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Von TraderFox
12. April 2021

Mit Blick auf die in dieser Woche in den USA startende Berichtsaison zeigt sich der QIX Deutschland am Montag eher zurückhaltend. Der Index liegt dabei am Nachmittag unverändert bei 15.700 Punkten. Deutsche Post erhöht EBIT-Prognose dank Lockdown-bedingtem Online-Bestellboom für dieses Jahr von 5,4 Mrd. auf nunmehr 5,6 Mrd. Euro. FUCHS PETROLUB setzt bei seiner Wachstumsstrategie vor allem auf Afrika und gründet hierfür mit seinem Partner aus Saudi-Arabien eine neue Vertriebsfirma in Kairo.

Nochmals angehobene Gewinnaussichten konnten bereits am Freitag die Aktie der Deutschen Post im Qualitäts-Index auf ein Rekordhoch hieven. Und auch am heutigen Montag legt sie weiter leicht zu und steht folglich aktuell bei 48,50 Euro. Den Rekordlauf unterstützten dabei vor allem überraschend positive Eckdaten des Logistikdienstleisters, die das Management zu einer erneuten Prognoseanhebung veranlassten. Demnach werde jetzt für das Gesamtjahr mit einem operativen Gewinn (EBIT) von deutlich über 5,6 Mrd. Euro gerechnet, teilte das Unternehmen hierzu mit. Bisher sollte dieser lediglich über dem genannten Wert liegen. Der Deutschen Post spielen dabei insbesondere die anhaltenden Lockdown-Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie mit zusätzlichem Geschäft in die Hände. Gerade im Paket- und Expressgeschäft verzeichnet das Unternehmen derzeit dank boomendem E-Commerce eine weiterhin deutliche Zunahme an weltweit beförderten Paketsendungen. Zudem ist die Tochter DHL nach wie vor eines der wenigen Logistikunternehmen, das auch nach beschlossenem Brexit den kostengünstigen Versand privater Einzelsendungen nach Großbritannien anbietet. Schon Anfang März hatte die Deutsche Post den Ausblick für 2021 angehoben, und dabei ein EBIT von rund 5,4 Mrd. Euro prognostiziert, was einem Anstieg von über 15% gleichkäme.

Als Profiteur vom starken Wachstum bei Online-Bestellungen und dank der abgeschlossenen Umstrukturierung dürfte künftig vor allem auch der freie Cashflow ungehindert fließen. Der höhere Barmittelzufluss von 2020 hatte zuletzt bereits zur Ankündigung von weiteren Aktienrückkäufen und einer überraschend deutlichen Dividendenerhöhung um 0,20 Cent auf 1,35 Euro geführt. Aber auch wenn Analysten für dieses Jahr ein EBIT von bis zu 6,0 Mrd. Euro möglich halten, die Aktie der Deutschen Post wird derweil nur mit einem moderaten 2021er KGV von 16 sowie einem niedrigen Kurs-Umsatz-Verhältnis von 0,8 bewertet. Mit dem in der Krise so soliden Kerngeschäft und der Eigenkapitalrendite von 21% erfüllt sie zudem auch wichtige Kriterien für eine Notierung im deutschen Qualitätsaktien-Index (QIX). Der QIX Deutschland ist ein Aktien-Index, der aus den besten 25 deutschen Aktien gebildet wird. Die 25 Aktien werden nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk ausgewählt.



Kräftige Zugewinne von teils über 4% verbuchte am Freitag im Qualitäts-Index auch die FUCHS PETROLUB-Aktie. Aktuell klettert sie erneut leicht auf 43,60 Euro. Ein Grund für den starken Anstieg bei dem weltweit führenden Schmierstoffspezialisten waren neben einer Hochstufung auch positive Aussagen von Analysten der Baader Bank. So gehen die Experten der Bank in einer Studie davon aus, dass die Nachfrage aus der Automobil- und Investitionsgüterindustrie nach Schmierstoffen derzeit höher sei als zuvor erwartet. Und bereits am Donnerstag hatte das Analysehaus Kepler Cheuvreux in einer veröffentlichten Unternehmensstudie über FUCHS PETROLUB geschrieben, dass stark steigende Rohstoffkosten nur ein temporäres Phänomen seien. Für die Mannheimer, die vor allem hochwertige Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten für nahezu alle Industriebereiche wie Autozulieferer, Maschinenbauer und die Nahrungsmittelbranche entwickelt, wäre dies eine durchaus gute Nachricht. Hängt doch das Geschäft und vor allem auch die Margen des Unternehmens von stabilen und gut kalkulierbaren Rohstoffbeschaffungspreisen ab. FUCHS PETROLUB hatte zuletzt aber insbesondere seine Aktivitäten in Afrika mit einem Joint Venture in Ägypten gestärkt.

Dabei erfolgte im März die Gründung der neuen Vertriebsgesellschaft FUCHS EGYPT LUBRICANTS mit dem Partner ALHAMRANI Group aus Saudi-Arabien, mit der der Spezialschmierstoff-Hersteller schon seit den 1980er-Jahren sehr eng im Mittleren und Nahen Osten sowie in Nordafrika zusammenarbeitet. FUCHS EGYPT LUBRICANTS soll demnach mit 23 Mitarbeitern von Kairo aus wichtige Kunden in Ägypten beliefern. Die entsprechenden Produkte werden aber hauptsächlich aus Saudi-Arabien und Europa importiert. FUCHS und unser Partner ALHAMRANI betrachten Ägypten als strategisch bedeutendes Land und setzen hier auf eine enge Zusammenarbeit mit Unternehmenskunden aus den Bereichen Industrie, Transport und Fahrzeug-Fachhandel, erläuterte der FUCHS PETROLUB-Manager, der für die Regionen Türkei, Afrika und den Nahen Osten zuständig ist.

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