bleiben einige Unsicherheiten bezüglich der weiteren Entwicklung von Vergütungssätzen bei Dialysebehandlungen im wichtigen US-Markt. Erst gestern hatten US-Medien berichtet, wonach die Trump-Administration an einem neuen Vergütungsansatz für Dialysepatienten arbeite, mit der eine kostengünstigere Behandlung zu Hause und Transplantationen bevorzugt würden. Da Fresenius Medical Care einen großen Teil seines Geschäftes in Nordamerika macht, spielen die dortigen Vorgaben zur Vergütung für das Unternehmen eine große Rolle. Aber schon im letzten Jahr hatte die Tochter des Fresenius-Konzerns ihre Geschäftsfelder maßgeblich erweitert, und dabei für rund 2 Mrd. USD (1,7 Mrd. Euro) den US- Heimdialysespezialisten NxStage übernommen.

Derweil wird die Fresenius Medical Care-Aktie auch nach der heutigen Erholung bei einem geschätzten 2019er Gewinn von 4,82 Euro je Aktie nur mit einem KGV von 14 bewertet. Im Branchenvergleich ist das immer noch viel zu niedrig. Zudem ist das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 41% finanziell solide ausgestattet. Im operativen Geschäft liegt dazu die EBIT-Marge bei komfortablen 14% und auch die Eigenkapitalrendite von rund 13% überzeugt. Die Aktie notiert damit zu Recht im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.

In dem weiterhin positiven Marktumfeld zeigt sich heute im Qualitäts-Index die BMW-Aktie kaum verändert bei 74,65 Euro. Das Management des Münchner Autobauers ist zuversichtlich, die CO2-Vorgaben für Europa bis 2021 einhalten und Strafzahlungen vermeiden zu können. Wir können das schaffen, sagte der Vorstand am Dienstag auf der Genfer Automesse. Der Kohlendioxid-Ausstoß der BMW- und Mini-Flotte liege unter dem der Wettbewerber, und mit 10 Plug-in-Hybriden und 2 vollelektrischen Autos von Jahresende an sei das Unternehmen gut unterwegs. Aber der nochmals deutlich niedrigere Grenzwert von 2030 an, sei eine dramatische Herausforderung, ergänzte der BMW-Manager. Derzeit verkauft der Autokonzern bis zu 9% seiner Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb, viele davon in China. Doch in vielen Ländern Europas liegt der Anteil weiterhin nur bei 2 oder 3%. Dem Vorstand zufolge sei die Nachfrage in den Niederlanden sogar dramatisch eingebrochen, als die staatliche Förderprämie gekürzt wurde.

Angesichts höherer Anschaffungskosten für E-Autos will BMW seine Kunden letztlich schrittweise von dem leisen Antrieb, der enormen Beschleunigung und den geringeren Wartungskosten überzeugen. Immerhin 80% der bisherigen E-Auto-Käufer kauften laut dem Manager wieder ein Elektroauto. Auch ein möglicher produktionsbedingter Stellenabbau ist bei BMW weiterhin kein Thema. Die Mannschaft ist im Moment sehr ausgelastet, betonte der Vorstand. Und um Investitionen in neue Technik und neue Modelle zu stemmen, will das Unternehmen bei der großen Fülle von Ausstattungsteilen sparen und einige wenig gefragte Modellvariationen streichen. Außerdem sollen künftig weitere Partnerschaften wie jetzt mit Daimler beim Carsharing und beim Autonomen Fahren geschlossen werden.

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